Linz (OTS) – Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat zwölf im Handel
erhältliche
Energydrinks im Labor auf Bisphenol A (BPA) untersuchen lassen. Das
Ergebnis ist erfreulich: In keiner Probe war BPA nachweisbar. Das
heißt aber nicht, dass der Konsum von Energydrinks unbedenklich ist.
Denn die hohen Mengen an enthaltenem Koffein und Zucker
beeinträchtigen den Schlaf und die Konzentrationsfähigkeit –
insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.

Im vergangenen Jahr hatte der deutsche ÖKO-TEST ebenfalls
Energydrinks unter die Lupe genommen und in 20 von 22 Proben BPA
gefunden. 18 Produkte schnitten mit dem Testergebnis „mangelhaft“
oder „ungenügend“ ab. Umso erfreulicher ist das Ergebnis der
aktuellen Untersuchung: einerseits, weil alle Produkte frei von BPA
sind und andererseits, weil der AK-Test aufzeigt, dass es möglich und
machbar ist, Dosen und Verpackungen ohne BPA herzustellen. Sichere
Verpackungen sollen und können dauerhaft zum Standard für alle
Produkte werden.

Fortpflanzungsgefährdend und hormonell wirksam
Bisphenol A kann aus Beschichtungen von Getränkedosen in das Getränk
übergehen. Die Europäische Chemikalienagentur ( ECHA ) stuft BPA als
fortpflanzungsgefährdend und hormonell wirksam ein. Die Europäische
Behörde für Lebensmittelsicherheit ( EFSA ) sieht bei der Aufnahme
über Lebensmittel ein Gesundheitsrisiko und verweist insbesondere auf
mögliche Effekte auf das Immunsystem.

Große Mengen an Koffein und Zucker
Das gute Ergebnis bei Bisphenol A sollte aber nicht darüber
hinwegtäuschen, dass der Konsum von Energydrinks gerade für Kinder
und Jugendliche problematisch sein kann. Denn die untersuchten
Energydrinks enthaltenen pro Dose oder Flasche bis zu 181,5 mg
Koffein und damit nahezu die Maximaleinzeldosis von 200 mg. Die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, die tägliche Aufnahme
von freiem Zucker auf maximal 50 Gramm zu beschränken. Drei Dosen
bzw. Flaschen der getesteten Energydrinks enthalten 65 Gramm Zucker.

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