Arbeitsmarktupdate: 55% der Beschäftigten fühlen sich unterbezahlt

Wien (OTS) – Die Gehaltszufriedenheit in Österreich lässt stark zu
wünschen übrig,
wie die aktuelle Stepstone-Gehaltsumfrage zeigt. 55 Prozent der
Beschäftigten fühlen sich unterbezahlt (11 % deutlich, 43 % eher).
Der selbsteingeschätzte faire Marktwert liegt im Mittel (Median) 16
Prozent über dem tatsächlichen Gehalt .

Besonders auffällig: Nur 4 von 10 unter-30-Jährigen können mit
ihrem Einkommen für Wohneigentum sparen.

Zwtl.: Die Gehaltslücke in Zahlen (Vollzeit):

Aktuelles Brutto-Mediangehalt in Österreich laut Befragung:
45.000 Ꞓ

Eingeschätzter fairer Marktwert („Wie schätzt du deinen aktuellen
Marktwert ein? Bitte gib das Bruttojahresgehalt an, das deiner
Einschätzung nach einem für dich fairen Gehalt entspricht.“): 52.000
Ꞓ Bruttomediangehalt

Differenz: +16 %

Nach Geschlecht:

Frauen: 40.000 Ꞓ aktuell → 50.000 Ꞓ geschätzter Marktwert (+25 %)

Männer: 49.000 Ꞓ aktuell → 60.000 Ꞓ geschätzter Marktwert (+22 %)

Nach Einkommensgruppe:

Geringverdiener: 25.000 Ꞓ aktuell → 25.000 Ꞓ geschätzter
Marktwert (+40 %)

Bestverdiener: 70.122 Ꞓ aktuell → 80.000 Ꞓ geschätzter Marktwert
(+14 %)

Fazit: Die größte Diskrepanz besteht bei Geringverdienenden –
hier ist der Aufholbedarf am größten.

Zwtl.: Wechselbereitschaft auf Höchststand

Die Unzufriedenheit zeigt Wirkung: Im Jänner herrscht
Aufbruchsstimmung am Arbeitsmarkt. Die wöchentlichen Suchanfragen auf
stepstone.at lagen um 55 % höher als Ende 2025¹.

43 % der Angestellten denken mehrmals pro Woche über einen
Jobwechsel nach und planen konkret, sich 2026 neu zu orientieren. Die
wichtigsten Wechselmotive:

Besseres Gehalt (60 %)

Flexibleres Arbeiten (33 %)

Jobsicherheit (25 %)

Trotz anhaltenden wirtschaftlichen Gegenwinds hat sich der
Stellenmarkt in Österreich erstaunlich stabil gezeigt. Die gute
Nachricht für Jobsuchende: Seit Jahresbeginn sehen wir wieder
deutlich mehr Stellenausschreibungen auf unserer Plattform.
Unternehmen nutzen den Jänner, um aktiv zu rekrutieren. Nikolai
Dürhammer, Geschäftsführer Stepstone Österreich & Schweiz.

Zwtl.: 3 Top-Tipps für Arbeitgeber: So kann die Gehaltszufriedenheit
gesteigert werden

Die Gehaltszufriedenheit in Österreich wird vor allem durch die
wahrgenommene Fairness des eigenen Gehalts bestimmt. Wer das Gefühl
hat, unterbezahlt zu sein oder im Vergleich zu anderen schlechter
dazustehen, ist deutlich unzufriedener. Eine große Rolle spielt zudem
der Zugang zu Informationen über marktübliche Gehälter, da fehlende
Vergleichsmöglichkeiten Unsicherheit erzeugen.

1. Schaffen Sie klare Gehaltsstrukturen und Transparenz:
Etablieren Sie im Unternehmen klare Gehaltsrichtlinien und -stufen
und kommunizieren Sie den Mitarbeiter*innen regelmäßig
Aufstiegschancen und Gehaltsentwicklungen. Die EU-
Entgelttransparenzrichtlinie macht dies ab Juni 2026 ohnehin
verpflichtend.

2. Führen Sie eine leistungsorientierte Vergütung ein: Definieren
Sie individuelle oder teambezogene Ziele und etablieren oder
überprüfen und verfeinern Sie Bonus- und Prämienprogramme für
herausragende Leistungen – das stärkt auch die Mitarbeiterbindung.

3. Führen Sie regelmäßige Gehaltsüberprüfungen durch: Stellen Sie
einerseits Marktvergleiche an, um wettbewerbsfähig zu bleiben und
überprüfen Sie mindestens einmal jährlich die Gehälter und passe sie
an.

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Zwtl.: Über die Befragungen

Stepstone-Gehaltsbefragung 2026: Wie zufrieden sind Beschäftigte
in Österreich mit ihrem Gehalt? Werden Vergütungspakete und –
strukturen als fair wahrgenommen, und inwieweit ermöglichen sie es,
persönliche finanzielle Ziele zu erreichen? Um diese Fragen zu
beantworten, hat Stepstone zwischen dem 14.11.2025 und dem 05.01.2026
insgesamt 529 Recruiter*innen und 1.088 Kandidat*innen befragt. Die
Stichprobe der Kandidat*innen wurde nach dem Mikrozensus gewichtet
und ist repräsentativ für die österreichische Erwerbsbevölkerung nach
Alter und Geschlecht.

Hiring Trends Update: Im Rahmen des Hiring Trends Update werden
zwei Mal im Jahr Recruiter*innen und Kandidat*innen zu ihrer
Wahrnehmung der aktuellen Lage am Arbeitsmarkt befragt. Wie ist die
Stimmung in österreichischen Unternehmen und bei Kandidat*innen? Es
zeigt die Wechselbereitschaft von Arbeitnehmenden, Jobsucheverhalten
sowie Prioritäten beim Jobwechsel. Zwischen dem 11. September und 09.
Oktober 2025 wurden 211 Recruiter*innen und 563 Kandidat*innen in
Österreich quantitativ befragt. Die Befragung der Kandidat*innen
wurde – repräsentativ für die österreichische Erwerbsbevölkerung –
nach Alter und Geschlecht gewichtet.

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Datum: 27.1.2026, um 10:00 Uhr
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Url: https://www.stepstone.at/e-recruiting/hr-wissen/webinare-events/gehaltsstrategie-bootcamp-intensivtraining-fur-faire-gehaltskompetenz/