FPÖ-Fiedler: „Unsere Kinder dürfen nicht Rechnung für fehlende Deutschkenntnisse bezahlen“

St. Pölten (OTS) – „Wenn NÖs Eltern bereits fast 23 Millionen Euro im
Jahr für Nachhilfe
ausgeben, während unsere Schulen immer mehr Personal, Zeit und Geld
für Schüler aufwenden müssen, die dem Unterricht aufgrund mangelnder
Deutschkenntnisse nicht folgen können, läuft etwas gewaltig schief“,
stellt FPÖ Niederösterreich Bildungssprecher LAbg. Helmut Fiedler
angesichts der aktuellen Zahlen zum Nachhilfebedarf klar.

Rund 50.000 Schüler in NÖ benötigen Nachhilfe oder Lernhilfe –
Kosten für Eltern: fast 23 Millionen Euro. Alarmierend: 69 Prozent
des Nachhilfebedarfs entfallen auf Mathematik, 39 Prozent auf
Deutsch. „Familien müssen tief ins Geldbörsel greifen, damit ihre
Kinder in den wichtigsten Fächern nicht den Anschluss verlieren.
Gleichzeitig werden unsere Lehrer vor immer größere Herausforderungen
gestellt, weil im Klassenzimmer zunehmend zuerst grundlegende
Sprachbarrieren überwunden werden müssen“, so Fiedler.

Wie groß das Problem mittlerweile ist, zeigt auch die
Sommerschule: Rund 1.900 Schüler aus Deutschförderklassen müssen
heuer in Niederösterreich verpflichtend daran teilnehmen. „Diese
Zahlen müssen Bildungsminister Christoph Wiederkehr endlich
wachrütteln. Wer die Augen davor verschließt, dass fehlende
Deutschkenntnisse enorme Kapazitäten im Schulsystem binden, nimmt in
Kauf, dass für den eigentlichen Bildungsauftrag weniger Zeit bleibt.
Unsere deutschsprachigen Schüler dürfen dabei nicht auf der Strecke
bleiben“, betont Fiedler.

Lehrer keine Reparaturtruppe für gescheiterte Integrationspolitik

Die FPÖ fordert deshalb eine Neuordnung der Prioritäten: Wer dem
Unterricht aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse nicht folgen kann,
muss intensiv und konsequent Deutsch lernen. Dabei sind auch die
Eltern in die Pflicht zu nehmen. „Integration ist keine
Einbahnstraße. Wer dauerhaft in Österreich lebt und hier seine Kinder
zur Schule schickt, muss seinen Beitrag leisten, damit diese Deutsch
lernen und dem Unterricht folgen können. Unsere Lehrer sind Pädagogen
und keine Reparaturtruppe für eine gescheiterte Integrationspolitik“,
so Fiedler.

„Minister Wiederkehr muss endlich dafür sorgen, dass die
Deutschförderung konsequent erfolgt, Eltern ihre Verantwortung
wahrnehmen und der Regelunterricht wieder ausreichend Raum für
Mathematik, Lesen, Schreiben, Naturwissenschaften und individuelle
Förderung hat. Es kann nicht sein, dass österreichische Familien am
Ende zweimal bezahlen: mit ihren Steuern für ein immer stärker
gefordertes Schulsystem und zusätzlich mit Millionen für private
Nachhilfe“, so Fiedler abschließend.

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