Gewährleistung der Patientensicherheit auch am Wochenende notwendig

Wien (OTS) – Mit großem Unverständnis reagiert die Kurie der
angestellten Ärzte
der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien auf die Ankündigung, dass
ab Juli 2026 im Zuge der laufenden Absiedelung der Klinik Penzing an
diesem Klinikstandort die Abteilung für Anästhesie, Intensiv- und
Schmerzmedizin nur noch von Montag bis Freitag besetzt und von
Samstagmorgen 8.00 Uhr bis Montagmorgen 7.30 Uhr keine Anästhesistin
oder kein Anästhesist vor Ort sein soll, wie auch Gesundheitsstadtrat
Peter Hacker gegenüber ORF Wien bestätigte.

„Uns ist bewusst, dass der Standort der Klinik Penzing sukzessive
abgesiedelt wird, aber nun diese wichtige Abteilung am Wochenende
einfach nicht mehr zu besetzen, ist eindeutig der falsche Ansatz“,
ist Eduardo Maldonado-González, Vizepräsident und Obmann der Kurie
angestellte Ärzte der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien,
überzeugt.

„Solange es einen regulären orthopädischen OP-Betrieb an der
Klinik Penzing gibt, braucht es an allen sieben Wochentagen eine
vollwertige Anästhesie- und Schmerztherapieversorgung. Ein De-Facto-
Notbetrieb an diesem Klinikstandort zwischen Samstagfrüh und
Montagfrüh ist für notwendige Nachbehandlungen sowie im Falle
möglicher Komplikationen weder den diensthabenden Chirurginnen und
Chirurgen noch frisch operierten Patientinnen und Patienten
zuzumuten. Die Patientensicherheit muss in der Klinik Penzing auch am
Wochenende in vollem Umfang und noch für einen längeren Zeitraum
gewährleistet bleiben. Schließlich ist die komplette Schließung
dieses Standortes erst mit 2032 geplant“, unterstreicht Maldonado-
González.

Die Stadt Wien sollte diese Vorgehensweise noch einmal überdenken
und konstruktive Vorschläge für die Transformation dieses
Klinikstandortes im Sinne der Patientensicherheit vorlegen.