Was ist eine Doppel-Netto-Polizze – und warum kennen sie so wenige?

Wien (OTS) – Bei fondsgebundenen Lebensversicherungen, kurz
Fondspolizzen, fallen
Kosten auf zwei verschiedenen Ebenen an – und beide schmälern die
Rendite. Die Doppel-Netto-Polizze setzt genau dort an: Sie optimiert
nicht nur eine dieser Ebenen, sondern beide gleichzeitig.

Ebene 1 – die Versicherungshülle: Statt einer provisionsbasierten
Bruttopolizze, bei der Abschluss- und Vertriebsprovisionen jahrelang
in die Kostenstruktur eingepreist sind, kommt eine honorarbasierte
Nettopolizze zum Einsatz. Das bedeutet: Beratung wird einmalig und
transparent vergütet – der Sparanteil fließt vollständig in die
Anlage.

Ebene 2 – die Fonds darin: Herkömmliche Fondspolizzen enthalten
in der Regel Anteilsklassen, die mit sogenannten „Kick-Backs“
Provisionen zugunsten des Vertriebs beinhalten. Die Doppel-Netto-
Polizze nutzt stattdessen sogenannte Clean Shares – Fondsklassen ohne
zusätzliche Vertriebsprovisionen.

Das Ergebnis: Beide Kostentreiber werden gleichzeitig eliminiert.
Laut einer gemeinsamen Studie von fynup und der Arbeiterkammer Wien
gehen Anleger:innen bei konventionellen Produkten im Schnitt rund die
Hälfte ihrer Gewinne durch Provisionskosten verloren. Bei einer
monatlichen Sparrate von 200 Euro über 30 Jahre ergibt der Wechsel
auf eine Doppel-Netto-Polizze ein um rund 45.000 Euro höheres
Endvermögen. Das macht die Doppel-Netto-Polizze zu einem
hochattraktiven Finanzprodukt, das aber in der Breite kaum bekannt
ist. Der Grund: Sie wird von Provisionsvermittlern nicht empfohlen,
weil sie eben keine Provisionen enthält.

„Die meisten Menschen wissen, dass Finanzprodukte Kosten haben.
Die wenigsten wissen, auf wie vielen Ebenen diese Kosten gleichzeitig
anfallen. Wem diese Strukturen bewusst sind, kann die Rendite
entscheidend erhöhen“, fasst fynup-CEO Wolfgang Staudinger zusammen.