Wien (OTS) – Österreichs Industrie steht mit dem Rücken zur Wand und
die ÖVP-SPÖ-
NEOS-Bundesregierung sieht weiter tatenlos zu. Laut aktuellem WKO-
Industrieradar erwägt bereits jedes vierte Industrieunternehmen,
binnen 24 Monaten Teile von Beschaffung, Produktion oder Vertrieb ins
Ausland zu verlagern. Für die Freiheitliche Wirtschaft (FW) ist das
ein industriepolitischer Offenbarungseid.
Besonders erschütternd: 94 Prozent der befragten Betriebe
bewerten Österreich bei den Lohnstückkosten schlechter als die
internationale Konkurrenz, 76 Prozent sogar deutlich schlechter. Dazu
kommen hohe Energiepreise, eine erdrückende Steuer- und Abgabenlast
und immer neue bürokratische Fesseln. Gleichzeitig wächst der
Wettbewerbsdruck aus China und den USA massiv.
Und die Bundesregierung? Sie hat beinahe ein Jahr gebraucht, um
eine sogenannte Industriestrategie zu produzieren. Seit einigen
Monaten liegt diese nun vor, doch in den Werkshallen kommt davon
nichts an. Keine echte Entlastung, keine Kostenoffensive, keine
spürbare Deregulierung und vor allem keine wirksamen
Reindustrialisierungsmaßnahmen. Während andere Wirtschaftsräume ihre
Produktionsstandorte strategisch stärken und positionieren, verwaltet
Schwarz-Rot-Pink den schleichenden industriellen Abstieg Österreichs.
Die FW fordert einen echten Kurswechsel: Lohnnebenkosten deutlich
senken, Energiepreise auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau
bringen, Unternehmenssteuern reduzieren, Bürokratie und Gold-Plating
zurückdrängen und Genehmigungsverfahren massiv beschleunigen. Dazu
braucht es Technologieoffenheit statt grüner Verbotsideologie, starke
Investitionsanreize für neue Produktionskapazitäten sowie eine
Offensive für Forschung, Digitalisierung, KI und eine leistungsfähige
Energieinfrastruktur. Österreich muss wieder ein Standort werden, an
dem industrielle Wertschöpfung aufgebaut statt vertrieben wird.
KommR Ing. Eduard Fischer, Industriesprecher der FW dazu: „Fast
ein Jahr wurde im stillen Kämmerchen von Wirtschaftsminister
Hattmannsdorfer – laut Walter Ruck ‚der Typ Sachbearbeiter‘ – an
einer Industriestrategie herumgedoktert, und jetzt wandert unsere
Industrie trotzdem weiter ab. Das ist keine Standortpolitik, das ist
organisierter Stillstand. Wenn jeder vierte Industriebetrieb bereits
über Verlagerungen nachdenkt, müsste im Kanzleramt und in den
Ministerien längst Feuer am Dach sein. Stattdessen produziert die
Verliererkoalition Überschriften und Strategiepapiere, während
Betriebe Produktion, Arbeitsplätze und Wertschöpfung außer Landes
bringen. Österreich braucht endlich eine Regierung, die um jeden
Industriebetrieb und jeden Arbeitsplatz kämpft. Reindustrialisierung
muss zur nationalen wirtschaftspolitischen Priorität werden!“