CDG: Zentraler Ankerpunkt im österreichischen Innovationssystem

Wien (OTS) – Wissenschaftliche Exzellenz, unternehmerische
Innovation, neue
Forschungsschwerpunkte, Wissenstransfer und Nachwuchsförderung: Wenn
es darum geht, zur europäischen Innovationsspitze aufzuschließen,
spielt die Christian Doppler Forschungsgesellschaft CDG eine zentrale
Rolle. Gute Planbarkeit und nachhaltige Absicherung der CDG-
Förderungsprogramme sind wichtig für die Zukunft. Zu diesem Ergebnis
kommt das Industriewissenschaftliche Institut IWI in seiner
Evaluierung der CDG, Österreichs Fördergesellschaft für
Spitzenforschung an der Schnittstelle von Wirtschaft und
Wissenschaft.

Martin Gerzabek, Präsident der Christian Doppler
Forschungsgesellschaft ordnet die Ergebnisse der Evaluierung in
aktuelle Entwicklungen ein : „Die Industriestrategie 2035 nennt die
Christian Doppler Forschungsgesellschaft eine zentrale Brückenbauerin
zwischen Hochschulen und Industriebetrieben – und diese Evaluierung
zeigt, wie sehr wir dieser Rolle gerecht werden. Wir sind stolz
darauf, sowohl von Universitäten und Fachhochschulen als auch von
Unternehmen als wertvolle und zukunftsweisende Partnerin wahrgenommen
zu werden. Gleichzeitig sehen wir es als Auftrag, diese Rolle auch in
den kommenden Jahren aktiv wahrzunehmen und unseren Beitrag zum
weiteren Ausbau von Österreichs Spitzenposition im FTI-Bereich zu
leisten und damit den Standort Österreich nachhaltig zu stärken“.

Zwtl.: Ausgewählte Evidenz in Zahlen

Starker Systembeitrag : rund 95% der Unternehmenspartner sehen
einen wesentlichen Beitrag zum Innovationssystem (96% bei CD-Labors,
93% bei JR-Zentren).

Sehr hohe Zufriedenheit : 100% der Unternehmenspartner sind (sehr
) zufrieden mit Förderkonzept und Förderzielen.

Hoher Nutzen für Unternehmen : Über 90% der befragten
Unternehmenspartner bestätigen starken Nutzen bei Kompetenzaufbau und
neuen Technologien; 65–88% bei Wettbewerbsfähigkeit, Fachkräftezugang
und Technologieführerschaft.

Hervorragender wissenschaftlicher Output : Im Durchschnitt
erarbeiten CD-Labors rund 60 referierte Publikationen, JR-Zentren
etwa 26.

Schlüsselkräfte für die Wirtschaft : Bei über 85% der CD-Labors
wechselten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Wirtschaft, bei
den JR-Zentren waren es in etwa 50%.

Exzellente Betreuung : 97% (Laborleitungen) und 100% (
Zentrumsleitungen) sind (sehr) zufrieden mit der Betreuung durch die
CDG.

Zwtl.: Positive Bewertung aus Wissenschaft und Unternehmen

Die Evaluierung stützt sich maßgeblich auf Rückmeldungen von
Wissenschaftler*innen und Vertreter*innen von Mitgliedsunternehmen
der CDG. Beide Gruppen bescheinigen der CDG eine hervorragende
Leistung. Besonders hervorgehoben wird ihr Beitrag zu exzellenter
Forschung die direkt in Innovation mündet, wodurch sowohl der
Wirtschafts- als auch der Wissenschaftsstandort nachhaltig gestärkt
werden. Als besondere Vorzüge der CDG werden darüber hinaus die
gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, eine
ausgeprägte Serviceorientierung sowie eine hohe administrative
Effizienz genannt.

Zwtl.: Schlagkräftig durch Flexibilität

Als zentrale Stärken der Christian Doppler Förderprogramme werden
insbesondere die langen Laufzeiten (5 bzw. 7 Jahre), die hohe
Flexibilität während der Laufzeit sowie die thematische Offenheit bei
der Antragstellung hervorgehoben. Gerade in Zeiten raschen Wandels
und tiefgreifender struktureller Umbrüche erweist sich diese
Flexibilität als wesentlicher Erfolgsfaktor. Sie ermöglicht es CD-
Labors und JR-Zentren, sich im dynamischen globalen Innovationsumfeld
als leistungsfähige und schlagkräftige Forschungseinheiten zu
positionieren.

Zwtl.: Innovationsmotor CDG

Unternehmenspartner von CD-Labors und JR-Zentren heben
insbesondere den hohen Innovationsbeitrag der Forschungseinheiten
hervor. So konnten 86% der Partner von CD-Labors auf Basis der
Forschungsergebnisse bereits Produkt- oder Prozessinnovationen
realisieren oder erwarten entsprechende Entwicklungen in der Zukunft.
Rund ein Drittel berichtet dabei sogar von Innovationen in „großem
Ausmaß“. Bei den JR-Zentren zeigt sich dieser Effekt noch
ausgeprägter: 97% der Unternehmenspartner konnten Produkt- oder
Prozessinnovationen umsetzen oder rechnen damit in Zukunft.

Weitere positive Effekte sehen Unternehmen beim steigenden
fachlichen Know How der Mitarbeiter*innen, bei der Erhöhung des
technologischen Niveaus, bei der Stärkung des Unternehmensstandorts
und der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Dazu kommen
durchschnittlich etwa vier Patente und Erfindungsmeldungen pro CD-
Labor.

Zwtl.: Innovation Leader Instrument

Im Europäischen Innovation Scoreboard (EIS) belegt Österreich
aktuell Rang acht unter den EU-Mitgliedstaaten und wird als „Strong
Innovator“ eingestuft. Ziel ist der Aufstieg in die Gruppe der fünf
führenden Nationen, der „Innovation Leaders“. Die Evaluierung zeigt,
dass die Förderprogramme der CDG einen wesentlichen Beitrag zur
Erreichung dieses Ziels leisten: „… denn über neue umgesetzte CD-
Labors/JR-Zentren investieren Unternehmen wesentliche Mittel für
Forschungsprojekte in wichtigen Zukunftsthemen und
Schlüsseltechnologien. Jede Nicht-Einrichtung neuer CD-Labors/JR-
Zentren würde so mitunter im schlechtesten Falle auch zu einem
Verlust der zusätzlich 50% an Investitionsgeldern von Unternehmen
führen.“

Zwtl.: Wissenschaftliche Exzellenz

Wissenschaftler*innen schätzen an CD-Labors und JR-Zentren
insbesondere die Möglichkeit, ihre wissenschaftliche Exzellenz mit
konkreten Innovationspotenzialen zu verbinden. Als sehr positiv wird
auch die Möglichkeit hervorgehoben, langfristig tragfähige
Forschungsschwerpunkte aufzubauen, junge Wissenschaftler*innen zu
fördern und Forschungsteams nachhaltig zu etablieren.

Zudem zeigt sich eine deutliche Stärkung der jeweiligen
Forschungsthemen durch die Förderung der CDG: Neben einer
verbesserten Drittmittelsituation und einer steigenden Zahl an
Mitarbeiter*innen kommt es vermehrt zu Berufungen sowie zur
Initiierung von Folgeprojekten im entsprechenden Themenbereich.

Strenge wissenschaftliche Prüfkriterien sind ein wesentliches
Merkmal der CDG, ein Resultat davon ist eine rege
Publikationstätigkeit: Die Zahl referierter Publikationen liegt bei
durchschnittlich rund 60 pro CD-Labor und rund 26 pro JR-Zentrum.

Zwtl.: Serviceorientierung und administrative Effizienz

Die organisatorischen und administrativen Rahmenbedingungen der
Programme werden insgesamt sehr positiv bewertet. Die Betreuung durch
die CDG stößt durchgehend auf hohe Zustimmung und wird als
unkompliziert, verlässlich sowie partnerschaftlich wahrgenommen.
Damit hebt sie sich deutlich von anderen Förderinstitutionen ab. Ein
besonders bemerkenswerter Aspekt des Feedbacks ist zudem die starke
emotionale Bindung vieler beteiligter Akteur*innen an die Programme:
Diese werden nicht nur als funktionales Förderinstrument gesehen,
sondern stiften darüber hinaus auch Identifikation und Zugehörigkeit.

Zwtl.: Herausforderung für die Zukunft: Planungssicherheit

Als zentrales Element für den weiteren Erfolg der CDG im
nationalen Innovationssystem identifiziert die Evaluierung die Rechts
– und Planungssicherheit der CDG. Wichtige Meilensteine in diesem
Zusammenhang waren die Verankerung der CDG als zentrale
Forschungsförderungseinrichtung des Bundes im Zuge der
Forschungsfinanzierungsnovelle 2020 sowie die Umstellung auf einen
dreijährigen Finanzierungszeitraum durch das Bundesministerium für
Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET). Die in der aktuellen
Evaluierung ausgesprochene Empfehlung, die Grundsicherung der CDG im
Ressortbudget zu verankern, befindet sich in Umsetzung.

Zwtl.: Hintergrund: Die Evaluierung

Die Evaluierung wurde vom Industriewissenschaftlichen Institut (
IWI) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und
Tourismus im Jahr 2025 durchgeführt und im März 2026 veröffentlicht.
Sie basiert insbesondere auf den statistischen Abschlussberichten der
in den Jahren 2023 und 2024 ausgelaufenen CD-Labors und JR-Zentren,
einer ergänzenden Online-Befragung sowohl dieser als auch aller
aktiven CD-Labors und JR-Zentren sowie deren Unternehmenspartner und
auf vertiefenden Interviews mit Labor- und Zentrumsleitungen sowie
Vertreter*innen der Unternehmen. Im Ergebnis bestätigt sie die
wichtige Rolle der CDG im Nationalen Innovationssystem Österreichs
und empfiehlt klar die Weiterführung der Programme zur Förderung von
CD-Labors und JR-Zentren.

Über die Christian Doppler Forschungsgesellschaft

Die Christian Doppler Forschungsgesellschaft besteht in ihrer
heutigen Form seit 1995 und fördert die Zusammenarbeit zwischen
exzellenten Wissenschaftler*innen und innovativen Unternehmen. Diese
Kooperationen finden in Christian Doppler Labors an Universitäten
sowie in Josef Ressel Zentren an Fachhochschulen statt. Die
Einrichtungen werden gemeinsam von der öffentlichen Hand und den
beteiligten Unternehmen finanziert und leisten einen wesentlichen
Beitrag zur Stärkung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts
Österreich.

Als öffentliche Fördergeber fungieren das Bundesministerium für
Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) sowie die Österreichische
Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung.

Den Evaluierungsbericht finden Sie hier