Wien (OTS) – Wien, 31.3.26 – Wolfgang Böhm, Obmann der Wiener
Transporteure,
appelliert an die Bundesregierung, angesichts der nach wie vor stark
steigenden Treibstoffpreise rasch weitere Maßnahmen zur Entlastung
der Transportbetriebe zu setzen. Die Spritpreisbremse der Regierung
mit einer Senkung um 10 Cent pro Liter sei zwar ein richtiger Ansatz,
reiche aber bei weitem nicht aus, um die massiven Mehrkosten im
gewerblichen Güterverkehr auch nur annähernd auszugleichen.
Die geplante Maßnahme setzt sich aus jeweils 5 Cent Senkung der
Mineralölsteuer und 5 Cent Reduktion der Margen der Mineralölkonzerne
zusammen. Böhm betont jedoch, dass ein Eingriff in Unternehmensmargen
wirtschaftspolitisch grundsätzlich bedenklich sei: Eine Entlastung
über den Steuerweg wäre der sachlich und langfristig sinnvollere
Ansatz.
Volkswirtschaftlicher Schaden
„Wenn ich mir als Referenzwert die Diesel-Einkaufspreise zu
Jahresbeginn ansehe – rund 1,16 Euro netto – und diese mit den
aktuellen Preisen von 1,70 Euro vergleiche, ergibt sich eine
Preissteigerung von mehr als 46 Prozent“, rechnet Böhm vor. „Und ich
befürchte, dass die Entwicklung weiter nach oben geht. Das ist allein
deshalb dramatisch, weil Diesel je nach Einsatzgebiet bis zu 30
Prozent der Gesamtkosten in der Transportbranche ausmacht.“
Wiens Transporteure sehen daher dringenden Handlungsbedarf, um
die Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit der Betriebe zu sichern –
auch im Interesse des Staates und der Allgemeinheit: „Wenn
Unternehmen aufgrund der stark gestiegenen Treibstoffkosten nicht
mehr wirtschaftlich arbeiten können und zusperren müssen, dann muss
der Staat sich später um mehr Arbeitslose kümmern“, warnt Böhm. „Das
wird am Ende sicher nicht billiger sein, als jetzt mit sinnvollen
Entlastungsmaßnahmen gezielt einzugreifen.“
Österreichs Versorgung sichern
Die Wiener Transporteure sprechen sich daher für weitergehende
Maßnahmen aus, etwa eine stärkere Senkung der Mineralölsteuer und die
Aussetzung der CO₂-Bepreisung. „Denkbar wäre auch eine steuerliche
Entlastung für gewerblich genutzten Treibstoff“, schlägt Böhm vor.
Nur so könne die Grundversorgung und die heimische Transportlogistik
langfristig gesichert werden.
„Unsere Fahrzeuge sichern täglich die Versorgung Wiens und ganz
Österreichs mit Gütern aller Art – von Lebensmitteln über
Baumaterialien bis hin zu medizinischen Produkten“, betont Böhm.
„Eine funktionierende Transportwirtschaft ist keine
Selbstverständlichkeit, sondern Grundvoraussetzung für eine stabile
Wirtschaft und leistbares Leben.“





