AI Factory Austria stärkt KI-Kompetenzen mit 42 Trainings in den ersten neun Monaten

Wien (OTS) – Die AI Factory Austria AI:AT baut ihr Trainings- und
Enablement-
Angebot für Künstliche Intelligenz weiter aus. Als marktneutraler,
unabhängiger Zugangspunkt unterstützt AI:AT Organisationen entlang
ihrer KI-Reise – von der ersten Orientierung über Qualifizierung und
den Zugang zu europäischer High-Performance-Computing-Infrastruktur
bis zur praktischen Umsetzung. Im Mittelpunkt steht ein Learning-
Center-Angebot, das souveräne, ethische und vertrauenswürdige KI-
Anwendung und -Entwicklung im europäischen Ökosystem stärken soll. In
den ersten neun Monaten seit Start des Trainingsangebots im Juli 2025
wurden 42 Trainings mit 1.635 Teilnehmer:innen aus 32 Ländern
durchgeführt; 505 Teilnehmer:innen kamen aus dem kommerziellen
Bereich.

Zwtl.: Starke Nachfrage nach praxisnaher KI-Qualifizierung

Das Angebot richtet sich an Unternehmen, öffentliche Verwaltung,
Forschung und Wissenschaft. Es verbindet Qualifizierung mit
praktischem Zugang zu europäischer High-Performance-Computing-
Infrastruktur und deckt sechs Themenkategorien in vier Formaten ab –
von Generative AI, Machine Learning und HPC 4 AI bis zu Trustworthy
AI, Agentic AI und domänenspezifischen Anwendungen. Besonders stark
nachgefragt sind Formate, in denen Teilnehmer:innen das Gelernte
unmittelbar anwenden können: Von den 42 Trainings entfielen 25 auf
Hands-on-Formate, 16 auf Webinare und einen Hackathon; ergänzt wurde
das Angebot durch drei Self-Learning-Angebote.

Zu den reichweitenstärksten Reihen zählen Foundations of LLM
Mastery mit 533 Teilnehmer:innen, Trustworthy AI mit 354 und Beyond
GenAI mit 171 Teilnehmer:innen. Zusätzlich haben 565 Personen
personalisierte Hinweise auf künftige Lernangebote sowie 403 Personen
den AI:AT Newsletter abonniert, der sich besonders an KI-Startups und
KMU richtet.

„Unser Ziel ist es, die rasanten aktuellen KI-Entwicklungen in
praktisch anwendbares Fachwissen für Wirtschaft, Wissenschaft und
öffentliche Verwaltung zu übersetzen“, sagt Claudia Blaas-Schenner,
Leiterin des AI:AT Learning Centers und ergänzt: „In den ersten neun
Monaten der AI Factory Austria konnten wir bereits 1.635
Trainingsteilnehmer:innen befähigen, wertvolles Know-how im Bereich
KI aufzubauen. Die Begeisterung in unseren Hands-On-Kursen zeigt,
dass die Talent-Pipeline bereits in vollem Gange ist.“

Wie stark die praxisnahe Ausrichtung wahrgenommen wird, zeigen
auch Stimmen von Teilnehmer:innen: „Die Möglichkeit, das erlernte
Wissen bei den Kursen direkt am HPC-System anzuwenden, hat mich
besonders begeistert“, sagt Erika Pellegrino, Ingenieurmathematikerin
bei Leonardo S.p.A. aus Rom, Italien.

Lejla Rizvanovik, AI Privacy Expert und Geschäftsführerin bei
Servus Data Group GmbH aus Wien, ergänzt: „Die Kombination aus
ethischer Orientierung und Hands-on-Technik hat mir das nötige
Selbstvertrauen gegeben, eigene KI-Projekte umzusetzen.“

Zwtl.: Training als Teil des AI:AT One-Stop-Shop

Die aktuellen Zahlen zeigen zugleich, dass das Angebot zunehmend
auch in der Wirtschaft ankommt: 505 Teilnehmer:innen kamen aus dem
kommerziellen Bereich; ihr Anteil stieg im Verlauf der ersten drei
Programmquartale von 24,5 % auf 36,2 %. Damit leistet AI:AT nicht nur
einen Beitrag zum Kompetenzaufbau, sondern unterstützt Organisationen
auch dabei, KI-Anwendungen schneller in die Praxis zu bringen.

Als Teil des umfassenden AI:AT-Serviceportfolios ist das Learning
Center in ein breiteres Unterstützungsangebot eingebettet – von
Onboarding und Infrastrukturzugang über AI Lifecycle Support und
Datenservices bis hin zu Innovationsunterstützung, Trainings sowie
Ethics-, Compliance- und Legal-Support. Über die eigentlichen
Trainings hinaus entwickelt AI:AT auch die Learning Platform,
Exchange-&-Internships-Angebote und AI-Academy-Aktivitäten weiter.
Damit verbindet die AI Factory Austria Qualifizierung, souveräne
Infrastruktur, Expertise und Ökosystem-Vernetzung an einem Ort.

„Damit aus Know-how konkrete Anwendung wird, müssen
Qualifizierung, praktische Umsetzung und souveräne Infrastruktur
zusammenspielen. Unser Ziel ist es, Organisationen mit möglichst
niedrigen Hürden an High-Performance Computing heranzuführen und sie
gleichzeitig bei Datensouveränität, Sicherheit und den nächsten
Umsetzungsschritten zu begleiten“, sagt Markus Stöhr, Co-Lead der AI
Factory Austria AI:AT.

„Es freut mich sehr, dass wir zusätzlich zu unseren AI:AT
Trainer:innen für unsere Trainings auch auf die Unterstützung aus dem
breiten Expert:innenpool unserer Konsortialpartner:innen zählen
können. Dadurch entsteht ein wertvoller Knowledge-Transfer von
Cutting-Edge-Forschung in die Unternehmen“, sagt Karl Kugler, Co-Lead
der AI Factory Austria AI:AT.

Zwtl.: Konsortium und Governance stärken den Transfer

Das Trainingsprogramm profitiert von der Breite des
österreichweiten Konsortiums. Es bringt wissenschaftliche Exzellenz,
Umsetzungskompetenz und regionale Verankerung zusammen – und stärkt
damit genau jene Brücke zwischen Forschung, Wirtschaft und
öffentlicher Verwaltung, die für eine wirksame und vertrauenswürdige
KI-Einführung notwendig ist.

Andreas Kugi, Scientific Director des AIT und Mitglied des AI
Factory Austria Governance Boards: „ Mit der AI Factory Austria
setzen wir den Rahmen, um wissenschaftliche Exzellenz konsequent in
wirksame Anwendung zu überführen. Entscheidend ist, dass
Organisationen – insbesondere in Wirtschaft und öffentlicher
Verwaltung – in die Lage versetzt werden, KI unter realen Bedingungen
zu erproben und erfolgreich in die Umsetzung zu bringen. “

Nikolaus Hautsch, Vizerektor der Universität Wien und Mitglied
des AI Factory Austria Governance Boards: „ Für einen starken KI-
Standort Österreich braucht es das enge Zusammenspiel von Forschung,
Ausbildung und praktischer Anwendung. Die AI Factory Austria schafft
dafür einen gemeinsamen Rahmen, in dem wissenschaftliche Exzellenz,
Talententwicklung und konkrete Umsetzung systematisch zusammengeführt
werden. “

Wolfgang Kastner, Vizerektor der TU Wien und Mitglied des AI
Factory Austria Governance Boards: „ Die erfolgreiche Nutzung von KI
braucht mehr als gute Modelle. Sie braucht robuste Infrastruktur,
Engineering-Kompetenz und einen verlässlichen Transfer in reale
Anwendungen. Die AI Factory Austria bietet genau diesen Rahmen und
bringt Hochschulen, Unternehmen und öffentliche Verwaltung schneller
ins Tun. “

Horst Bischof, Rektor der TU Graz: „ Die AI Factory Austria
bildet ein starkes Kooperationsnetzwerk, das Universitäten und
Unternehmen aller Größen eng miteinander verbindet. So fördern wir
den Wissenstransfer und entwickeln gemeinsam praxisnahe Use Cases mit
unmittelbarem Mehrwert für die gesamte Community. In einem nächsten
Schritt gilt es, Artificial Intelligence und High Performance
Computing noch stärker in den Regionen zu verankern. “

Heinz Faßmann, Präsident der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften (ÖAW): „ Als Österreichische Akademie der
Wissenschaften sehen wir es als unsere Aufgabe, technologische
Spitzenforschung mit exzellenter Ausbildung und gesellschaftlicher
Verantwortung zu verbinden. Die AI Factory Austria schafft genau
diesen Dreiklang. Die Verbindung von KI und High-Performance
Computing eröffnet enorme Potenziale – von der Simulation komplexer
biotechnologischer Prozesse bis zur Optimierung industrieller
Wertschöpfungsketten. Das Trainingsprogramm trägt wesentlich dazu
bei, diese Potenziale in konkrete Innovationen zu überführen. “

Ruth Breu, Dekanin der Fakultät für Mathematik, Informatik und
Physik der Universität Innsbruck: „ Es ist das Gebot der Stunde für
Österreich und Europa, KI-Anwendungen erfolgreich in die Praxis zu
bringen. Die leistungsfähigen Rechenressourcen der AI Factory Austria
sind dafür ein zentraler Baustein. Ebenso entscheidend für die
Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit sind Methoden und Standards, um
vertrauenswürdige KI-Produkte entwickeln und skalieren zu können. Das
Coaching-Programm der AI Factory kann hier einen wesentlichen Beitrag
leisten. “

Christoph Pfeifer, Vizerektor für Forschung und Innovation an der
BOKU University: „ Mit dem Ausbau des Trainings- und Coaching-
Programms der AI Factory Austria wird ein weiterer wichtiger
Meilenstein im Kompetenzaufbau für Künstliche Intelligenz gesetzt. Es
ist ein bedeutender Brückenschlag zwischen Wissenschaft, öffentlicher
Verwaltung und Wirtschaft sowie ein klares europäisches Signal für
digitale Souveränität und die Stärkung des Innovationsstandorts
Österreich. “

Zwtl.: Ausblick 2026

Auch 2026 wird das Trainingsprogramm gezielt weiterentwickelt.
Geplant sind ein weiterer Ausbau von Hands-on-Formaten und kompakten
Webinar-Sessions, eine stärkere Self-Learning-Plattform als
skalierbare Säule des Programms, klarer definierte Learning Outcomes,
eine stärkere Diversität im Trainer:innenpool sowie engere
Qualitätssicherungsmaßnahmen mit standardisierten Feedback-Umfragen.

Link zum aktuellen Trainingsangebot: https://ai-at.eu/trainings/

Über die AI Factory Austria AI:AT
Die AI Factory Austria AI:AT ist Österreichs nationale AI Factory im
Rahmen des EuroHPC Joint Undertaking. Sie wird gemeinsam vom AIT
Austrian Institute of Technology und Advanced Computing Austria (ACA)
geleitet und durch ein österreichweites Konsortium umgesetzt.

Die Partner im Konsortium sind: TU Wien, Universität Wien,
Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), Universität Innsbruck, TU
Graz, Johannes Kepler Universität Linz (JKU), Institute of Science
and Technology Austria (ISTA), die Österreichische Akademie der
Wissenschaften (ÖAW), INiTS – Vienna’s High-Tech Incubator sowie EODC
– Earth Observation Data Centre for Water Resources Monitoring GmbH.

AI:AT kombiniert KI-optimierte Hochleistungsinfrastruktur mit
einem physischen Hub und unterstützt Organisationen aus Wirtschaft,
öffentlicher Verwaltung und angewandter Forschung als marktneutraler,
unabhängiger Zugangspunkt entlang der KI-Reise – vom ersten Use Case
bis zur praktischen Umsetzung.

Funding Acknowledgement

Die AI Factory Austria (AI:AT) wird durch das European High-
Performance Computing Joint Undertaking (JU) im Rahmen des
Fördervertrags Nr. 101253078 kofinanziert. Das Joint Undertaking wird
unterstützt durch das Horizon-Europe-Programm der Europäischen Union
sowie Österreich (BMIMI/FFG).