Auslandsfreiwilligendienste stärken Österreich – Engagement für die Welt wirkt nachhaltig in unsere Gesellschaft zurück

Wien (OTS) – Mit der hochkarätigen Entsendefeier im Sozialministerium
Anfang Juli
wurden jene jungen Menschen in Anwesenheit von Bundesministerin
Korinna Schumann verabschiedet, die in den kommenden Monaten einen
Gedenk-, Friedens- oder Sozialdienst im Ausland leisten werden. Ihr
Engagement steht beispielhaft für eine Form des freiwilligen
Einsatzes, die weit über den Aufenthalt im Ausland hinaus wirkt:
Auslandsfreiwilligendienste fördern gesellschaftliche Verantwortung,
demokratische Kompetenzen und interkulturelles Verständnis – und
stärken damit langfristig auch Österreich.

Einen Beitrag leisten
„Jeder Zivildiener möchte mit seinem Einsatz einen Beitrag leisten.
Für mich bedeutete das einen Sozialdienst in Ecuador“ , erzählt
Thomas Zobernig, der auf seinen Freiwilligendienst im Ausland
zurückblickt. Er hat seinen Zivildienstersatz in einem Projekt von
VOLONTARIAT bewegt geleistet. Gemeinsam mit einem Team
ecuadorianischer Sozialarbeiter:innen unterstützte er benachteiligte
und von Kinderarbeit betroffene Kinder und Jugendliche dabei,
möglichst lange die Schule besuchen zu können und Perspektiven für
ihre Zukunft zu entwickeln.

Auslandszivildienst als entscheidender Schritt für späteres
Engagement in Österreich
Die Begegnungen vor Ort warfen Fragen nach Chancengerechtigkeit und
globaler Ungleichheit auf. Nach seiner Rückkehr studierte er deshalb
Internationale Entwicklung an der Universität Wien. Heute leitet er
seit über zehn Jahren ein großes Jugendzentrum in Wien mit rund 130
Kindern und Jugendlichen sowie mehr als 40 Volunteers. „Der
Auslandszivildienst war der erste entscheidende Schritt. Mein Beruf
ist heute meine Berufung. Ich habe das Gefühl, jeden Tag einen
sinnvollen Beitrag zu einer gerechteren Gesellschaft leisten zu
können.“

Die Geschichte von Thomas steht stellvertretend für viele
ehemalige Zivildienstleistende im Ausland. Nach ihrer Rückkehr
engagieren sie sich häufig in Bildungs-, Sozial- und
Gesundheitsberufen oder ehrenamtlich in ihren Gemeinden. Die im
Ausland erworbenen Erfahrungen kommen damit unmittelbar Österreich
zugute. Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher Herausforderungen
leisten Auslandsfreiwilligendienste einen wichtigen Beitrag zu einer
wehrhaften Demokratie. Sie fördern Resilienz, interkulturelle
Verständigung, Dialogfähigkeit und den verantwortungsvollen Umgang
mit komplexen Krisen. Damit erwerben junge Menschen Kompetenzen, die
für Österreichs Zukunft von großem Wert sind.

Wichtiger Bestandteil österreichischer Verantwortungskultur
Die Entsendefeier im Sozialministerium unterstreicht die
gesellschaftliche Bedeutung dieser Dienste. Sie macht sichtbar, dass
freiwilliges internationales Engagement, wie der Zivildienst im
Ausland, ein wichtiger Bestandteil österreichischer
Verantwortungskultur ist – sei es in sozialen Einrichtungen weltweit,
in Friedensprojekten oder in der Erinnerungsarbeit an die Opfer des
Nationalsozialismus. Gleichzeitig ist sie ein Zeichen der
Wertschätzung für jene jungen Menschen, die bereit sind,
Verantwortung über nationale Grenzen hinaus zu übernehmen.

WeltWegWeiser als erste Anlaufstelle für Beratung
WeltWegWeiser , die Servicestelle für internationale
Freiwilligeneinsätze, begleitet jährlich zahlreiche junge Menschen
auf ihrem Weg in einen qualitätsvollen Auslandsfreiwilligendienst.
Gemeinsam mit den 16 Entsendeorganisationen innerhalb des Netzwerks
informiert WeltWegWeiser über Möglichkeiten, Voraussetzungen und
Förderungen und unterstützt Interessierte dabei, den für sie
passenden Freiwilligendienst zu finden. WeltWegWeiser wird im Rahmen
von International Partnerships Austria von der Austrian Development
Agency gefördert und ist getragen von der österreichischen
Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt.

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Weiterführende Informationen: www.weltwegweiser.at

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