Villach/St. Pölten (OTS) – Matthias Nadrag (enixi /
energiespenden.at) und Valentin Neuhauser (
Robin Powerhood) bauen Österreichs größte Energiespendeninitiative
weiter aus. Im Forschungsprojekt „Energiespenden 2.0″ soll gemeinsam
mit Salzburg Research und OurPower eine Lösung entwickelt werden, die
viele der über 200.000 armutsgefährdeten Haushalte über gespendete
Energie in Vollversorgung bringt.
In Österreich können jährlich Hunderttausende Stromrechnungen
nicht bezahlt werden. „Die bisherige Frage war immer: Wie helfen wir
beim Bezahlen? Wir stellen eine andere Frage: Müssen energiearme
Haushalte überhaupt eine Rechnung bekommen?“ , sagt Matthias Nadrag.
„Die Bereitschaft zu teilen ist vorhanden – jetzt müssen wir dafür
sorgen, dass diese Energie auch wirklich ankommt“ , ergänzt Valentin
Neuhauser.
Nadrag bringt mehr als zwölf Jahre Erfahrung in Bürgerbeteiligung
und Marktprozessen der Energiewirtschaft ein und verantwortet die
technische Umsetzung. Neuhauser hat mit Robin Powerhood Österreichs
erste spendenbegünstigte Energiegemeinschaft gegründet und dafür
starke Partner gewonnen – darunter Caritas, Rotes Kreuz und die
Volkshilfe.
Seit 2023 wurde bereits eine Million Kilowattstunden Strom
gespendet – im Gegenwert von rund 130.000 Euro. “Energiespenden ist
die wirkungsvollste Spende: Man verzichtet auf wenig, Bedürftige
ersparen sich viel” , unterstreicht Neuhauser. Die Zahl der
Spendenden hat sich im vergangenen Jahr vervielfacht. Langfristig
soll das Modell mehrere zehntausend Haushalte in Vollversorgung
bringen.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und
Infrastruktur und dem Klima- und Energiefonds im Programm
„Energieforschung 2025“, Schwerpunkt „Gesellschaftliche
Transformation: Akzeptanz und Partizipation“, gefördert. Die
Abwicklung erfolgt über die Österreichische
Forschungsförderungsgesellschaft FFG.
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