Wien (OTS) – Die angespannte Lage im Nahostkonflikt sorgt weiterhin
für
Unsicherheit an den Energiemärkten und treibt die Preise für Rohöl
und Treibstoff nach oben. Auch in Europa spüren Verbraucher die
Auswirkungen deutlich – insbesondere an der Zapfsäule. Doch wie stark
beeinflussen die steigenden Kosten tatsächlich das
Mobilitätsverhalten im Alltag? Das hat AutoScout24 in einer Innofact-
Umfrage unter 530 Autofahrer:innen erhoben.
„Die aktuellen Zahlen zeigen klar, dass steigende Spritpreise das
Verhalten vieler Menschen beeinflussen – allerdings derzeit eher
punktuell als grundlegend, wie die Umfrageergebnisse belegen“, sagt
Nikolaus Menches, Country-Manager von AutoScout24 in Österreich.
Zwtl.: Vier von zehn reduzieren ihre Nutzung deutlich
Ein genauerer Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt, dass ein
beachtlicher Teil der Bevölkerung aktiv auf die Entwicklung reagiert.
So geben 39 Prozent der Befragten an, ihr Auto insgesamt seltener zu
nutzen als noch vor einiger Zeit. Damit verändert bereits rund vier
von zehn Personen ihr gewohntes Verhalten – ein Wert, der die
wachsende Sensibilität für steigende Mobilitätskosten unterstreicht.
Dabei zeigen sich auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern: 42
Prozent der Männer reduzieren ihre Autonutzung, während dieser Anteil
bei Frauen bei 37 Prozent liegt. Ergänzend dazu verzichten 30 Prozent
bewusst auf unnötige Fahrten und bemühen sich, Wege effizienter zu
bündeln und besser zu planen.
Zwtl.: Alternative Fortbewegungsmittel gewinnen an Attraktivität
Für 16 Prozent stellt der Umstieg auf andere Verkehrsmittel
inzwischen eine ernstzunehmende Alternative dar. Ob öffentliche
Verkehrsmittel, Fahrrad oder andere flexible Angebote – viele suchen
nach Möglichkeiten, unabhängiger vom eigenen Fahrzeug zu werden und
gleichzeitig Kosten zu reduzieren.
Zwtl.: Anpassungen im Alltag nehmen zu
Darüber hinaus zeigen sich auch im Arbeits- und Sozialverhalten
Veränderungen: 5 Prozent der Befragten arbeiten häufiger im
Homeoffice und verringern dadurch ihre regelmäßigen Fahrten. 4
Prozent setzen vermehrt auf Fahrgemeinschaften, um Ausgaben zu teilen
und effizienter unterwegs zu sein.
Zwtl.: Konstante Nutzung trotz Preisniveau
Gleichzeitig bleibt für 61 Prozent der Befragten das Auto
weiterhin unverändert im Einsatz. Trotz der gestiegenen Spritpreise
halten sie an ihren bisherigen Routinen fest und nutzen ihren Wagen
im Alltag genauso häufig wie zuvor.
Zwtl.: Langfristige Auswirkungen bleiben offen
Neben den unmittelbaren Verhaltensanpassungen werfen die
steigenden Kosten auch einen Blick auf mögliche langfristige
Veränderungen. Allerdings zeigt sich hier ein noch uneinheitliches
Bild: 48 Prozent der Befragten geben an, sich bislang keine Gedanken
über die zukünftige Nutzung eines Autos gemacht zu haben. Weitere 37
Prozent haben zwar darüber nachgedacht, planen jedoch aktuell keine
Veränderungen.
Lediglich 16 Prozent beschäftigen sich konkret mit möglichen
Anpassungen. Innerhalb dieser Gruppe denken 6 Prozent über den
Umstieg auf ein Elektroauto nach, 3 Prozent ziehen ein Hybridfahrzeug
in Betracht. Ebenfalls 3 Prozent überlegen, vollständig auf ein Auto
zu verzichten. 2 Prozent erwägen den Wechsel zu einem kleineren
Fahrzeug, während 1 Prozent den Verkauf eines Zweitautos in Betracht
zieht. Weitere 4 Prozent nennen sonstige Überlegungen.
„Die Ergebnisse verdeutlichen, dass steigende Spritpreise
kurzfristig durchaus zu Verhaltensanpassungen führen. Ob sich daraus
jedoch nachhaltige Veränderungen in der individuellen Mobilität
ergeben, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen“, so Nikolaus
Menches.
Über die Umfrage:
Die Innofact AG hat im April 2026 für die Umfrage im Auftrag von
AutoScout24 534 österreichische Autobesitzer:innen
bevölkerungsrepräsentativ nach Alter (18 bis 65 Jahre) und Geschlecht
quotiert befragt.





