Wien (OTS) – Wiens Radwegnetz wächst stetig weiter: Nun ist der rund
400 Meter
lange Lückenschluss in der Oberen Donaustraße zwischen
Rembrandtstraße und Scholzgasse im 2. Bezirk fertiggestellt worden –
und das in kosteneffizienter Leichtbauweise. Diese Methode
funktioniert bereits am Neubaugürtel, auf der Nordbergbrücke oder in
der Leopold-Ferstl-Gasse. Der neue Zwei-Richtungs-Radweg in der
Oberen Donaustraße schließt eine wichtige Lücke entlang des
Donaukanalradwegs zwischen 2. Und 20. Bezirk und bindet die neuen
Wohngebäude im Gebiet optimal an das Hauptradverkehrsnetz an. Von der
Umgestaltung profitieren nicht nur Radfahrende: Neue Grünflächen,
zusätzliche Bäume und verbesserte Querungsmöglichkeiten auch für
Fußgänger*innen sorgen in Zukunft für mehr Sicherheit und verbessern
die Aufenthaltsqualität im Grätzl. Bäume werden im Herbst gepflanzt,
ebenso werden Grünflächen und Beete gestaltet, so bald es kühler
wird.
„Wir bauen unser Radwegnetz in Wien auch heuer – trotz
Konsolidierungsbedarf – konsequent weiter aus: Die innovative
Leichtbauweise, die hier zum Einsatz kommt, schafft Sicherheit,
ermöglicht zusätzliche Begrünung und spart dabei Kosten – eine Win-
win-Situation! Durch den Lückenschluss in der Oberen Donaustraße
gehören lästige Umwege und Wartezeiten für Radler*innen nun der
Vergangenheit an. Auch Fußgänger*innen profitieren künftig von mehr
Begrünung und Beschattung, im Herbst kommen entlang der Route 13
Grünbeete und 12 Bäume im öffentlichen Raum. Wichtig das ist, hat
nicht zuletzt der vergangene Sommer wieder gezeigt“, so
Mobilitätsstadträtin Ulli Sima, die sich beim Bezirk und allen
beteiligten Dienststellen für ihren Einsatz bedankt.
„Für die Leopoldstadt ist dieser Lückenschluss ein wichtiger
Schritt, denn die Obere Donaustraße ist eine zentrale Verbindung für
den Radverkehr. Mit dem neuen Zwei-Richtungs-Radweg wird die Strecke
deutlich direkter und sicherer. Gleichzeitig nutzen wir die
Umgestaltung, um mehr Grün und zusätzliche Aufenthaltsqualität ins
Grätzl zu bringen. So entsteht eine Lösung, von der alle Bürgerinnen
und Bürger gleichermaßen profitieren“ so Alexander Nikolai,
Bezirksvorsteher des 2. Bezirks.
Sichere und durchgängige Radverbindung zwischen Leopoldstadt und
Brigittenau
Die Obere Donaustraße verbindet den 2. mit dem 20. Bezirk und
stellt eine wichtige Achse im Wiener Hauptradverkehrsnetz dar. Auf
dem rund 400 Meter langen Abschnitt zwischen Rembrandtstraße und
Scholzgasse fehlte bislang eine durchgängige Verbindung. Radfahrende
mussten in diesem Bereich die Straßenseite wechseln. Dieser mühsame
Umweg ist nun Geschichte: Der neu errichtete Zwei-Richtungs-Radweg
schließt nahtlos an die bestehenden baulich getrennten Zwei-Richtungs
-Radwege in der Oberen Donaustraße an und ermöglicht dadurch eine
komfortable Fahrt von der Leopoldstadt in die Brigittenau. Der neu
errichtete Lückenschluss sorgt für mehr Sicherheit und eine deutliche
Verbesserung der Radinfrastruktur in der Leopoldstadt.
NEOS Wien Klubvorsitzende Selma Arapovic: „Seit sechs Jahren
bauen wir als Aufschwungskoalition das Wiener Radnetz konsequent aus
– mit insgesamt fast 280 Projekten für sichere Wege im Alltag. Auf
der Oberen Donaustraße zeigt sich das wieder konkret: Mit der
kosteneffizienten Leichtbauweise schaffen wir eine sichere, begrünte
und komfortable Verbindung zwischen Leopoldstadt und Brigittenau. Das
bedeutet das Ende gefährlicher Straßenquerungen für Radfahrende und
bringt zeitgleich mehr Sicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger.
Mit diesem Projekt wird gezeigt, dass auch mit knappem Budget
konkrete Verbesserungen möglich sind“.
Zusätzliche Begrünung für das neue Grätzl in der Leopoldstadt
Neben einer komfortablen Radverbindung profitiert das Grätzl auch
von mehr Begrünung: Zwölf zusätzliche Bäume erweitern ab Herbst
dieses Jahres gemeinsam mit rund 170 qm neuer Grünflächen den Bestand
entlang des Donaukanals und erhöhen somit die Aufenthaltsqualität
auch für Fußgänger*innen maßgeblich. Nach Fertigstellung der
angrenzenden Hochbaustelle gegenüber vom Wettsteinpark werden in
diesem Abschnitt der Oberen Donaustraße weitere Bäume und Grünflächen
errichtet. Zusätzlich schaffen 24 neue Radabstellmöglichkeiten ein
attraktiveres Angebot für den Radverkehr.
Innovative Bauweise spart Kosten und nutzt Synergien
Zum Einsatz kommt in der Oberen Donaustraße eine innovative und
kosteneffiziente Leichtbauweise: Der Radweg wird nicht wie sonst
üblich auf erhöhtem Niveau geführt und mit Randstein abgetrennt,
sondern er bleibt auf Straßenniveau. Als Abgrenzung zum Kfz-Verkehr
dienen Pkw- und Radabstellflächen, neue Grünflächen mit
Baumpflanzungen sowie ein markierter Schutzstreifen. Klar ist, dass
die Sicherheit der Radfahrenden gewährleistet ist.
Neu gestaltete Gehsteigvorziehungen verbessern die
Sichtbeziehungen in den Kreuzungsbereichen für alle
Verkehrsteilnehmer*innen und erhöhen zudem die Sicherheit an den
Kreuzungen. Auch Fußgänger*innen profitieren von neuen und
verbesserten Querungsmöglichkeiten entlang des Abschnitts.
Auch bei diesem Projekt wurden Synergieeffekte bestmöglich
genutzt. Bereits vor der Errichtung des neuen Radwegs wurden die
Wasserleitungen in der Oberen Donaustraße durch die MA 31 – Wiener
Wasser erneuert.
Stadt Wien setzt auf innovative Lösungen für Lückenschlüsse
Die Radwegoffensive hat in den vergangenen Jahren in Wien
ordentlich Kilometer gemacht, um genau zu sein bereits mehr als 100
Kilometer allein im Hauptradwegenetz. Heuer wird auf weitere
Lückenschlüsse und wo immer möglich, auf besonders kosteneffiziente
Leichtbauweisen gesetzt. Neben der Oberen Donaustraße wurde diese
Bauweise erst kürzlich in der Leopold-Ferstl-Gasse im 21. Bezirk
umgesetzt. Auch in der Althanstraße im 9. Bezirk entsteht heuer ein
kosteneffizienter Radweg in Leichtbauweise, der die Anbindung des
Grätzls nachhaltig verbessert. In ähnlichen Varianten hat sich die
Leichtbauweise bereits am Neubaugürtel sowie an der Nordbergbrücke
bewährt.
Wien baut das Radwegenetz 2026 konsequent weiter aus
Im sechsten Jahr in Folge setzt die Stadt Wien ihre Radweg-
Offensive fort: Mit 33 neuen Projekten und rund 12,5 Kilometern neuer
Radverkehrsinfrastruktur wird das Hauptradwegenetz auch 2026
konsequent ausgebaut. Der besondere Fokus liegt heuer auf der
Weiterführung großer Radachsen und auf Lückenschlüssen.
Alle Infos zu den Radwegeprojekten inklusive interaktiver Karte
zu allen Projekten auf fahrradwien.at
rk-Fotoservice: https://presse.wien.gv.at/