Erste Bank Kunstpreis 2026

Wien (OTS) – Wir freuen uns sehr, bekanntzugeben, dass Ana de Almeida
mit dem
Erste Bank Kunstpreis 2026 ausgezeichnet wird – in Anerkennung ihrer
herausragenden künstlerischen Praxis.

Der Erste Bank Kunstpreis ist ein langjähriges
Kooperationsprojekt von DAS WEISSE HAUS und dem Erste Bank Sponsoring
Programm . In seiner elften Ausgabe im Jahr 2026 wird der Preis in
Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Kulturforum Budapest
vergeben.

Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und umfasst eine Ausstellung
im DAS WEISSE HAUS sowie eine Residency und eine ortsspezifisch
adaptierte Version derselben Ausstellung im jeweiligen Gastland.

Der Erste Bank Kunstpreis wurde 2016 ins Leben gerufen und
richtet sich an Künstler*innen, die am Programm von DAS WEISSE HAUS
teilgenommen haben. Die Vergabe erfolgt durch ein zweistufiges
Juryverfahren.

Die Ausstellung im DAS WEISSE HAUS in Wien wird am 15. September
2026 eröffnet.
Weitere Informationen folgen in Kürze.

Zwtl.: Jurybegründung

Ana de Almeida arbeitet mit Fotografie, Video, Installation und
Performance. In ihrer künstlerischen Praxis untersucht sie die
politischen Dimensionen von Erinnerung anhand archivbasierter
Strategien, die persönliche und kollektive Geschichten miteinander
verbinden. Im Zentrum ihres Ansatzes steht die Aktivierung
vernakulärer Archive als Orte, an denen revolutionäres Begehren, die
Weitergabe von Widerstand und die Herausbildung politischer
Subjektivitäten erforscht werden.
Ihre Arbeiten basieren auf einer fundierten und zugleich zugänglichen
Recherche und zeichnen sich durch konzeptuelle Präzision, eine klare
Methodik sowie ein konsequentes Engagement aus. Sie vereinen eine
starke künstlerische und theoretische Tiefe mit einer klaren und
überzeugenden künstlerischen Vision.
In einer Zeit, die von umkämpften Geschichtsbildern und politischer
Fragmentierung geprägt ist, kommt de Almeidas Arbeit besondere
Bedeutung zu. Sie zeigt, wie persönliche Archivarbeit als Form
politischer Handlungsfähigkeit wirken kann, indem sie kollektive
Erinnerung neu formt und verdrängte Narrative wieder sichtbar macht.

Jury
Georgia Holz (Freie Kuratorin, Autorin und Lektorin an der
Universität für angewandte Kunst Wien)
Fabian Ortner (Direktor des Österreichischen Kulturforums Budapest)
Nevena Janković (BLOCKFREI Kollektiv | Leitung DAS WEISSE HAUS)
Eva Kovač (BLOCKFREI Kollektiv | Leitung DAS WEISSE HAUS)

Finalist*innen 2026
Nicoleta Auersperg, Lisa Großkopf, Lena Rosa Händle, Allegra
Kortlang, Hanna Kučera, Anna Paul, Christina Werner, Anita Witek

Zwtl.: Biografie der ausgezeichneten Künstlerin:

Ana de Almeida ist eine Künstlerin und Autorin, die zwischen
Lissabon und Wien lebt und arbeitet. Derzeit forscht sie zur
Produktion von Bildern in einem zwischenrevolutionären Raum zwischen
der Nelkenrevolution und der Samtenen Revolution. Ihre editorische
Arbeit ergänzt ihre künstlerische Praxis und umfasst Beiträge zu
Publikationen sowie zu kollektiven Projekten, die sich mit
dekolonialen und postsozialistischen Perspektiven befassen. Ana de
Almeida war als Lehrende an der Akademie der bildenden Künste Wien,
an der Universität für angewandte Kunst Wien sowie am Institut für
Germanistik der Universität Wien tätig. Sie war DOC-Team-Stipendiatin
der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Junior Fellow am
IFK Wien sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin von GRAMA an der
Bauhaus-Universität Weimar.

Porträtfoto von Ana de Almeida
Credits: Igor Tyshenko, 2026

Ausstellungseröffnung Ana de Almeida

Datum: 15.9.2026
Ort: DAS WEISSE HAUS