Wien (OTS) – Wie kann ein Gesundheitswesen klimaneutral werden, ohne
Kompromisse
bei Versorgungssicherheit, medizinischer Qualität und
Wirtschaftlichkeit einzugehen? Diese zentrale Zukunftsfrage steht im
Mittelpunkt des Vienna Healthcare Net Zero Summit, der am 3. November
2026 im Jugendstiltheater am Wiener Otto-Wagner-Areal stattfindet.
Gemeinsam mit dem Wiener Gesundheitsverbund (WIGEV) bringen
Industriemedien mit den Brands INDUSTRIEMAGAZIN und TGA die führenden
nationalen und internationalen Experten zusammen, um die
Dekarbonisierung des Gesundheitswesens entlang seiner gesamten
Wertschöpfungskette zu beleuchten.
Der Anspruch des Kongresses reicht dabei weit über
energieeffiziente Gebäude und nachhaltige Krankenhausinfrastruktur
hinaus. Von Bau und Facility Management über Energieversorgung und
Beschaffung bis hin zu Medizintechnik, Kreislaufwirtschaft und
pharmazeutischer Produktion stehen sämtliche Bereiche auf dem
Prüfstand, die den ökologischen Fußabdruck des Gesundheitswesens
maßgeblich beeinflussen.
Ein besonderer Höhepunkt des Kongresses ist der Vortrag von Petra
Michélsen, Leiterin der Nachhaltigkeitsarbeit am renommierten
Karolinska Universitätsklinikum in Stockholm . Das schwedische
Universitätsklinikum zählt zu den größten Europas und belegt 2026 im
Newsweek-Ranking „World’s Greenest Hospitals“ den ersten Platz in
Europa.
Zwtl.: Ein hochkarätiges Programm mit internationaler Expertise
Das Kongressprogramm verbindet strategische Weichenstellungen mit
konkreten Umsetzungsbeispielen führender Gesundheitseinrichtungen und
Technologieunternehmen.
Den Auftakt gestaltet Herwig Wetzlinger, Direktor des
Universitätsklinikums AKH Wien und Generaldirektor-Stellvertreter des
Wiener Gesundheitsverbunds . Er gibt Einblicke in die
Nachhaltigkeitsstrategie des WIGEV und die Herausforderungen bei der
Transformation großer Gesundheitseinrichtungen.
In ihrer Eröffnungskeynote beleuchtet Ruperta Lichtenecker von
der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) den nationalen Fahrplan zu einem
klimaneutralen Gesundheitswesen bis 2040. Im Fokus stehen politische
Rahmenbedingungen, strategische Zielsetzungen und konkrete Projekte
des Kompetenzzentrums Klima und Gesundheit.
Internationale Perspektiven liefert Simon Batt-Nauerz von der
Berliner Charité. Als Verantwortlicher für Infrastruktur und
Nachhaltigkeitsmanagement eines der führenden europäischen
Universitätsklinika zeigt er, wie Nachhaltigkeitsstrategien in
komplexen Krankenhausstrukturen umgesetzt werden können und welche
Maßnahmen tatsächlich Wirkung entfalten.
Mit Georg Stadlhofer, Präsident der IFMA Austria, und Doris Bele,
Präsidentin der Facility Management Austria (FMA), rückt die Rolle
des professionellen Facility Managements in den Mittelpunkt.
Energieeffizienz, intelligenter Ressourceneinsatz und nachhaltige
Betriebsführung zählen zu den entscheidenden Stellschrauben auf dem
Weg zum klimaneutralen Krankenhaus.
Zwtl.: Dekarbonisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette
Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal des Summits ist die
konsequente Betrachtung des gesamten Gesundheitssystems. Denn ein
erheblicher Teil der klimarelevanten Auswirkungen entsteht nicht
unmittelbar im Krankenhausbetrieb, sondern entlang der vorgelagerten
Liefer- und Produktionsketten.
Der zweite Kongressschwerpunkt widmet sich deshalb der
nachhaltigen medizinischen Versorgung, der Kreislaufwirtschaft sowie
der Transformation der Medizintechnik- und Pharmaindustrie.
Der Wiener Gesundheitsverbund präsentiert gemeinsam mit Philipp
Krabb von Accenture Österreich Ansätze für eine ressourcenschonende
medizinische Beschaffung. Im Mittelpunkt stehen konkrete
Produktgruppen, ihre CO₂- und Kosteneffekte sowie Möglichkeiten,
Kreislaufwirtschaft systematisch in Einkaufsentscheidungen zu
integrieren.
Ali Fakih von Health Care Without Harm Europe beleuchtet im
Rahmen der Initiative „Born Green Generation“, wie sich Kunststoffe
und problematische Chemikalien insbesondere in der Versorgung von
Neugeborenen und Kindern reduzieren lassen.
Mit Sebastian Heiner von Greiner Bio-One wird das Potenzial
zirkulärer Produktkonzepte in der Medizintechnik diskutiert. Dabei
geht es um innovative Materiallösungen, ressourcenschonendes
Produktdesign und die Frage, wie sich hohe medizinische
Sicherheitsstandards mit ökologischer Verantwortung verbinden lassen.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Dekarbonisierung der
pharmazeutischen Produktion. Gerwin Drexler-Schmid vom AIT Austrian
Institute of Technology stellt Forschungsergebnisse und
technologische Lösungsansätze für eine CO₂-arme beziehungsweise CO₂-
freie Wärme- und Kälteversorgung vor.
Zwtl.: Vom Klimaziel zur wirtschaftlich tragfähigen Umsetzung
Der Vienna Healthcare Net Zero Summit setzt bewusst auf konkrete
Lösungen statt auf allgemeine Absichtserklärungen. Die Transformation
des Gesundheitswesens verlangt erhebliche Investitionen, eröffnet
gleichzeitig aber auch neue Möglichkeiten für Innovation,
Effizienzsteigerung und eine langfristig wirtschaftliche
Betriebsführung.
Ergänzend zu den Fachvorträgen ermöglichen interaktive Net Zero
Speakers‘ Corners den direkten Austausch mit den Vortragenden. Ziel
ist es, Wissen und Erfahrungen über Branchen- und
Organisationsgrenzen hinweg zu vernetzen und konkrete Ansatzpunkte
für die Umsetzung zu schaffen.
Der Summit versteht sich damit als branchenübergreifende
Plattform für alle Akteure, die den Wandel zu einem klimaneutralen
Gesundheitswesen aktiv gestalten – von Krankenhausbetreibern und
politischen Entscheidungsträgern über Forschung und Facility
Management bis hin zu Industrie, Pharma und Medizintechnik.
Zwtl.: Vienna Healthcare Net Zero Summit 2026
Datum: 3. November 2026
Ort: Jugendstiltheater, Otto-Wagner-Areal, Wien
Veranstalter: FM Forum Industriemedien GmbH, gemeinsam mit dem
Wiener Gesundheitsverbund
Zielgruppe: Entscheidungsträger aus Gesundheitswesen,
Krankenhausmanagement, Bau, Facility Management, Energie,
Beschaffung, Medizintechnik, Pharmaindustrie, Wissenschaft und
Politik
Programm, Referenten und Anmeldung: