Wien (OTS) – Vor 20 Jahren stellte die WU als erste Universität
Österreichs ihre
Studienarchitektur auf das Bologna-System um. Im Wintersemester
2006/07 starteten die ersten Bachelorstudien, ein Jahr später folgten
die ersten Masterprogramme. Damit wurde die klassische Diplomstruktur
schrittweise durch ein gestuftes Studiensystem mit Bachelor-, Master-
und Doktorats- bzw. PhD-Programmen ersetzt. Heute bietet die WU drei
Bachelor-, 16 Master- sowie fünf Doktorats- und PhD-Programme an.
Seit der Umstellung wurden knapp 47.700 Studien abgeschlossen.

Die neue Studienarchitektur brachte auch einen gemeinsamen
europäischen Rahmen für Studienleistungen. Mit dem European Credit
Transfer and Accumulation System (ECTS) wurden Studienleistungen
vergleichbarer und der Wechsel zwischen Hochschulen im In- und
Ausland erleichtert. „Von der Bologna-Struktur profitieren
Studierende und der Standort Österreich: Bachelor- und
Masterabschlüsse machen Studienwege international anschlussfähig und
eröffnen Studierenden die Möglichkeit, ihr Studium an
unterschiedlichen Hochschulen fortzusetzen. Das stärkt auch die
internationale Anschlussfähigkeit des österreichischen
Hochschulstandorts“, sagt WU-Rektor Rupert Sausgruber.

Zwtl.: Neue Schwerpunkte, neue Programme, hohe Nachfrage

Was vor 20 Jahren mit den Bachelorstudien Wirtschafts- und
Sozialwissenschaften und Wirtschaftsrecht begann, ist heute eine
vielfältige und international ausgerichtete Studienlandschaft. Die
hohe Nachfrage nach allen drei Bachelorstudien unterstreicht diese
Entwicklung. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung auf
Masterebene: Mittlerweile umfasst das Angebot 16 Masterprogramme,
neun davon vollständig auf Englisch, was mehr als der Hälfte
entspricht. Auch innerhalb der Bachelorstudien haben sich Inhalte und
Wahlmöglichkeiten verändert.

Im Bachelorstudium Wirtschafts- und Sozialwissenschaften können
Studierende zwischen fünf Studienzweigen wählen. Mit „Wirtschaft –
Umwelt – Politik“ kam 2023 ein Schwerpunkt an der Schnittstelle von
Ökonomie, Gesellschaft, Politik und Umwelt hinzu. Demnächst startet
ein sechster Zweig in Business Analytics und Decision Sciences.

Wirtschaftsrecht verbindet unter der Marke JUS+ ein
rechtswissenschaftliches Studium mit wirtschaftlicher Kompetenz. Es
ist das nachgefragteste Jus-Studium Österreichs. 2026 traten 2.260
Bewerber*innen für 870 Studienplätze zur Aufnahmeprüfung an.

2018 erweiterte die WU ihr Angebot um das vollständig
englischsprachige Bachelorprogramm Business and Economics. Mit der
steigenden Nachfrage haben sich auch die Zugangsregeln verändert.
Während für die englischsprachigen Masterprogramme von Beginn an
Aufnahmeverfahren vorgesehen waren, gibt es mittlerweile für alle
drei Bachelorprogramme sowie für das deutschsprachige Masterprogramm
Management Aufnahmeverfahren.

Zwtl.: Bologna weiterentwickeln

20 Jahre nach der Umstellung ist Bologna für die WU damit weit
mehr als eine neue Studienstruktur geworden. Die Studienlandschaft
ist heute vielfältiger, internationaler und stärker spezialisiert als
2006. „Die Umstellung auf die Bologna-Struktur war für die WU ein
wichtiger Schritt, um unsere Studien international anschlussfähig
weiterzuentwickeln. Entscheidend ist, diesen Rahmen auch künftig zu
nutzen, um Studienangebote an neue wissenschaftliche und
gesellschaftliche Entwicklungen anzupassen und Studierenden gute
Möglichkeiten für ihren weiteren Weg zu eröffnen“, so Sausgruber.