Wien (OTS) – „Man sollte meinen, dass mittlerweile auch in Brüssel
erkannt wurde,
dass das Ziel im Krieg zwischen Russland und der Ukraine Frieden und
ein Ende der Kampfhandlungen sein muss – und nicht die Verhängung
immer neuer und umfangreicherer Sanktionspakete“, erklärte heute
Harald Vilimsky, freiheitlicher Delegationsleiter im Europäischen
Parlament.
Anlass für seine Kritik sind die jüngsten Äußerungen der EU-
Außenbeauftragten Kaja Kallas. Diese kündigte an, im September die
„weitreichendste Sanktionsliste seit Kriegsbeginn“ vorlegen zu
wollen, und hofft dafür auf breite Unterstützung. Zugleich
bezeichnete sie die bisher beschlossenen 21 Sanktionspakete als
Erfolg. „Wer 21 Sanktionspakete als Erfolg bezeichnet, obwohl sie den
Krieg nicht beendet haben, verschließt die Augen vor der Realität und
verkennt den Ernst der Lage“, stellte Vilimsky klar.
„Wenn trotz zahlreicher Sanktionen weiterhin Krieg, Leid und
Zerstörung herrschen, muss die Leitlinie endlich lauten: Diplomatie
statt weiterer Sanktionen und Eskalation“, betonte der freiheitliche
Politiker. „Nach Jahren des Leidens und der Kämpfe bleibt nur zu
hoffen, dass auch Brüssel zur Besinnung kommt und endlich den Mut
aufbringt, sich aktiv für eine Friedenslösung einzusetzen.
Andernfalls droht dieser Krieg kein Ende zu nehmen“, so Vilimsky
abschließend.