Künstliche Intelligenz hält Einzug in die Abschlussprüfung: EY startet globalen Roll-out

Wien (OTS) – EY treibt die Weiterentwicklung der Abschlussprüfung
voran und
startet weltweit den Einsatz von künstlicher Intelligenz, die
Prüfschritte vorbereitet, unterstützt und dokumentiert. Ziel ist es,
die Qualität, Nachvollziehbarkeit und Risikoorientierung von
Prüfungen weiter zu stärken und Prüfer:innen noch gezielter bei
komplexen Beurteilungsfragen zu unterstützen. Die neuen KI-
Anwendungen werden schrittweise in die globale EY-Prüfungsplattform
EY Canvas integriert und sollen künftig alle Phasen der
Abschlussprüfung begleiten.

Die technologische Basis bildet ein sogenanntes Multi-Agenten-
System, das auf Microsoft-Technologien wie Azure, Foundry und Fabric
aufsetzt. EY Canvas verarbeitet bereits heute jährlich mehr als 1,4
Billionen Buchungszeilen. Mit dem globalen Roll-out werden künftig
rund 130.000 Prüfer:innen in über 150 Ländern bei etwa 160.000
Prüfungsmandaten durch KI-gestützte Funktionen unterstützt. Flankiert
wird diese Transformation durch ein umfassendes, weltweit
ausgerolltes Ausbildungs- und Enablement-Programm, das die
Mitarbeitenden gezielt befähigt, die neuen Technologien
verantwortungsvoll in der Prüfungspraxis einzusetzen.

Zwtl.: Höhere Prüfungsqualität durch intelligenten Risikofokus

Im Zentrum des Einsatzes steht nicht der Ersatz menschlicher
Expertise, sondern deren gezielte Stärkung. Die KI hilft dabei, große
und komplexe Datenmengen strukturierter zu analysieren,
Auffälligkeiten früher zu identifizieren und Prüfungsrisiken präziser
zu priorisieren. Gleichzeitig stellt sie aktuelle Prüfungs-,
Rechnungslegungs- und regulatorische Anforderungen kontextbezogen in
Echtzeit zur Verfügung.

Die Systeme übernehmen dabei koordinierende und analytische
Aufgaben – etwa bei der Strukturierung von Prüfungsprozessen oder der
laufenden Qualitätssicherung – während die finale fachliche Bewertung
und das professionelle Urteil weiterhin bei den Prüfer:innen liegen.
Die Einführung erfolgt auf Basis umfangreicher Pilotprojekte; bis
2028 sollen die KI-Funktionen die Prüfung End-to-End unterstützen.

„Die Abschlussprüfung wird zunehmend datengetrieben und
komplexer. Agentenbasierte KI hilft uns, Risiken klarer zu
identifizieren und unsere Prüfungen noch konsistenter und
zielgerichteter zu gestalten. Gleichzeitig bleibt das professionelle
Urteil der Prüferinnen und Prüfer der zentrale Anker für Qualität und
Vertrauen“, sagt Stefan Uher, Leiter der Wirtschaftsprüfung bei EY
Österreich.

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