Forschung begrüßt Einsatz für das Uni-Budget

Wien (OTS) – Die größten außeruniversitären Forschungsorganisationen,
die
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), der
Wissenschaftsfonds FWF und das Institute of Science and Technology
Austria (ISTA), bewerten das Engagement für die Finanzierung der
Universitäten als notwendig und positiv. Der Aufschub des Beschlusses
auf den kommenden Herbst bewegt sich im Rahmen der gesetzlichen
Vorgaben und gibt nun ausreichend Zeit, fehlende Mittel im
Zusammenhang mit strukturellen Kriterien zu bewerten und
bereitzustellen, so wie das auch beim FTI-Pakt gelungen ist. Dieser
stärkt die kompetitive Drittmitteleinwerbung der Universitäten.
Universitäten und Forschungsinstitutionen sind kommunizierende
Gefäße, eines ist ohne das andere weder zukunftsfähig noch
international konkurrenzfähig.

Heinz Faßmann, ÖAW-Präsident: „Die ÖAW arbeitet in vielen
Bereichen ausgezeichnet mit den Universitäten zusammen. Wir bauen
gemeinsam mit Uni Wien und TU Wien das Science Center Q auf, wir
errichten mit den Grazer Unis das CORI-Institut für
Stoffwechselforschung, und zahlreiche Mitarbeitende und Mitglieder
der ÖAW haben Professuren an den Universitäten. Ich bin
zuversichtlich, dass die budgetären Anstrengungen auf allen Seiten
dazu führen werden, die Exzellenz der forschungsstärksten Unis zu
fördern, Reformschritte weiter zu gehen und zukunftsweisende Projekte
erfolgreich fortzusetzen.“

Martin Hetzer, Präsident des ISTA: „Zum weiteren Erfolg des
österreichischen Wissenschaftssystems braucht es beides: exzellente
außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und leistungsfähige
Universitäten mit einer adäquaten finanziellen Ausstattung. Nur so
können Innovationskraft, internationale Wettbewerbsfähigkeit und die
Zukunftsfähigkeit unseres Landes gesichert werden. Investitionen in
Wissenschaft und Forschung sind daher Investitionen in den Wohlstand
und die gesellschaftliche Entwicklung Österreichs. Dass nun weiter
intensiv an einer langfristig tragfähigen Lösung für die
Universitätsfinanzierung gearbeitet wird, ist ein wichtiges und
positives Signal.“

Christof Gattringer, Präsident des FWF: „Aus Sicht des FWF sind
die Bemühungen um ein solides Universitätsbudget sehr zu begrüßen.
Nur mit einer ausreichenden Finanzierung wird es möglich sein, das
auf zehn Jahre angelegte Programm ‚Clusters of Excellence‘
tatsächlich im geplanten Umfang umzusetzen, und so zukunftsweisende
Strukturen für die Grundlagenforschung aufzubauen.“

ÖAW, FWF und ISTA begrüßen, dass die Bundesregierung Wissenschaft
und Forschung nun zu einem ihrer Schwerpunkte gemacht hat. Der
Wohlstand unseres Landes hängt wesentlich von ihrem Erfolg und einem
wirkungsvollen Wissenstransfer ab. Fragen wie die Bewältigung der
Folgen des Klimawandels, der Alterung der Bevölkerung oder der
digitalen Transformation können nur mit Hilfe von Wissenschaft und
Forschung gelöst werden. Der Erfolgsweg der vergangenen Jahre und
Jahrzehnte darf nicht verlassen werden.