Wien (OTS) – Die Initiative „Wien auf Zeit“ ermöglicht Bewerberinnen
und
Bewerbern, die die Aufnahmeanforderungen für den Polizeiberuf
erfüllen, auf freiwilliger Basis nach ihrer zweijährigen
Grundausbildung drei Jahre lang Außendiensterfahrung in Wien zu
sammeln. Die Rückkehr ins Heimatbundesland nach fünf Jahren ist
vertraglich garantiert.

Die Initiative „Wien auf Zeit“ trägt dazu bei, den erhöhten
Personalbedarf in der Bundeshauptstadt Wien effizient abzudecken.
„Wien auf Zeit“ bietet angehenden Polizistinnen und Polizisten die
Möglichkeit, für eine Landespolizeidirektion außerhalb von Wien
aufgenommen zu werden und durch eine vertraglich geregelte
vorübergehende Verwendung dennoch Diensterfahrungen in der Großstadt
sammeln zu können.

Innenminister Gerhard Karner: „,Wien auf Zeit‘ für Wien stärkt
die Wiener Polizei und mittelfristig auch die Polizei in ganz
Österreich. Damit wird auch weiterhin in die Sicherheit der
Bevölkerung investiert.“

Auch weiterhin Aufnahmen direkt in allen Bundesländern

Reguläre direkte Aufnahmen in allen Bundesländern bleiben von der
neuen Initiative unberührt und wird es auch weiterhin geben. „Wien
auf Zeit“ bietet eine zusätzliche Möglichkeit, die personelle
Stärkung fortzusetzen und gerade jungen Polizistinnen und Polizisten
die Chance auf polizeiliche Einsatzerfahrung in einer Großstadt zu
bieten – allerdings mit Rückkehrgarantie in ihr Heimatbundesland nach
fünf Jahren. Die Initiative sieht auch die Möglichkeit einer
freiwilligen zweijährigen Verlängerung vor oder – falls sich
Beamtinnen und Beamte aus privaten oder beruflichen Gründen dafür
entscheiden – die Möglichkeit einer dauerhaften Versetzung nach Wien.

Die ersten Aufnahmen für „Wien auf Zeit“ erfolgen im Dezember
2026, weitere sind je nach Bedarf für März, Juni, September und
Dezember 2027 sowie in den Folgejahren vorgesehen. Die Bewerbung für
„Wien auf Zeit“ ist über die Jobbörse der Republik Österreich und
über die Homepage www.polizeikarriere.at möglich.

Bestehende Versetzungs-Wartelisten werden verkürzt

„Wien auf Zeit“ hat aber auch einen positiven Aspekt für all jene
Wiener Polizistinnen und Polizisten, die schon jetzt auf eine
Versetzung in ein anderes Bundesland warten. Die Initiative wird die
Versetzung jener derzeit rund 500 Wiener Polizistinnen und
Polizisten, die in ein anderes Bundesland versetzt werden wollen,
deutlich beschleunigen. Denn mindestens zehn Prozent der Zahl der
über „Wien auf Zeit“ aufgenommenen Bediensteten werden von den
bestehenden Wartelisten in ihr Heimatbundesland zurückversetzt. Bei
beispielsweise 200 Aufnahmen für „Wien auf Zeit“ in einem Jahr
bedeutet das mindestens 20 zusätzliche Versetzungen von Wien in
andere Bundesländer.