Austrotherm bringt österreichweit einzigartige Recyclinganlage für EPS- und XPS- Dämmstoffe in den Vollbetrieb

Purbach/Wopfing (OTS) – Austrotherm, der führende Anbieter
klimaschützender Wärmedämmung in
Europa, arbeitet konsequent am Ausbau seiner Kreislaufwirtschaft. Mit
einer in dieser Form österreichweit einzigartigen Recyclinganlage am
Standort Purbach hat der Pionier der Kreislaufwirtschaft 2025 einen
weiteren Meilenstein in der Wiederverwertung von EPS- und XPS-
Dämmstoffen gesetzt. Nach erfolgreichem Testbetrieb ist die Anlage
nun im Vollbetrieb. Für 2026 rechnet man bereits mit 100 Tonnen EPS-
und XPS-Dämmstoffabfällen, die in den Produktionskreislauf
zurückgeführt werden können. Diese Recyclingmenge an
Dämmstoffmaterial reicht aus, um damit mehr als 100 Einfamlienhäuser
zu dämmen. Insgesamt hat Austrotherm rund 1,2 Millionen Euro in das
Projekt investiert.

„ Unser Ziel ist klar: EPS und XPS sollen genauso
selbstverständlich recycelt werden wie Papier, Glas oder PET-
Flaschen. Mit der Anlage in Purbach haben wir dafür die industrielle
Basis geschaffen – und wir werden diesen Weg konsequent weitergehen,
um auch weiterhin Maßstäbe für zukunftssichere Gebäude für
Generationen zu setzen“ , erklärt Heimo Pascher, Geschäftsführung
Austrotherm Gruppe.

Zwtl.: Austrotherm etabliert funktionierende Recyclingkreisläufe

Austrotherm verfolgt seit Jahren eine klare Strategie zur
Rückführung von Dämmstoffen in den Materialkreislauf. Bereits seit
2021 bietet das Unternehmen mit dem Austrotherm XPS Recycling Service
die kostenlose Rücknahme sauberer XPS-Baustellenverschnitte in ganz
Österreich an. Die Abholung erfolgt klimaneutral oder alternativ über
die Rückgabe am Standort Purbach. Ziel ist es hier, hochwertige XPS-
Abfälle wieder als Rohstoff zu nutzen und gleichzeitig
Entsorgungskosten auf Baustellen zu reduzieren.

Im Herbst 2024 hat Austrotherm zudem ein Recyclingservice für EPS
-Dämmstoffe gestartet und damit eine praxistaugliche Lösung
geschaffen, um saubere EPS-Verschnitte ressourcenschonend in den
Produktionskreislauf zurückzuführen. Basis hierfür ist EPSolutely –
ein Forschungsprojekt, das gemeinsam mit einer Reihe von Partnern
entlang der Wertschöpfungskette ein österreichweites Logistikkonzept
für das EPS-Recycling entwickelt und erprobt hat. Neben Austrotherm
stellen insgesamt fünf weitere EPS-Hersteller die kostenlose Abholung
österreichweit sicher. Damit wird eindrucksvoll gezeigt: EPS ist
recyclingfähig und fest im Kreislauf verankert.

Zwtl.: Recyclinganlage Purbach erweitert die Möglichkeiten deutlich

Bislang konnten Recyclingprozesse vor allem saubere, sortenreine
Abfälle berücksichtigen. Mit der Recyclinganlage in Purbach erweitert
Austrotherm den Anwendungsbereich deutlich: “ Alle EPS- und XPS-
Dämmstoffe, die heute produziert, verkauft und verbaut werden, können
am Ende ihrer Produktlebensdauer in Purbach bedenkenlos recycelt und
in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden „, betont Heimo Pascher.
Neben Produktionsabfällen und Baustellenverschnitten können mit der
Anlage künftig auch komplette Fassaden-Wärmedämmverbundsysteme (WDVS)
sowie unterschiedlich stark anhaftende Materialien aufbereitet
werden.

Die Aufbereitung erfolgt in mehreren Schritten: von der
händischen Materialaufgabe über Vorbrechen, Granulierung und
Entstaubung bis zur Abscheidung von Störstoffen mittels Magnet- und
Schwergutabscheidern. Das aufbereitete Material wird sortenrein
zwischengelagert und in einem weiteren Recyclingprozess zu
hochwertigem Rezyklat weiterverarbeitet. Dieses wird dann für die
Produktion neuer Dämmstoffe eingesetzt.

Zwtl.: Klimawirkung klar bezifferbar

Der ökologische Nutzen ist messbar: Während bei der Herstellung
einer Tonne primären Polystyrols rund 2,4 Tonnen CO₂ entstehen,
verursacht recyceltes Polystyrol lediglich etwa 0,5 Tonnen CO₂. Damit
sinken die Emissionen pro Tonne Rohstoff um rund 1,9 Tonnen CO₂. „Der
größte Hebel liegt im Rohstoff selbst. Wenn wir Polystyrol im
Kreislauf führen, reduzieren wir die CO₂-Emissionen pro Tonne um rund
80 Prozent. Genau deshalb ist die Recyclinganlage in Purbach ein
zentraler Baustein unserer Nachhaltigkeitsstrategie“, erläutert Heimo
Pascher.

Zwtl.: Ausblick

Erste Tests, unter anderem mit aufbereitetem EPS aus
Wärmedämmverbundsystemen, bestätigen die Praxistauglichkeit der
Anlage. In den kommenden Monaten folgen weitere Prüfreihen, um die
Effizienz und den Output der Anlage, welche bis zu 1.000 to
Recyclingkapazität pro Jahr bietet, kontinuierlich zu steigern.
Aktuell können alle EPS- und XPS-Dämmstoffe recyclet werden, die seit
2018 in den Verkehr gebracht wurden. Davor wurde ein
Flammschutzmittel (HBCD) verwendet, das heute nicht mehr zulässig ist
und eine Wiederverwertung bislang ausschließt. Austrotherm arbeitet
daher im Rahmen von Forschungsaktivitäten an Lösungen, um künftig
auch diese Dämmstoffe in den Kreislauf zurückführen zu können.

Zwtl.: Über Austrotherm

Die sich in österreichischem Familienbesitz befindliche
Austrotherm Gruppe verfügt aktuell in 14 Ländern über insgesamt 35
Produktionsstandorte für hochqualitative, effiziente und
energiesparende Dämmstoffe. Die Austrotherm Gruppe beschäftigt
aktuell rund 1.500 Mitarbeitende und erzielte 2025 einen Umsatz von
500 Millionen Euro. Neben der Zentrale in Wopfing und den Werken in
Pinkafeld, Michelhausen und Purbach ist Austrotherm mit Unternehmen
in Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Griechenland,
Italien, Kroatien, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Tschechien,
Ungarn und der Türkei vertreten. Die Austrotherm Gruppe ist ein
Unternehmen der Schmid Industrieholding, die im Jahr 2025 mit 6.800
Mitarbeitenden einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro erzielte.