Wien/Zürich/Düsseldorf (OTS) – Arbeitgeber präsentieren sich
Bewerbenden digital immer
umfangreicher: Sie zeigen ihre Mitarbeitenden, kommunizieren Benefits
und Weiterbildung und bauen ihre Präsenz auf Social Media aus. Wer
hingegen persönlich Kontakt aufnimmt, hat zunehmend schlechte Karten.
Rund 72 % der untersuchten Arbeitgeber im DACH-Raum ließen eine
konkrete Frage eines potenziellen Bewerbers unbeantwortet.
Das zeigt die aktuelle BEST-RECRUITERS-Studie 2025/26. Insgesamt
wurden 1.500 Arbeitgeber in Deutschland, Österreich und der Schweiz
entlang der Candidate Journey untersucht. Die Studie zeigt, was
Bewerbende heute von potenziellen Arbeitgebern erwarten können – und
wo diese Erwartungen häufig enttäuscht werden.
Zwtl.: Mehr Einblicke: Arbeitgeber zeigen, was und wer hinter ihnen
steckt
Wer sich über einen potenziellen Arbeitgeber informiert, bekommt
heute mehr Einblicke als noch vor einem Jahr. 81 % der untersuchten
Arbeitgeber im DACH-Raum setzen auf ihren Karriere-Websites auf
Testimonials der eigenen Mitarbeitenden , im Vorjahr waren es 77 %.
Auch Benefits werden sichtbarer: Ihr Anteil auf Karriere-Websites
stieg von 72 % auf 79 %.
Knapp jeder zweite Arbeitgeber verfügt außerdem über eine eigene
Karrierepräsenz auf Instagram – der Anteil stieg DACH-weit von 45 %
auf 49 %.
Auch bei Stellenanzeigen zeigt sich, dass Arbeitgeber nicht nur
Forderungen stellen können: In rund jeder zweiten Stellenanzeige im
DACH-Raum gibt es mehr Anreize als Anforderungen. Besonders häufig
ist das in Österreich und Deutschland der Fall, deutlich seltener in
der Schweiz.
„Bewerbende wollen wissen, worauf sie sich einlassen. Ein
authentischer Einblick in das Unternehmen, konkrete Benefits und
Informationen über Entwicklungsmöglichkeiten helfen dabei, schon vor
der Bewerbung eine fundierte Entscheidung zu treffen. Arbeitgeber
haben erkannt, dass sie sich heute ebenso bei Talenten bewerben
müssen wie umgekehrt“ , erklärt Studienleiter Christian Pasteka.
Zwtl.: Digital präsent – aber persönlich schwer erreichbar
Mehr Information im digitalen Auftritt bedeutet allerdings nicht
automatisch mehr persönliche Kommunikation. Im Rahmen der Studie
kontaktierte ein fiktiver Bewerber die Arbeitgeber mit einer
konkreten Frage zur Verwendung von KI im Arbeitsalltag.
Das Ergebnis: Rund 72 % der Arbeitgeber im DACH-Raum antworteten
überhaupt nicht. Im Vorjahr waren es rund 50 %.
Auch eine direkte Ansprechperson ist keineswegs
selbstverständlich. Nur rund 36 % der untersuchten Arbeitgeber im
DACH-Raum nennen auf ihrer Karriere-Website eine HR-Kontaktperson,
die Bewerbenden aller Zielgruppen zur Verfügung steht .
„Eine attraktive Karriere-Website ist wichtig – aber Candidate
Experience findet nicht nur auf dem Bildschirm statt. Spätestens wenn
Bewerbende eine konkrete Frage haben, wird aus digitaler
Kommunikation ein persönlicher Kontakt. Wer hier keine Antwort
erhält, nimmt diese Erfahrung in die Entscheidung für oder gegen
einen Arbeitgeber mit“ , so Pasteka.
Zwtl.: Wer schnelle Antworten will, muss sich in Österreich bewerben
Mystery Shopping – aber für Jobs: Mit insgesamt 7.500 Bewerbungen
wurden die Bewerbungsverfahren der Arbeitgeber auf Herz und Nieren
getestet. 89 % davon wurden grundsätzlich beantwortet, aber
unterschiedlich rasch. Bewerbungen in Österreich wurden am
schnellsten beantwortet : Hier kam eine Einladung oder Absage nach
durchschnittlich 6,8 Werktagen . Länger warten Bewerbende in der
Schweiz : Hier beträgt der Durchschnitt 7,4 Werktage . In Deutschland
warten Bewerbende sogar durchschnittlich 9,7 Tage . Hier kann man
also gut und gerne mit einer Wartezeit von zwei Wochen rechnen.
Zwtl.: Über Geld spricht vor allem Österreich
Was man vor einer Bewerbung über das mögliche Gehalt erfährt,
hängt stark davon ab, in welchem DACH-Land man nach einem Job sucht.
In Deutschland enthalten 95 % der untersuchten Stellenanzeigen
keine Gehaltsangabe oder Gehaltsspanne , in der Schweiz sind es knapp
96 % . Österreich bietet ein völlig anderes Bild: Hier enthalten nur
rund 13 % keine Gehaltsinformation . Die unterschiedlichen
gesetzlichen Rahmenbedingungen spielen dabei eine wesentliche Rolle:
In Österreich bestehen bereits Vorgaben zur Gehaltsangabe, während
Deutschland vor der Umsetzung der europäischen
Entgelttransparenzvorgaben steht. Hier sollten Bewerbende 2027 also
bereits mehr Informationen erhalten. In der Schweiz gibt es keine
vergleichbare Verpflichtung.
Zwtl.: Wer bietet beste Recruiting-Qualität im DACH-Raum?
Dass hochwertige Recruiting-Prozesse über die gesamte Candidate
Journey möglich sind, zeigen die bestplatzierten Arbeitgeber der
Studie.
Die Top-Recruiter 2025/26 im DACH-Raum
1. KPMG AG (Schweiz) | 2. Bundesrechenzentrum GmbH (Österreich) |
3. HOFER KG (Österreich) | 4. PROMEA Sozialversicherungen (Schweiz) |
5. Migros Bank AG (Schweiz) ] 6. BIG Bundesimmobiliengesellschaft
m.b.H. (Österreich) | 7. Hays Österreich GmbH (Österreich) | 8.
VERBUND AG (Österreich) | 9. Helsana Versicherungen AG (Schweiz) |
10. Eurest Restaurationsbetriebs-GmbH (Österreich) | 13. Klüh Service
Management GmbH (Deutschland)
Zwtl.: Recruiting-Qualität als Orientierung für Bewerber
Was steht in der Stellenanzeige? Wie einfach funktioniert die
Bewerbung? Erhalte ich eine Antwort auf meine Fragen? Und wie geht
ein Arbeitgeber tatsächlich mit meiner Bewerbung um?
BEST RECRUITERS untersucht Recruiting entlang der gesamten
Candidate Journey. Dabei liegt der Fokus darauf, was Bewerbende im
Prozess erleben und welche Informationen sie erwarten können.
Das BEST-RECRUITERS-Siegel kennzeichnet Arbeitgeber, die
überdurchschnittliche Recruiting-Qualität erreichen. Für Bewerber
bietet es damit Orientierung bereits bei der Jobsuche: Es macht
Arbeitgeber sichtbar, die Qualität im Bewerbungsprozess unter Beweis
stellen.
Weiterführende Informationen
Auf unserer Website finden Sie die länderspezifischen Rankings .
Detailergebnisse zu den einzelnen Ländern sind im jeweiligen
Studienexzerpt einsehbar, zum Download im Pressebereich .
Über BEST RECRUITERS
BEST RECRUITERS untersucht seit 2010 die Recruiting-Qualität im
DACH-Raum. Die Bewertung basiert auf rund 330 Kriterien in zehn
Kategorien entlang der Candidate Journey. Für überdurchschnittliche
Leistungen werden Gütesiegel in Gold, Silber und Bronze vergeben. Die
Top 20 im DACH-Raum erhalten darüber hinaus das DACH-Siegel in
Burgunder.
Alle Infos zur Studie und Methodik sind hier als Video abrufbar.