Wien (OTS) – Ab morgen fahren fast zwei Wochen lang, bis 30. April,
keine
Straßenbahnen über die Wiedner Hauptstraße – und das ohne jegliche
Ersatzbusse. Für viele Menschen in den Bezirken Wieden und Margareten
ist das eine massive Verschlechterung im Alltag. „Die Wiedner
Hauptstraße ist eine zentrale Öffi-Achse für die Bezirke. Wir haben
Verständnis dafür, dass plötzlich notwendig gewordene
Reparaturarbeiten Einschränkungen im öffentlichen Verkehr mit sich
bringen. Trotzdem dürfen die Bewohner:innen jetzt nicht ohne gute
Lösung zurückbleiben“, so Pascal Riepl, stellvertretender
Bezirksvorsteher auf der Wieden (Grüne). „Gerade ältere Menschen und
Personen mit Mobilitätseinschränkungen werden durch den ersatzlosen
Ausfall der Straßenbahnen vor nahezu unlösbare Herausforderungen
gestellt und im Stich gelassen“, ergänzt Julia Fritz, Klubobfrau der
Grünen Margareten.
Der aktuelle Fall zeigt auch ein größeres Problem: Schon wieder wird
in Wien ein öffentliches Verkehrsmittel ersatzlos gestrichen. Das
passiert leider derzeit regelmäßig. Die Grünen Wieden fordern einen
Schienenersatzverkehr für die gesamte Wiedner Hauptstraße. Sollte das
technisch nicht möglich sein, wäre ein Anrufsammeltaxi eine
Alternative. „Wenn ein Schienenersatzverkehr nicht möglich ist, dann
braucht es zumindest eine soziale und praktikable Ersatzlösung für
jene Menschen, die besonders auf diese Verbindung angewiesen sind“,
so Riepl und Fritz abschließend.





