St. Pölten (OTS) – Der Niederösterreichische Arbeitnehmerinnen- und
Arbeitnehmerbund (
NÖAAB) hat die Monate April und Mai ganz dem Thema Sonderpädagogik
gewidmet. In allen 20 Bezirken Niederösterreichs fanden Gespräche mit
Pädagoginnen und Pädagogen, Eltern sowie Personalvertreterinnen und
Personalvertretern statt.
„Die Rückmeldungen aus den Gesprächen sind eindeutig: Wir
brauchen weiterhin Sonderschulen und wir brauchen einen
eigenständigen Studiengang Sonderpädagogik“, betont NÖAAB-
Landesobfrau Christiane Teschl-Hofmeister und weiter: „Sonderschulen
leisten seit vielen Jahren einen unverzichtbaren Beitrag zur
individuellen Förderung von Kindern mit besonderen Lern- und
Entwicklungsbedürfnissen. Kleine Klassen, speziell ausgebildete
Fachkräfte und ein geschütztes Umfeld ermöglichen Bildungserfolge,
die in Regelschulen oft nicht in gleicher Weise erreicht werden
können.“
Der NÖAAB bekennt sich klar zu einem differenzierten
Bildungssystem. Für viele Kinder seien inklusive Lernangebote
sinnvoll und wichtig. Gleichzeitig brauche es aber auch
spezialisierte Einrichtungen für Schülerinnen und Schüler mit hohem
Pflegebedarf oder schweren Beeinträchtigungen.
„Genau das bestätigen uns Lehrerinnen und Lehrer ebenso wie
betroffene Eltern. Die Praxis zeigt klar: Es braucht ein duales
System. Die Sonderschule muss ein fixer Bestandteil unserer
Bildungslandschaft bleiben“, so Teschl-Hofmeister.
Kritik übt der NÖAAB an den aktuellen bildungspolitischen
Debatten auf Bundesebene: „Unsere Abgeordneten und Bezirksobleute
sind täglich im Austausch mit den Menschen und wissen, wo der Schuh
drückt. Bildungsminister Wiederkehr sollte stärker auf die Expertise
unserer Pädagoginnen und Pädagogen hören, anstatt Experimente wie
eine sechsjährige Volksschule voranzutreiben, die viele Gemeinden
organisatorisch und finanziell massiv belasten würde“, erläutert
NÖAAB-Landesgeschäftsführerin Katja Seitner abschließend.





