Wien (OTS) – Das Geiringer-Stipendium der APA – Austria Presse
Agentur geht heuer
an APA-Verification Officer Florian Schmidt (37). Der Leiter des
Faktencheck-Teams der APA wird einen rund dreimonatigen
Studienaufenthalt am Reuters Institute for the Study of Journalism an
der Universität Oxford nutzen, um Strategien für Transparenz, Trusted
Content und Integrität im Journalismus zu erarbeiten.
Der von der APA – Austria Presse Agentur gestiftete Fonds zur
journalistischen Weiterbildung dient der Förderung des
Qualitätsjournalismus und ermöglicht ein Trimester an der Universität
Oxford sowie die Teilnahme am Programm des Reuters Institute for the
Study of Journalism.
Schmidts Projektvorhaben erkundet Potenziale der
Vertrauenssicherung und des Integritätsbelegs im
Nachrichtenjournalismus. Als Ausgangspunkt sollen dabei die strengen
Kodizes ethischer Grundregeln und Standards des International Fact-
Checking Networks (IFCN) sowie des European Fact-Checking Standards
Networks (EFCSN) dienen.
Zuletzt war 2024 Katharina Schell (APA) im Rahmen des Fellowships
in Oxford und forschte zum Thema KI-Transparenz im Journalismus.
Davor ging das Geiringer-Stipendium an Vanessa Gruber (ORF), Klaus
Knittelfelder (damals Kronen Zeitung) und Philipp Wilhelmer (damals
Kurier). Alle bisherigen Geiringer-Fellows und ihre Papers sind hier
zu finden .
Über Alfred Geiringer
Der Namensgeber des Stipendiums, Alfred Geiringer, legte den
Grundstein für den Weg zur Unabhängigkeit, den die Agentur seit 1946
gegangen ist. Geiringer musste 1938 aus Österreich emigrieren und
kehrte 1945 als Reuters European Editor zurück. Die APA verdankt ihm
maßgeblich die Loslösung aus fast einem Jahrhundert staatlicher
Bindung und die Transformation zu einer Nachrichtenagentur, die heute
allein den Grundsätzen Unabhängigkeit, Zuverlässigkeit und
Ausgewogenheit verpflichtet ist.
Dank Geiringers Aufbauarbeit zählt die APA heute zur kleinen
Gruppe von etwa 20 unabhängigen Agenturen weltweit, die sich im
privaten Eigentum der Medien befinden, während die große Mehrzahl der
Nachrichtenagenturen, nämlich etwa 90 Prozent, in staatlichem
Eigentum oder staatlich kontrolliert ist. Die APA entschloss sich
deshalb 2001, unter Geiringers Namen einen Fonds zur journalistischen
Weiterbildung einzurichten.





