Wien (OTS) – Den Einkauf mitnehmen, die Katze füttern, beim
Regalaufbau helfen
oder im Hof gemeinsam anpacken: Gute Nachbarschaft zeigt sich oft in
kleinen Dingen, die den Alltag leichter machen. Die aktuelle
Trendstudie von ImmoScout24.at unter 1.000 Befragten zeigt: Vier von
zehn Österreicher:innen engagieren sich bereits in der
Nachbarschaftshilfe. Gleichzeitig ist die grundsätzliche Bereitschaft
deutlich größer als das aktuelle Engagement.
Zwtl.: Hilfsbereitschaft ist grundsätzlich da
Aktuell übernehmen 39 Prozent der Österreicher:innen die eine
oder andere Aufgabe für ihre Nachbar:innen. Besonders häufig wird bei
kleineren handwerklichen Tätigkeiten geholfen (18 Prozent). Jeweils
14 Prozent unterstützen ältere oder alleinlebende Personen oder
übernehmen das Hunde- beziehungsweise Katzensitten oder die Betreuung
anderer Haustiere. Elf Prozent kümmern sich um Gemeinschaftsflächen
wie Garten, Innenhof oder Spielplatz, zehn Prozent helfen bei der
Organisation oder Durchführung von Veranstaltungen in der
Nachbarschaft.
Zwtl.: Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft
Dem bereits großen Engagement steht ein noch größeres Potenzial
gegenüber. Denn es zeigt sich, dass Nachbarschaftshilfe offenbar
nicht an fehlender Bereitschaft scheitert. So können sich sieben von
zehn Personen vorstellen, ältere oder alleinlebende Personen zu
unterstützen, 14 Prozent tun es bereits. Auch die Betreuung von
Neuankömmlingen in der Nachbarschaft ist für 59 Prozent denkbar,
während aktuell erst fünf Prozent in diesem Bereich aktiv sind.
Ähnlich groß ist die Lücke bei der Organisation oder Mithilfe bei
Nachbarschaftsveranstaltungen: Zehn Prozent engagieren sich bereits,
56 Prozent können es sich vorstellen.
Auch die Betreuung von Haustieren kommt für mehr als die Hälfte (
56 Prozent) infrage. Kleinere handwerkliche Tätigkeiten können sich
55 Prozent vorstellen, die Pflege von Gemeinschaftsflächen 54
Prozent. Und sogar jede:r Zweite würde auch Kinder in der
Nachbarschaft betreuen.
Zwtl.: Jüngere sind offen, Ältere helfen schon häufiger
Interessant ist auch ein Blick auf die Altersgruppen. So helfen
50- bis 69-Jährige überdurchschnittlich oft, etwa bei kleineren
handwerklichen Tätigkeiten, Haustierbetreuung und der Unterstützung
älterer oder alleinlebender Personen. Jüngere zwischen 18 und 29
Jahren zeigen hingegen in vielen Bereichen eine hohe Bereitschaft.
Überdurchschnittlich gut vorstellbar sind für sie etwa kleinere
handwerkliche Tätigkeiten, Babysitten oder Kinderbetreuung,
Nachhilfe, die Pflege von Gemeinschaftsflächen sowie die
Unterstützung von Neuankömmlingen.
Zwtl.: Am Land wird bereits mehr geholfen
Auch regional gibt es Unterschiede. Besonders hoch ist das
aktuelle Engagement in Niederösterreich und dem Burgenland, wo 48
Prozent bereits in zumindest einem Bereich der Nachbarschaftshilfe
aktiv sind. In Wien liegt der Wert mit 29 Prozent deutlich niedriger.
Auch kleinere Gemeinden schneiden stärker ab: In Orten mit bis zu
5.000 Einwohnern engagieren sich 45 Prozent, im städtischen Bereich
sind es 38 Prozent.
Zwtl.: Über die Studie
Für die ImmoScout24-Trendstudie hat Integral Markt- und
Meinungsforschung im Jänner 2026 für ImmoScout24 1.000
Österreicher:innen von 18 bis 69 Jahren online repräsentativ für
diese Zielgruppe befragt.