Wien (OTS) – Der größte Musikwettbewerb der Welt setzt bei seinem 70.
Jubiläum auf
eine heimische Innovation der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) und
ihrer Partner OMV, Borouge International und Greiner Packaging:
100.000 Mehrwegbecher, die zu 100 % aus Material aus dem Gelben Sack
und der Gelben Tonne hergestellt werden, kommen als Limited Edition
im bunten ESC-Branding an den Veranstaltungsorten zum Einsatz. So
werden rund 5 Tonnen neu gewonnene Rohstoffe eingespart. Von der
Sammlung, Aufbereitung und Weiterverarbeitung des Materials bis zur
Herstellung der Becher finden alle Produktionsschritte in Österreich
statt, was das Projekt zu einem erfolgreichen „Austrian-Closed-Loop“
macht*.
Bühne frei für die Kreislaufwirtschaft: Die bunten Mehrwegbecher
für den Eurovision Song Contest in Wien des offiziellen Event
Suppliers ARA und seiner Partner OMV, Borouge International und
Greiner Packaging stehen eindrucksvoll für Teamwork entlang der
gesamten Wertschöpfungskette. Das Material für die Becher stammt
ausschließlich aus der Gelben Tonne und dem Gelben Sack, wird in der
Hightech Sortieranlage TriPlast in Oberösterreich sortiert und
anschließend mit dem von der ARA patentierten Verfahren UPCYCLE zu
Kunststoff-Flakes aufbereitet. In der OMV ReOil®-Anlage wird aus
hochwertigem zirkulärem Rohmaterial (Pyrolyseöl) und in Folge in den
Basischemieanlagen der OMV zirkuläres Propylen hergestellt, das im
nächsten Schritt von Borouge International zu nachhaltigem
Kunststoffgranulat verarbeitet wird – und damit die
lebensmitteltaugliche Qualität von Primärrohstoffen erreicht. Im
finalen Schritt produziert Greiner Packaging daraus langlebige und
vollständig recycelbare Mehrwegbecher. So schließt sich der
österreichische Wertstoffkreislauf.
„Unsere Mehrwegbecher für den ESC sind ein Best Practice der
österreichischen Kreislaufwirtschaft. Das von der ARA entwickelte und
patentierte Verfahren UPCYCLE ermöglicht es, dabei
Kunststoffsortierreste einzusetzen, die zum Beispiel sehr klein sind
oder aus unterschiedlichen chemischen Stoffen bestehen. Früher
konnten diese nur thermisch verwertet werden, heute erhalten sie ein
zweites Leben als Mehrwegbecher, die nicht nur zu 100 % aus
Recyclingmaterial bestehen, sondern auch absolut lebensmittelsicher
sind. Mit den 100.000 Bechern aus Kunststoffrezyklat sparen wir rund
5 Tonnen an natürlichen Rohstoffen ein – ein wichtiger Beitrag zur
Ressourcenschonung“, betont ARA Vorstandssprecher Harald Hauke .
Das österreichische Erfolgsprojekt der ESC-Mehrwegbecher
verdeutlicht einmal mehr, dass gebrauchte Kunststoffverpackungen
wichtige Wertstoffe sind und nur dann recycelt werden können, wenn
sie korrekt im Gelben Sack bzw. der Gelben Tonne gesammelt werden.
Mit über 300.000 Gelben Tonnen und rund 2,2 Mio. Haushalten, die an
die Sammlung mit dem Gelben Sack angeschlossen sind, liefert die ARA
die ideale Sammelinfrastruktur.
Martijn van Koten, OMV Executive Vice President Fuels & Chemicals
: „Wir zeigen beim Eurovision Song Contest, wie innovative
Kreislaufwirtschaft realisiert wird: Durch die Umwandlung gebrauchter
Kunststoffe in hochwertigen Rohstoff in Primärqualität vermeiden wir
den Einsatz konventioneller Ressourcen und senken damit den CO₂-
Fußabdruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Gemeinsam mit
unseren Partnern entsteht so ein österreichisches
Kreislaufwirtschaftsprojekt, das eindrucksvoll demonstriert, wie
industrielle Lösungen Nachhaltigkeit im großen Maßstab ermöglichen.“
„Das Recycling im geschlossenen Kreislauf ist der Schlüssel zu
einem hohen Maß an Nachhaltigkeit. Unser ‚Borcycle C‘- Portfolio an
chemisch recycelten Kunststoffabfällen ermöglicht es, die Kunststoffe
wieder in Anwendungen mit Lebensmittelkontakt wie diesen Trinkbechern
einzusetzen: So erreichen wir Recycling bis hin zu den
anspruchsvollsten Anwendungen, für die unsere Kunststoffe im Alltag
genutzt werden“, erklärt Shanila Baseley, Vice President Sales bei
Borealis, Teil von Borouge International .
„Mit den ESC-Mehrwegbechern machen wir sichtbar, wie
Kreislaufwirtschaft in der Praxis funktioniert: hochwertig, innovativ
und nachhaltig. Die exklusive Limited Edition verbindet ein markantes
Außendesign mit einer Innenseite, die den österreichischen Closed-
Loop-Prozess zeigt – vom Gelben Sack bis zum fertigen Becher. Damit
setzen wir bei einem internationalen Großevent ein klares Zeichen für
Abfallvermeidung und verantwortungsvolle Veranstaltungen“, hebt
Greiner Packaging CEO Beatrix Praeceptor hervor.
Zwtl.: Nachhaltigkeitskommunikation im ESC-Becher: DigiDot QR-Code
klärt in 25 Sprachen auf
Die 100.000 Mehrwegbecher in der Limited Edition kommen exklusiv
bei der Hauptveranstaltung und offiziellen Side-Events in Wien rund
um den Eurovision Song Contest zum Einsatz und tragen zur Umsetzung
als Green Event bei. Neben den Einsparungen im Produktionsprozess und
durch kurze Transportwege leistet ihre Wiederverwendbarkeit im
Vergleich zu Einwegprodukten einen zentralen Beitrag zur
Abfallvermeidung. Die Mehrwegbecher, die nicht als Souvenir mit nach
Hause genommen werden, gehen nach dem Eurovision Song Contest je nach
Zustand zwei Wege: Jene, die aufgrund von Beschädigung oder Abnutzung
nicht mehr wiederverwendbar sind, werden recycelt und somit wieder
dem Kreislauf zugeführt. Becher, die sich in einem wiederverwendbaren
Zustand befinden, werden an soziale Einrichtungen gespendet und somit
weiterverwendet.
Zudem fördern sie die Bewusstseinsbildung bei den Besucher:innen:
Ein aufgedruckter QR-Code führt zu DigiDot, dem von der ARA
initiierten digitalen Recycling-Guide. Dieser bietet in 25 Sprachen
einfache Orientierung, zeigt Sammelstellen in der Umgebung an und
unterstützt die korrekte Abfalltrennung während des Eurovision Song
Contest und darüber hinaus.
„Der Eurovision Song Contest 2026 in Wien soll nicht nur ein
unvergessliches Musikereignis sein – sondern auch zeigen, dass ein
Event dieser Größenordnung verantwortungsvoll als Green Event
umgesetzt werden kann. Diese Mehrwegbecher sind für mich eines der
schönsten Beispiele dafür: Eine Innovation aus Österreich, 100 %
österreichisches Recyclingmaterial, direkt aus dem Gelben Sack in die
Hände der Gäste aus aller Welt. Die Becher, die ja oft als beliebte
Sammelobjekte mit nach Hause genommen werden, werden noch lange an
den Eurovision Song Contest 2026 in Wien erinnern“, sagt Michael
Krön, Executive Producer Eurovision Song Contest 2026 .
* Der Einsatz von Kunststoffverpackungen aus der Gelben Tonne und
dem Gelben Sack erfolgt entlang der chemischen Recycling- und
Weiterverarbeitungsschritte unter Anwendung eines anerkannten und
extern auditierten Massenbilanzansatzes (ISCC PLUS), bei dem die
eingesetzten recycelten Rohstoffmengen dem Endprodukt zugerechnet
werden. ISSC-Plus Zertifikate werden vom TÜV SÜD Industrie Service
GmbH München ausgestellt.





