Wien (OTS) – Wer beim Wohnungskauf über die Wiener Stadtgrenze
hinausblickt, kann
deutlich günstiger zum Eigentum kommen. Während eine 70 Quadratmeter
große Wohnung in Wien im Durchschnitt mit 471.000 Euro zu Buche
schlägt, liegen die Angebotspreise in vielen niederösterreichischen
Städten und Gemeinden erheblich darunter. Je nach Standort beträgt
die Ersparnis bis zu 280.000 Euro. Ein hoher Preisvorteil ist nicht
zwangsläufig mit einer langen Anreise verbunden. Das zeigt die
aktuelle Kauf-Map von ImmoScout24.at , für die rund 7.000
Wohnungsinserate in Wien-Umgebung analysiert wurden.
„Unsere Kauf-Map zeigt es deutlich: Wer bei der Wohnungssuche
über die Wiener Stadtgrenze hinausblickt, kann erheblich sparen.
Besonders interessant ist die Kombination aus Kaufpreis und
Zuganbindung. In Purkersdorf kostet eine 70-Quadratmeter-Wohnung
durchschnittlich 267.000 Euro und damit deutlich weniger als in Wien,
die schnellste Verbindung dauert nur 15 bis 18 Minuten. Auch St.
Pölten und Wiener Neustadt bieten einen deutlichen Preisvorteil bei
vergleichsweise kurzer Fahrzeit“, erklärt Markus Dejmek, Österreich-
Chef von ImmoScout24.
Zwtl.: Günstiges Eigentum entlang der Weststrecke
Am günstigsten ist eine 70-Quadratmeter-Wohnung im Vergleich im
Bezirk Melk. Mit durchschnittlich 184.000 Euro kostet sie dort
287.000 Euro beziehungsweise 61 Prozent weniger als in Wien. Die
schnellste Verbindung zum Wiener Hauptbahnhof dauert 50 bis 60
Minuten. Auch in Amstetten ist Eigentum mit 236.000 Euro
vergleichsweise günstig. Käufer:innen sparen gegenüber der
Bundeshauptstadt 235.000 Euro und erreichen den Hauptbahnhof Wien in
rund einer Stunde.
In St. Pölten werden für eine Wohnung dieser Größe
durchschnittlich 260.000 Euro verlangt. Das sind 211.000 Euro oder 45
Prozent weniger als in Wien. Gleichzeitig ist die Bundeshauptstadt in
circa einer halben Stunde erreichbar. In Neulengbach liegt der Preis
bei 267.000 Euro und damit um 204.000 Euro unter dem Wiener Niveau.
Für die schnellste Strecke nach Wien Westbahnhof sind 30 bis 40
Minuten einzuplanen.
Zwtl.: Kurze Fahrzeit, hoher Preisvorteil
Das stärkste Gesamtpaket aus niedrigen Kosten und guter
Erreichbarkeit bietet Purkersdorf. Für eine 70-Quadratmeter-Wohnung
werden dort im Schnitt 267.000 Euro verlangt. Interessenten zahlen
somit im Schnitt 204.000 Euro beziehungsweise 43 Prozent weniger als
in Wien und benötigen für die kürzeste Fahrt nur 15 bis 18 Minuten
zum Westbahnhof.
Auch Klosterneuburg ist vom Franz-Josefs-Bahnhof im 9. Bezirk in
nur 20 Minuten direkt erreichbar. Der durchschnittliche Kaufpreis
beträgt 336.000 Euro, wodurch sich ein Vorteil von 135.000 Euro
ergibt. Wiener Neustadt verbindet ebenfalls ein beträchtliches
Sparpotenzial mit einer überschaubaren Anreise. Bei einem Preis von
300.000 Euro bleiben Käufer:innen 171.000 Euro mehr im Budget, zum
Wiener Hauptbahnhof dauert es rund 30 Minuten.
In Baden kostet eine vergleichbare Wohnung durchschnittlich
333.000 Euro. Das entspricht einer Differenz von 138.000 Euro, bei
einer Fahrtdauer von 20 Minuten zum Hauptbahnhof. Wolkersdorf ist von
der U1 Station Leopoldau in 15 Minuten erreichbar. Mit einem Wert von
353.000 Euro liegt der Ort um 118.000 Euro unter der
Bundeshauptstadt.
Zwtl.: Auch im weiteren Umland bleibt das Sparpotenzial hoch
In Hollabrunn kostet eine 70-Quadratmeter-Wohnung im Durchschnitt
290.000 Euro und damit 181.000 Euro weniger als in Wien. Die Anreise
nimmt in etwa 50 Minuten in Anspruch. In Tulln und Klosterneuburg
werden jeweils 336.000 Euro fällig, in Mistelbach 353.000 Euro.
Gänserndorf kommt auf 356.000 Euro, Krems auf 361.000 Euro. Damit
bewegen sich die Preisvorteile zwischen 110.000 und 135.000 Euro.
Selbst im unmittelbaren Wiener Umland ist Wohneigentum teilweise
günstiger. In Schwechat und Bruck an der Leitha kostet eine Wohnung
dieser Größe jeweils rund 377.000 Euro. Gegenüber Wien entspricht das
einem durchschnittlichen Minus von 94.000 Euro beziehungsweise 20
Prozent. Von Schwechat aus ist Wien Mitte in 20 Minuten erreichbar,
von Bruck an der Leitha dauert die Fahrt zum Hauptbahnhof rund 30
Minuten.
In Korneuburg, Stockerau und Gerasdorf liegt der
Durchschnittswert bei 419.000 Euro. Das sind 52.000 Euro oder 11
Prozent weniger als in Wien. Nahezu auf dem Niveau der
Bundeshauptstadt befindet sich hingegen Mödling. Mit 465.000 Euro
fällt eine 70-Quadratmeter-Wohnung dort lediglich 6.000 Euro
beziehungsweise rund ein Prozent günstiger aus.
Eine Karte mit Preisen finden Sie im Anhang!
Über die Datenanalyse
Die im September 2026 durchgeführte Analyse basiert auf 6.992
Datenpunkten aus den ersten sechs Monaten der Jahre 2025 und 2026 der
auf ImmoScout24.at veröffentlichten Angebote. In der Gesamtanalyse
für das erste Halbjahr 2026 wurden für Wien und Niederösterreich
43.485 Datenpunkte miteinbezogen. Dabei handelt es sich um alle auf
der Plattform angebotenen Immobilien, die derzeit zum Kauf zur
Verfügung stehen, d.h. sowohl Bestandsimmobilien als auch Neubauten.
Als Berechnungsmethode für das statistische Mittel wurde der Median
gewählt. Der Median hat im Gegensatz zum Mittelwert den Vorteil, dass
er nicht durch wenige extrem billige oder wenige extrem teure Objekte
verzerrt wird.