St. Pölten (OTS) – „Weder darf die Sicherheit der Bevölkerung durch
neue Dienstpläne
gefährdet werden noch dürfen Polizeibeamte massive Nachteile
erleiden! Wie erwartet, zeigen die ersten Erfahrungen mit dem neuen
Dienstzeitmodell bei der Polizei erhebliche Probleme auf. Deshalb
fordern wir, den laufenden Probebetrieb umgehend zu stoppen und
gemeinsam mit den Polizeibeamten eine praxistaugliche Lösung zu
erarbeiten“, erklärt SPÖ-Klubobmann Rene Zonschits und verkündet,
dass die SPÖ NÖ einen Antrag im NÖ Landtag eingebacht hat.
Nach ersten Rückmeldungen aus dem Bezirk Gänserndorf, wo das neue
Modell derzeit getestet wird, ist laut vorliegenden Dienstplänen an
mehreren Polizeiinspektionen keine durchgehende Besetzung vorgesehen.
Zonschits dazu: „Gerade bei dringenden Einsätzen muss gewährleistet
sein, dass ausreichend Polizeikräfte und notwendige Verstärkung rasch
verfügbar sind. Das betrifft sowohl die Sicherheit der Bevölkerung
als auch jene unserer Polizistinnen und Polizisten.“
Auch für die Polizeibediensteten drohen erhebliche
Verschlechterungen. So könnten künftig bis zu drei, in manchen
Monaten sogar vier Wochenenden mit Diensten belegt sein. Dazu kommen
Befürchtungen über finanzielle Einbußen und eine erschwerte
Vereinbarkeit von Beruf und Familie. „Unsere Polizistinnen und
Polizisten leisten tagtäglich hervorragende Arbeit. Sie verdienen
verlässliche Dienstpläne, faire Bezahlung und Arbeitsbedingungen, die
auch ein Familienleben ermöglichen. Eine Reform darf nicht auf ihrem
Rücken ausgetragen werden“, stellt Klubobmann Zonschits klar und
erinnert daran, dass sich der NÖ Landtag bereits im Juni einstimmig
gegen Verschlechterungen durch das neue Dienstzeitmanagement
ausgesprochen hat: „Ein sofortiger Stopp dieses Versuchs ist
unumgänglich! Es braucht eine praxistaugliche Lösung, die gemeinsam
mit den Betroffenen ausgearbeitet wird!“