Mehr Sicherheit bei Extremwetter: Land Niederösterreich fördert Forschung zu mobilem Wetterradar

St. Pölten (OTS) – Das Land Niederösterreich startet mit dem European
Severe Storms
Laboratory (ESSL) in Wiener Neustadt, einer der führenden
Forschungseinrichtungen für Extremwetter in Europa, jetzt ein Projekt
zur Analyse eines mobilen Wetterradars für den Einsatz im Zivil- und
Katastrophenschutz. Ziel ist es, extreme Wetterereignisse künftig
schneller und präziser zu erfassen. „Unser Land wird immer wieder von
Naturkatastrophen und Extremwetterereignissen getroffen. Daher nutzen
wir moderne Forschung, um Wetterlagen zu beobachten und zu
analysieren. Denn damit steigt im Ernstfall die mögliche
Vorbereitungs- und Reaktionszeit. Das hilft unseren Einsatzkräften
und trägt zur Schadensminimierung bei. Wir rüsten weiter auf, um Land
und Leute zu schützen“, so LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Starkregen, lokale
Gewitterzellen und Hochwässer – wie beim Jahrhunderthochwasser 2024 –
auch in Niederösterreich große Herausforderungen für Einsatzkräfte
und Bevölkerung darstellen können. Gerade in Regionen mit Tälern,
Becken und Voralpen können mobile Wetterradarsysteme eine wichtige
Ergänzung sein, weil sie flexibel dort eingesetzt werden können, wo
kurzfristig besonders genaue Daten gebraucht werden. Im Zuge des
Projektes wird daher untersucht, welche technischen Lösungen für ein
mobiles Radar geeignet sind, wie es im Einsatz genutzt werden kann
und wie die Daten in bestehende Systeme integriert werden können.
Auch mögliche Standorte und organisatorische Fragen werden geprüft.
Dazu Alois M. Holzer, Leiter des ESSL-Forschungszentrums in Wiener
Neustadt: „Kleine, mobile Wetterradarsysteme gewinnen im
internationalen Zivil- und Katastrophenschutz zunehmend an Bedeutung.
In den vergangenen Jahren wurden hier große technologische
Fortschritte erzielt, die künftig auch in Niederösterreich genutzt
werden können.“

Ein Schwerpunkt des Projekts, das vom Land Niederösterreich mit
rund 60.000 Euro unterstützt wird, liegt auf der Integration dieser
Radardaten in bereits bestehende Analyse- und Prognosesysteme. So
sollen künftig auch Daten eines mobilen Radars in
Niederschlagsanalysen einfließen, die beispielsweise für
hydrologische Modelle und Abflussprognosen des Landes
Niederösterreich von Bedeutung sind. „Im Ernstfall zählt jede Minute
– gerade bei lokalen Starkregenereignissen. Je besser wir
Wetterentwicklungen messen und analysieren können, desto gezielter
können Einsatzkräfte vorbereitet werden und desto besser können wir
für die Sicherheit von Land und Leuten sorgen“, sagt Pernkopf
abschließend.

Weitere Informationen bei DI Jürgen Maier, Pressesprecher LH-Stv.
Dr. Stephan Pernkopf, T: +43 2742 9005 – 12704, M: +43 676 812 15283,
E: [email protected]

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