Katzenseniorin gerettet – sollte erschossen werden!

Salzburg/Lochen (OTS) – Das war so knapp wie skandalös: Eine
15-jährige Katze aus dem Bezirk
Salzburg-Umgebung hätte von einem Jäger erschossen werden sollen,
weil ihre Halterin in ein Seniorenwohnheim zieht und die Familie sie
nicht übernehmen wollte. Ein Angehöriger wollte das verhindern und
hat sich am Dienstag verzweifelt an den Tierschutzhof Pfotenhilfe
gewendet. Dort haben bei der Geschichte alle Alarmglocken geschrillt
und man hat ihm sofort die Aufnahme zugesagt. Seit Mittwoch ist
„Lena“ nun gerettet und sehr dankbar.

„Lena ist ein sehr liebes und anschmiegsames Wesen. Wie man auch
nur daran denken kann, sie einem Jäger zum Erschießen zu bringen
anstatt sich an uns zu wenden, kann ich gar nicht nachvollziehen“,
sagt Pfotenhilfe-Chefin Johanna Stadler. „Abgesehen davon, dass es
gerichtlich mit bis zu zwei Jahren strafbar wäre, ist es ethisch
extrem verwerflich, ein gesundes Tier einfach umbringen lassen zu
wollen! Wir bekommen auch oft Anfragen von Tierärzten, die sich
weigern, den Tötungswünschen von Tierhaltern nachzukommen!“

Zwtl.: Viele Tierabgabeanfragen – schnell angeschafft und schnell
abgeschoben

Der Tierschutzhof Pfotenhilfe in der Grenzregion OÖ/Salzburg
beherbergt ausgesetzte, behördlich abgenommene oder abgeschobene
Tiere, die oft auch Krankheiten oder Behinderungen haben und
ermöglicht ihnen ein Leben in Würde und mit bestmöglicher – auch
medizinischer – Versorgung. Falls sich keine Tierfreunde finden, die
solche Tiere adoptieren, bietet die Pfotenhilfe auch einen
Lebensplatz, sofern es die Kapazitäten zulassen. Leider haben die
Anfragen zu Tieraufnahmen in den letzten Monaten stark zugenommen.

„Es ist zum Verzweifeln: So schnell und unüberlegt, wie Tiere oft
angeschafft werden, versucht man sie auch wieder loszuwerden, wenn
sie nicht voll den Erwartungen entsprechen und ‚funktionieren‘. Die
Wegwerfgesellschaft wirkt sich längst auch stark auf Tiere aus. Aber
wir und auch andere Tierschutzeinrichtungen haben nicht unbegrenzt
Platz!“, appelliert Stadler abschließend an die Vernunft der
Menschen.

Lena sucht schon bald ein neues, liebevolles Zuhause.

(Hinweis: E-Mail-Hilferuf zur Rettung von Lena kann auf Anfrage
übermittelt werden.)