Nachhaltige Sanierung stärkt leistbares Wohnen in Niederösterreich

St. Pölten (OTS) – Das Land Niederösterreich setzt einen Schwerpunkt
weiterhin auf die
nachhaltige Sanierung des Wohnbaubestandes. Die aktuellen Zahlen der
NÖ Wohnbauförderung zeigen, dass Sanierungsmaßnahmen sowohl im
großvolumigen als auch im kleinvolumigen Wohnbau weiterhin stark
nachgefragt werden. Gleichzeitig entwickelt sich das neue
Fördermodell „Reconstructing“ äußerst positiv.

„Mit unseren Wohnbauförderungen schaffen wir Anreize, bestehende
Gebäude zukunftsfit zu machen oder durch zeitgemäße Neubauten zu
ersetzen und dabei gleichzeitig leistbaren Wohnraum nachhaltig zu
sichern. Das große Interesse am neuen Modell ‚Reconstructing‘
bestätigt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben“, betont
Wohnbau-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

Im Jahr 2025 wurden im großvolumigen Wohnbau insgesamt 8.587
Wohneinheiten in der Sanierung gefördert. Dafür wurden rund eine
Million Euro an Landesdarlehen und 53,7 Millionen Euro an Zuschüssen
für die Sanierung bewilligt. Auch im kleinvolumigen Wohnbau blieb die
Nachfrage hoch: 2.687 Sanierungen wurden mit insgesamt rund 62
Millionen Euro an Zuschüssen unterstützt.

Im Jahr 2026 wurden bereits insgesamt 2.519 Wohneinheiten im
Bereich der Sanierung bewilligt – und damit deutlich mehr als im
Neubau. Die Zahlen unterstreichen die hohe Bedeutung nachhaltiger
Sanierungen für leistbares, energieeffizientes und zukunftsfittes
Wohnen in Niederösterreich. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem
neuen Fördermodell „Reconstructing“, mit dem der Abriss und die
Neuerrichtung von nicht mehr zu sanierenden bestehenden Gebäuden
gefördert werden. Es bietet gegenüber der bisherigen
Nachverdichtungsförderung einen deutlichen finanziellen Mehrwert. Je
nach Projekt erhöht sich die Förderung über die gesamte Laufzeit um
rund 20 bis 30 Prozent. Bei einem durchschnittlichen Eigenheim
entspricht dies einer zusätzlichen Förderung von rund einem Drittel
bis zur Hälfte der Abrisskosten des Bestandsgebäudes.

Das Modell wird gut angenommen: Im ersten Halbjahr 2026 wurden
bereits 30 Bauvorhaben mit insgesamt 427 Wohneinheiten bewilligt.
Damit zeigt sich, dass die neue Fördermöglichkeit einen wichtigen
Beitrag zur Revitalisierung bestehender Gebäude und zur
ressourcenschonenden Weiterentwicklung des Wohnungsbestandes leistet.

Das Land Niederösterreich setzt mit der Änderung der
Wohnungsförderungsrichtlinien 2019 wichtige Schritte zur
Weiterentwicklung von Neubau, Sanierung und leistbarem Wohnen. Die
Anpassungen betreffen alle Förderbereiche – vom Eigenheim über den
großvolumigen Wohnbau bis hin zur Subjektförderung. Im
Eigenheimbereich werden die Förderkriterien modernisiert, unter
anderem durch die Begrenzung der förderbaren Wohnnutzfläche, die
Anpassung der Heizwärmebedarfswerte sowie Förderungen für PV-
Speicher. In der Sanierung kommen zusätzliche Förderungen – etwa für
PV-Speicher und das neue Modell „Reconstructing“ – hinzu. Im
großvolumigen Wohnbau wird der Neubau auf ein reines Zuschussmodell
umgestellt und das Verfahren gestrafft. Für die Sanierung wird ein
attraktives Zuschusssystem eingeführt, ergänzt durch
Verwaltungsvereinfachungen und ökologische Anreize. In der
Subjektförderung wurden mit 1. Jänner 2026 die Einkommensgrenzen
angehoben, damit Förderwerber trotz inflationsbedingter
Einkommenserhöhungen ihre Wohnbeihilfe oder ihren Wohnzuschuss nicht
verlieren.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.noe.gv.at sowie bei
der NÖ Wohnbau-Hotline unter 02742/22133 (Montag bis Donnerstag von 8
bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 14 Uhr).

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