Wien (OTS) – Der Tourismus zählt in Österreich zu den wichtigsten
Wirtschaftszweigen und ist ein zentraler Motor für regionale
Wertschöpfung, insbesondere in ländlichen Räumen. Gleichzeitig steht
die Tourismusbranche vor großen Herausforderungen: steigende
Anforderungen an wirtschaftliche Resilienz, Digitalisierung sowie
Konsum- und Reisegewohnheiten, die sich dynamisch wandeln.
Auf Basis der Vision T als neuer Tourismusstrategie ist das
Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET)
bestrebt, Österreichs Tourismusdestinationen bei der Entwicklung zu
wettbewerbsfähigen, resilienten und ganzjährig attraktiven Lebens-
und Wirtschaftsräumen zu unterstützen und legt dabei den Fokus auf
die Balance aus Wertschöpfung, Wertschätzung und Werterhalt.
Bereits bei der Erarbeitung der Vision T wurde in zahlreichen
Workshops mit Expertinnen und Experten deutlich, wie wichtig eine
ausgewogene Tourismusentwicklung, Besucherlenkung, Akzeptanz in der
Bevölkerung und gut gestaltete Beteiligungsprozesse sind. Dieses
harmonische Zusammenspiel ist die Basis eines einzigartigen
Wettbewerbsvorteils, auf den auch Tourismus-Staatssekretärin
Elisabeth Zehetner nachdrücklich hinweist: „Die Vision T gibt die
Richtung vor: Wir wollen einen Tourismus, der wirtschaftlich
erfolgreich ist, von den Menschen getragen wird und gleichzeitig das
erhält, was Österreich besonders macht. Die aktuellen Zahlen zeigen,
dass die Ausgangslage stark ist. Jetzt geht es darum, diese Stärke
durch gezielte regionale Schritte in den Bereichen
Lebensraummanagement und Tourismusakzeptanz langfristig abzusichern.“
Zwei neue Publikationen unterstützen den Wissenstransfer in die
Regionen. Die Broschüre „Find the right balance – Anregungen und
Praxisbeispiele für nachhaltig ausgewogenen Tourismus“ des BMWET
erscheint in zweiter Auflage. Sie zeigt, wie sich Unbalanced Tourism
frühzeitig erkennen lässt und welche Maßnahmen einer ausgewogenen
Tourismusentwicklung dienen. Darüber hinaus stellt sie 16 Projekte
aus dem Förderungsaufruf 2024/2025 des BMWET als konkrete Beispiele
aus der Praxis vor.
Ergänzend dazu haben die Österreich Werbung und das BMWET den
Leitfaden „How to: Partizipationsprozesse im Tourismus“ entwickelt.
Er unterstützt Tourismusverantwortliche mit konkreten Methoden,
Werkzeugen und Good-Practice-Beispielen bei der Planung und Umsetzung
professioneller Beteiligungsprozesse.
„Die Bewohnerinnen und Bewohner der Tourismusregionen sind
wesentliche Stakeholder der Tourismusentwicklung. Deshalb haben wir
gemeinsam mit dem BMWET den Leitfaden erstellt: Er bietet
Destinationen eine praxisnahe Orientierungshilfe, um
Beteiligungsprozesse professionell zu organisieren: von der ersten
Frage bis zur Entscheidung. Damit wir im Miteinander an der
langfristigen Wirkung und Zukunftsfähigkeit des Tourismus arbeiten“,
sagt ÖW-CEO Astrid Steharnig-Staudinger.
Zwtl.: Von der Strategie in die Umsetzung
Die neuen Publikationen sind Teil der laufenden Umsetzung der
Vision T auf regionaler Ebene. Ergänzend dazu hat das BMWET diese
Woche den Förderungsaufruf „Regionale Zukunftsperspektiven im
Tourismus“ gestartet. Insgesamt stehen 500.000 Euro für Projekte zur
Weiterentwicklung und Umsetzung von Lebensraumkonzepten sowie für
Maßnahmen zur Stärkung der Tourismusakzeptanz zur Verfügung.
Vollständige Förderungsansuchen können bis 15. November 2026
eingereicht werden.
„ Mit der Vision T haben wir eine klare Richtung für den
österreichischen Tourismus vorgegeben. Jetzt geht es darum, diese
Strategie in den Regionen mit Leben zu erfüllen. Wir schaffen dafür
die richtigen Rahmenbedingungen, geben Orientierung und unterstützen
konkrete Projekte, damit aus strategischen Zielen spürbare
Verbesserungen vor Ort werden “, so Zehetner.
Beide Publikationen stehen kostenlos zum Download bereit:
Find the right balance – Anregungen und Praxisbeispiele für
nachhaltig ausgewogenen Tourismus
How to: Partizipationsprozesse im Tourismus