St. Pölten (OTS) – Ein wichtiger Meilenstein für die NÖ
Landesausstellung im
Landesklinikum Mauer: Mit Renate Pöchhacker aus Neuhofen an der Ybbs,
die mit ihrer Tochter Marie die Ausstellung besuchte, konnte am
gestrigen Nachmittag die 100.000ste Besucherin begrüßt werden.
„100.000 Besucherinnen und Besucher sind ein starkes Zeichen und
ein großer Erfolg für unsere NÖ Landesausstellung 2026“, betonte
dabei Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. „Vor allem aber zeigt
diese Zahl: Das Thema psychische Gesundheit bewegt die Menschen. Und
genau das wollen wir mit dieser Landesausstellung erreichen –
hinschauen, darüber reden und dazu beitragen, psychische Erkrankungen
aus der Tabuzone und in die Mitte der Gesellschaft zu holen.
Gleichzeitig setzt die NÖ Landesausstellung wichtige Impulse für die
gesamte Region und stärkt Tourismus, Kultur und regionale
Wertschöpfung nachhaltig“, so die Landeshauptfrau.
Die NÖ Landesausstellung „Wenn die Welt Kopf steht – Mensch.
Psyche. Gesundheit.“ rückt noch bis 8. November das Thema psychische
Gesundheit in den Mittelpunkt. Dabei geht es ganz bewusst auch um das
Signal, dass psychische Erkrankungen kein Randthema sind, sondern in
die Mitte der Gesellschaft gehören.
Eine Besonderheit der NÖ Landesausstellung ist ihr
Austragungsort: Erstmals findet eine Landesausstellung in einer
Klinik während des laufenden Betriebs statt. Das Landesklinikum Mauer
bietet dabei einen authentischen Bezug zum Thema. Der Ausstellungsort
schafft die Möglichkeit, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der
psychischen Gesundheit miteinander zu verbinden. Ein wichtiger
Schwerpunkt liegt dabei auf der Erinnerung an die Opfer der NS-
Medizinverbrechen und der Auseinandersetzung mit diesem dunklen
Kapitel der Geschichte.
Besonderes Augenmerk gilt zudem Kindern und Familien. Die Inhalte
der Ausstellung werden in interaktiven Stationen sowie in einer
eigenen Familienspur altersgerecht und inklusiv vermittelt. Durch
zahlreiche Mitmach-Angebote werden Bezüge zum eigenen Leben
hergestellt und die Besucherinnen und Besucher dazu eingeladen, sich
aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. An Wochenenden, Feiertagen
und während der Ferien finden spezielle Familienführungen statt.
Ergänzt wird das Angebot durch tägliche Führungen durch die
Ausstellung sowie den Lernort im Haus 18 zu den NS-Medizinverbrechen.
Mit Erfolg: Über 60 Prozent der Besucherinnen und Beuscher haben an
einem Vermittlungsformat teilgenommen.
Armin Laussegger, Wissenschaftlicher Leiter der NÖ
Landesausstellungen: „Die Besucherzahlen zeigen, dass wir mit dem
Thema psychische Gesundheit einen Nerv der Zeit getroffen haben. Dass
mehr als 60 Prozent der Gäste auch unsere vielfältigen
Kulturvermittlungsangebote nutzen, ist für mich ein besonders starkes
Signal: Es geht um echtes Interesse, um Vertiefung und
gesellschaftliche Auseinandersetzung. Genau darin liegt die Relevanz
der Landesausstellungen. Sie stellt sich den drängenden Fragen
unserer Zeit und wird so als Format gesellschaftlich wirksam.“
Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung stärkt die
Landesausstellung auch die Region Moststraße. Mit ihren vielfältigen
kultur- und gesundheitstouristischen Angeboten wird die Region als
Gesundheitsregion weiter profiliert und nachhaltig positioniert. Auch
die sieben Umfeldprojekte der NÖ Landesausstellung verbinden Kultur,
Natur, Freizeit und Bildung. Das Feedback ist sehr erfreulich: So
wurden dort insgesamt mehr als 200.000 Gäste gezählt. Allein im
Tierpark Haag, wo eine Birnerlebniswelt und ein Indoorspielplatz
entstanden, waren es heuer ca. 188.000 Besucherinnen und Besucher,
das sind um zehn Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Nähere Informationen: Cornelia Ritzer, Presse NÖ
Landesausstellung, Tel.: 0664/60499240, E-Mail: cornelia.ritzer@
noeku.at . Aktuelle Infos sind auch laufend auf der Website noe-
landesausstellung.at zu finden.