68 Tonnen Blei für Strahlenschutz: Oststeirer steuern Trockenbau für Millionenprojekt bei

WEIZ (OTS) – ( hier zu den Fotos , Fotos: Markus Kaiser). Mit dem
Neubau der
Universitätsklinik für Radiologie schafft das LKH-
Universitätsklinikum Graz die infrastrukturellen Voraussetzungen für
eine der modernsten radiologischen Einrichtungen Österreichs. Auf
rund 20.000 Quadratmetern Nettogeschoßfläche entstehen sämtliche
Einheiten der bildgebenden Diagnostik und Nuklearmedizin – von MRT-
und CT-Systemen über interventionelle Radiologie bis hin zu
hochspezialisierten Forschungsbereichen und Laboren. Dementsprechend
gelten auch für die Bauausführung außergewöhnliche Anforderungen.
Insbesondere der Trockenbau übernimmt dabei eine zentrale Funktion:
Er ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass Strahlung innerhalb des
Gebäudes kontrolliert bleibt und sensible Bereiche zuverlässig
abgeschirmt werden.

Dafür zeichnet mit Lieb Bau Weiz ein heimischer Bauspezialist
verantwortlich: „Der Radiologie-Neubau in Graz ist für uns ein
Leuchtturmprojekt – nicht nur aufgrund seiner Größe, sondern
insbesondere wegen der technischen Tiefe. Denn Trockenbau wird hier
zur sicherheitsrelevanten Disziplin: Es geht um präzise Abschirmung
unter höchsten medizinischen Anforderungen. Projekte dieser Art
zeigen, dass wir nicht nur ausführen, sondern komplexe Anforderungen
in funktionierende Systeme übersetzen können“, erklären Josef Gasser
und Doris Enzensberger-Gasser, geschäftsführende Gesellschafter von
Lieb Bau Weiz, unisono.

Zwtl.: 68 Tonnen Blei, null Fehlertoleranz

Die Dimensionen beeindrucken: Insgesamt wurden rund 18.000
Quadratmeter Wände und 14.000 Quadratmeter Vorwandkonstruktionen
errichtet – ein erheblicher Teil davon mit integrierten Bleieinlagen
von bis zu 16 Millimetern Stärke. „Wir sprechen hier von einem
Gebäude, in dem Strahlung aktiv eingesetzt wird – und entsprechend
vollständig kontrolliert werden muss. Das bedeutet: Jede Wand, jede
Durchführung, jeder Anschluss ist sicherheitsrelevant. Wir haben rund
68 Tonnen Blei verarbeitet und jeden einzelnen Raum messtechnisch
überprüft. Dass wir am Ende ohne Nachbesserungen ausgekommen sind,
zeigt, auf welchem Niveau hier gearbeitet wurde“, erklärt Lieb-
Projektleiter Stefan Luisser. Die Umsetzung erfolgt dabei in
wesentlichen Teilen in Handarbeit: Jede Wanddurchführung, jede
Öffnung, jede Installationsebene muss gesondert abgeschottet werden,
um selbst kleinste Strahlungsleckagen auszuschließen. Ergänzt wird
das System durch verstärkte Stahlzargen, Bleiglasfenster mit bis zu
300 Kilogramm Gewicht sowie komplexe Abschottungen im Deckenbereich.

In Spitzenzeiten waren bis zu 30 Lieb-Monteure gleichzeitig in
mehreren Bauabschnitten im Einsatz. Aufgrund minimaler Lagerflächen
musste das Material just-in-time angeliefert werden. Teilweise mit
bis zu drei Lkw-Zügen pro Tag, abgestimmt auf sämtliche parallel
laufenden Gewerke. Hinzu kommt die hohe Dichte an technischer
Gebäudeausrüstung: Allein im Deckenbereich wurden rund 8.000
Quadratmeter abgehängte Konstruktionen realisiert, ergänzt durch mehr
als drei Kilometer an Weitspannträgern, um Installationen und
Raumhöhen von bis zu neun Metern abzubilden. Gleichzeitig mussten
rund 850 Revisionsöffnungen integriert werden, um die Wartung der
Systeme dauerhaft sicherzustellen.

In derart komplexen Vorhaben konnte Lieb Bau Weiz bereits
mehrfach das unternehmenseigene Know-how unter Beweis stellen: So
sind die Oststeirer aktuell unter anderem am Bau des Center of
Physics in Zusammenarbeit mit der Universität Graz und TU-Graz
beteiligt und realisierten zuletzt umfangreiche Ausbauarbeiten für
eine Grazer Forschungseinrichtung – darunter die Verlegung von
Fliesen auf einer Fläche von rund einem Hektar.

Redaktioneller Anspruch

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