Der Klassiker unter den Baufinanzierungen ist nach wie vor das sogenannte Annuitätendarlehen, also der ganz normale Ratenkredit mit fester Laufzeit, mit Raten und Tilgung. Der Ratenkredit ist jedoch nicht die einzige Möglichkeit, um den Traum vom eigenen Haus zu erfüllen, es gibt Alternativen wie zum Beispiel Fondshypotheken, Fremdwährungsdarlehen und Versicherungskredite. Allerdings sind diese Alternativen mit Vorsicht zu genießen, denn sie bergen Gefahren und sind oftmals teurer als ein normaler Immobilienkredit.

Das variable Darlehen

Wer vielleicht bei CMC Markets erfolgreich mit CFDs gehandelt hat und das gut angelegte Geld gerne in eine Immobilie investieren möchte, der braucht nicht selten noch einen Kredit für die Finanzierung. Auch wenn die Zinsen für Immobilienkredite aktuell sehr niedrig sind, nicht jeder kann sich mit einem klassischen Ratenkredit anfreunden und sucht vielleicht nach einer Alternative. Eines der am häufigsten genutzte Alternative ist ein sogenanntes Geldmarktdarlehen mit variablen Zinsen. Als Maßstab für die Berechnung der Zinsen gilt der Dreimonats-Euribor, ein Zinssatz, zu dem sich die Banken untereinander Geld leihen. Diese Alternative zum Immobilienkredit sieht auf den ersten Blick verlockend aus. In diesem Zusammenhang sollte aber immer beachtet werden, dass sich die Zinslage nach drei Monaten auch deutlich verschlechtert haben kann, und dann zahlt der Kreditnehmer auf jeden Fall drauf.

Wie attraktiv ist die Fondshypothek?

Zu den bekannten Alternativen zum Immobilienkredit gehört auch die sogenannte Fondshypothek. In diesem Fall tilgt der Kunde keinen Kredit, sondern kauft jeden Monat Anteile an einem Aktienfonds, die er anschließend als Pfand bei der Bank hinterlegt. Wenn die Laufzeit des Darlehens endet, dann dient das Vermögen aus dem Aktienfonds als Tilgung. Bei dieser Variante liegt der Vorteil darin, dass die Rendite aus dem Aktienfonds höher ausfällt als die eigentliche Kreditsumme. Ist das aber nicht der Fall, dann kann es für den Kreditnehmer sehr teuer werden. Experten warnen vor einem solchen Fondsdarlehen, denn bei den meisten Fondssparplänen, die vor zehn oder 15 Jahren abgeschlossen wurden, ist heute kein Gewinn mehr zu erwarten und die Kreditnehmer haben sehr viel Geld verloren.

Lohnt sich ein Versicherungsdarlehen?

Eine andere Möglichkeit zur klassischen Immobilienfinanzierung ist das Versicherungsdarlehen. Bei dieser Form wird der Kredit mit einer Kapitallebensversicherung kombiniert. Mit der Summe der Auszahlung der Lebensversicherung und der Garantieleistung plus Überschüssen wird am Ende der Laufzeit dann die Kreditsumme getilgt. Auch hier warnen Experten, denn Lebensversicherungen haben durch die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank sehr viel von ihrem Glanz verloren, nur in sehr seltenen Fällen reicht das Geld aus der Versicherung am Ende der Laufzeit aus, um die Summe des Kredits zu tilgen.