Wien (OTS) – 75 Jahre nach der Verabschiedung der Genfer
Flüchtlingskonvention
geraten die Rechte von Menschen auf der Flucht zunehmend unter Druck.
Während die Zahl der Asylanträge in Europa 2026 zurückging, verloren
gleichzeitig mehr Menschen auf den Fluchtrouten über das Mittelmeer
ihr Leben als im Vorjahr. Zugleich drohen neue Regelungen des
Europäischen Asyl- und Migrationspakts den Zugang zu Schutz weiter zu
erschweren. Und auch der politische Ton gegenüber Menschen auf der
Flucht hat sich massiv verschärft.
Um auf diese Entwicklung aufmerksam zu machen, setzt die Caritas
der Erzdiözese Wien zum 15. Langen Tag der Flucht ein sichtbares
Zeichen: Mit einer 200 Meter langen roten Stoffbahn bilden
Schauspielerin Valerie Huber und zahlreiche Freiwillige eine „Roten
Linie für Menschlichkeit“ entlang der Kärntner Straße.
Mit der „Roten Linie für Menschlichkeit“ möchte die Caritas einen
Appell an Politik und Gesellschaft richten: „Menschenrechte sind
keine politische Verhandlungsmasse, sondern das Fundament einer
demokratischen und solidarischen Gesellschaft. Wer die Rechte
einzelner angreift, setzt letztlich die Rechte aller aufs Spiel“,
betont Initiator David Preukschat-Himler im Vorfeld der Aktion.
Interviewmöglichkeiten mit
– David Preukschat-Himler, Fachbereichsleiter Asyl & Integration,
Caritas Wien
– Valerie Huber, Schauspielerin
– Geflüchteten Menschen
– Freiwilligen
Wann: Freitag, 2. Oktober 2026, 10:00 Uhr
Wo: Stock-im-Eisen-Platz / Kärntner Straße, 1010 Wien