Wien (OTS) – Meist eher unbemerkt von der Bevölkerung sind derzeit
knapp 1.000
Soldatinnen und Soldaten des Bundesheeres im In- und Ausland im
Einsatz. Im August stehen rund 540 Soldaten bei Auslandseinsätzen im
Dienst, weitere 480 sind im Inland eingesetzt.
Im Inland leisten mehr als 400 Soldaten einen
sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz an den Grenzen im
Burgenland, in der Steiermark, in Kärnten und in Tirol. Sie
unterstützen die Polizei bei der Überwachung der „grünen Grenze“.
Mehr als 80 weitere Soldaten sind in Wien im sicherheitspolizeilichen
Assistenzeinsatz und bewachen Botschaften sowie Objekte der
Israelitischen Kultusgemeinde. Diese Einsätze werden nur von
qualifiziertem Kaderpersonal oder speziell geschulten Milizsoldaten
durchgeführt.
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betont die Bedeutung
dieser Einsätze: „Die 1.000 Soldaten, die sowohl im In- als auch im
Ausland ihren Dienst versehen, zeigen, dass das Bundesheer ein
wichtiger Garant für die österreichische Sicherheit ist. Damit die
Einsätze gut und professionell abgewickelt werden können, braucht es
modernes Gerät und gut ausgebildetes Personal. Hier werden wir den
Weg der Mission Vorwärts und des Aufbauplans 2032 konsequent
fortführen, um weiterhin verlässlich für die Sicherheit Österreichs
zu sorgen.“
Bei den Auslandseinsätzen ist das größte Kontingent des
Bundesheeres mit rund 170 Soldaten im Libanon stationiert. Stark
bleibt auch das österreichische Engagement auf dem Balkan: 150
Soldaten sind im Rahmen der KFOR im Kosovo im Einsatz, weitere 220
bei EUFOR in Bosnien und Herzegowina. Weniger bekannt sind die
zahlreichen kleineren Auslandseinsätze, an denen das österreichische
Bundesheer beteiligt ist. Dazu zählen Georgien mit vier Soldaten,
Armenien mit einem, Moldau mit zwei, die Westsahara mit vier, das
Mittelmeer mit fünf, Zypern mit drei, Griechenland mit zwei, der Nahe
Osten mit zwei und Jordanien mit sechs Soldaten. Die Auslandseinsätze
erfolgen auf Grundlage von Mandaten der Vereinten Nationen, der OSZE
oder der Europäischen Union.
Zu den knapp 1.000 Soldaten, die dauerhaft im Einsatz stehen,
kommen kurzfristige Hilfseinsätze nach Naturkatastrophen. Unter dem
Motto „Schutz und Hilfe“ waren Soldaten heuer unter anderem nach
einem Murenabgang in Sölden im Einsatz. Gefordert waren dabei auch
die Luftstreitkräfte. Bereits im Februar rückten
Bundesheerhubschrauber aufgrund der massiven Schneefälle und der
damit verbundenen Lawinengefahr aus. 17-mal wurden
Bundesheerhubschrauber heuer bereits zur Waldbrandbekämpfung
angefordert. Zweimal wurden im Juni im Kaunertal Menschen nach
Unwettern mit Hubschraubern ausgeflogen.