Wien (OTS) – Wohnen beansprucht für manche Haushalte einen großen
Teil ihres
Budgets. Laut Statistik Austria gaben 2025 8 Prozent der Haushalte
mehr als 40 Prozent ihres Einkommens dafür aus. Wo würden die
Österreicher:innen Abstriche machen, um ihre Wohnkosten deutlich zu
senken? Die Innofact-Umfrage von ImmoScout24.at erhebt, welche
Nachteile sie für eine Ersparnis von einem Drittel in Kauf nehmen
würden. Kompromissbereit sind die Befragten vor allem bei optischen
Aspekten. Das Aussehen des Gebäudes ist verhandelbar, die Wohngegend
dagegen deutlich seltener.

Zwtl.: Ein längerer Arbeitsweg kommt infrage und lohnt sich auch

Für ein Drittel weniger Wohnkosten würden 27 Prozent in ein
weniger schönes Gebäude ziehen. Jeweils 24 Prozent könnten sich mit
weniger Wohnfläche oder einem fehlenden eigenen Parkplatz
arrangieren. Ein Fünftel würde Abstriche bei der Infrastruktur in der
Umgebung machen, 16 Prozent auf Zimmer verzichten.

Auch der Weg zur Arbeit ist verhandelbar: Knapp jede fünfte
Person würde länger pendeln, wenn sie dadurch ihre Wohnkosten senken
könnte. Das könnte sich für viele auf der Suche nach Ersparnis
rechnen. Am Beispiel Wien zeigt sich, wie viel ein größerer
Suchradius ausmachen kann: Wer für eine 70-Quadratmeter-Wohnung 30
bis 60 Minuten Pendelzeit in Kauf nimmt, kann gegenüber einer
preiswerten Wiener Wohnlage rund 660 Euro Bruttomiete im Monat
sparen. Verglichen mit einer teuren Lage in Wien beträgt der
Unterschied sogar mehr als 1.000 Euro. Wie Miete und Fahrzeit
zusammenspielen, zeigt die ImmoScout24 Miet-Map für Wien und
Umgebung. Für eine Wohnung mit 70 Quadratmetern werden im günstigen
Wiener Bezirk Liesing durchschnittlich 1.320 Euro Bruttomiete fällig.
In Gänserndorf sind es durchschnittlich 900 Euro, bei einer Bahnfahrt
von rund 30 Minuten zum Wiener Praterstern. Von Wiener Neustadt
erreicht man den Wiener Hauptbahnhof ebenfalls in etwa 30 Minuten,
die durchschnittliche Angebotsmiete liegt dort bei 920 Euro. In
Purkersdorf und Neulengbach werden für vergleichbar große Wohnungen
jeweils 880 Euro verlangt, ein Drittel weniger als in Liesing.

„Wer auch im Umland von größeren Städten sucht, kann bei der
Miete deutlich sparen. Orte mit guter Bahnanbindung zeigen, dass ein
längerer Arbeitsweg für viele eine attraktive Möglichkeit ist, die
Wohnkosten zu senken“, sagt Markus Dejmek, Geschäftsführer von
ImmoScout24 Österreich.

Zwtl.: Bei Lärm und Wohngegend hört die Kompromissbereitschaft auf

Eine schlechtere öffentliche Anbindung würden 14 Prozent
akzeptieren, wenn es dafür billiger wird. Mit weniger Grünflächen in
der Umgebung können sich noch 13 Prozent arrangieren. Noch seltener
kämen eine schlechtere Ausstattung mit 7 Prozent oder eine lautere
Wohngegend mit 5 Prozent infrage. Mit einer insgesamt schlechteren
Wohngegend würden sich nur 4 Prozent zufriedengeben.

Zwtl.: Männer und junge Menschen eher kompromissbereit

Ein Viertel aller Befragten würde gar keinen der genannten
Nachteile hinnehmen. Unter den Frauen sind es 27 Prozent, unter den
Männern 23 Prozent. Auch das Alter macht einen Unterschied: Bei den
50- bis 65-Jährigen lehnen 33 Prozent jede Verschlechterung für
geringere Kosten ab, bei den 18- bis 29-Jährigen 16 Prozent. Die
Jüngeren könnten sich besonders häufig mit einem weniger schönen
Gebäude anfreunden. Für 38 Prozent wäre das ein akzeptabler Tausch
für niedrigere Wohnkosten.

Zwtl.: Über die Studie

Für die Umfrage hat die Innofact AG im April 2026 für ImmoScout24
535 Österreicher:innen von 18 bis 65 Jahren online repräsentativ für
die österreichische Bevölkerung befragt.

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Statistik Austria: Wohnkosten