Urlaub um jeden Preis: Sieben von zehn verreisen laut Deloitte Umfrage trotz Teuerung

Wien (OTS) – Der Sommerurlaub bleibt für die Menschen in Österreich
ein Fixpunkt –
selbst in wirtschaftlich angespannten Zeiten. Doch die
Rahmenbedingungen haben sich verändert: Steigende
Lebenshaltungskosten und internationale Krisen zwingen viele dazu,
genauer zu planen, sparsamer zu reisen und Reiseziele neu zu
bewerten. Das zeigt der aktuelle Deloitte Summer Survey.

Trotz Teuerung, wirtschaftlicher Unsicherheit und geopolitischer
Spannungen wollen sieben von zehn Österreicherinnen und Österreicher
heuer im Sommer verreisen. Für viele ist Urlaub nach wie vor ein
unverzichtbarer Bestandteil des Jahres. Gleichzeitig wird jedoch
deutlich: Der Preis dafür steigt – und viele reagieren mit
Einsparungen und Anpassungen ihrer Reisepläne. Das geht aus einer
aktuellen repräsentativen Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte
unter rund 500 Personen hervor.

„Auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten lassen sich die
Österreicherinnen und Österreicher ihren Urlaub nicht nehmen: Sieben
von zehn Befragten möchten in diesem Sommer verreisen, knapp ein
Drittel sogar mehrmals“, erklärt Orsolya Hegedüs, Partnerin bei
Deloitte Österreich. „Gleichzeitig wird deutlich, dass die Teuerung
Spuren hinterlassen hat. Das durchschnittliche Reisebudget liegt
heuer bei rund 1.300 Euro pro Person und damit um 200 Euro unter dem
Vorjahreswert.“

Zwtl.: Urlaub ja – aber bewusster und günstiger

Anstatt auf den Sommerurlaub zu verzichten, setzen die
Österreicherinnen und Österreicher im Urlaub auf gezielte
Einsparungen. „Jede fünfte Person plant, vor Ort weniger Geld
auszugeben. Andere achten verstärkt auf Rabatte und Sonderangebote,
wählen günstigere Reiseziele oder verkürzen ihren Aufenthalt“, so
Orsolya Hegedüs.

Auch bei der Wahl der Destination zeigt sich Zurückhaltung: Fast
drei Viertel der Urlauberinnen und Urlauber verbringen ihren
Sommerurlaub innerhalb Europas, 37 % bleiben in Österreich.
Fernreisen spielen heuer nur eine untergeordnete Rolle.

Mehr als die Hälfte der Bezieherinnen und Bezieher verwendet das
Urlaubsgeld zumindest teilweise für den Sommerurlaub. Gleichzeitig
steigt jedoch die Zahl jener, die das zusätzliche Einkommen für
laufende Ausgaben benötigen: Bereits jede vierte Person nutzt das
Urlaubsgeld zur Finanzierung des Alltags.

„Wenn das Urlaubsgeld zunehmend für laufende Kosten statt für
Erholung verwendet werden muss, zeigt das deutlich, wie stark die
finanziellen Belastungen vieler Haushalte gestiegen sind. Diese
Entwicklung sollte ein Warnsignal für den Standort Österreich sein“,
betont Harald Breit, CEO von Deloitte Österreich.

Zwtl.: Krisen verändern das Reiseverhalten

Neben finanziellem Druck beeinflussen geopolitische Entwicklungen
das Reiseverhalten zunehmend. Mehr als jede zweite Person gibt an,
ihre Reise aufgrund aktueller Krisen – etwa des Konflikts im Nahen
Osten – angepasst zu haben. Viele bevorzugen deshalb Reiseziele
innerhalb Europas, meiden bestimmte Regionen oder verfolgen die
Sicherheitslage vor Reiseantritt deutlich genauer als in der
Vergangenheit. Auch steigende Spritpreise wirken sich auf die Planung
aus: Sieben von zehn Befragten berücksichtigen die höheren Kosten bei
ihrer Urlaubsplanung, viele sparen dafür an anderer Stelle.

Parallel dazu wächst das Bedürfnis nach Absicherung: Vier von
zehn Reisenden haben für den diesjährigen Sommerurlaub eine Reise-
oder Stornoversicherung abgeschlossen. Ein Viertel davon gibt an,
üblicherweise keine Versicherung abzuschließen, hat sich aber dieses
Jahr dazu entschlossen.

„Der Sommerurlaub ist heute nicht mehr nur eine Budgetfrage.
Sicherheit entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden Faktor
bei der Wahl des Reiseziels. Wer verreist, plant flexibler,
informiert sich intensiver und sichert sich bewusster gegen Risiken
ab. Für die Tourismusbranche wird Sicherheit damit immer stärker zu
einem Wettbewerbsfaktor“, so Harald Breit abschließend.

Zum Download:

Studie Deloitte Summer Survey 2026

Foto Harald Breit Credits Deloitte/feelimage

Foto Orsolya Hegedüs Credits Deloitte/feelimage

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