Dämmstoffmarkt stabilisiert sich 2025

Oberwaltersdorf / Wien (OTS) – Am österreichischen Dämmstoffmarkt
scheint der Abwärtstrend 2025
vorerst gestoppt. Nach dem massiven Rückgang um rund 30 Prozent
zwischen 2021 und 2024 zeigt die aktuelle Markterhebung erstmals
wieder eine leichte Stabilisierung. „ Wir haben die Talsohle am
Dämmstoffmarkt durchschritten, von Entwarnung kann aber noch keine
Rede sein. Das leichte Plus 2025 ist ein erstes Signal, nach dem
massiven Einbruch der Vorjahre. Für 2026 hoffen wir auf eine weitere
Erholung. Gerade in einer geopolitisch angespannten Lage und einer
instabilen Energiesituation zeigt sich, wie entscheidend eine
leistungsfähige Gebäudehülle ist: Sie schafft mehr Unabhängigkeit,
erhöht die Stabilität und senkt den Energiebedarf dauerhaft “,
analysiert Mag. Roland Hebbel, Vorstand der GDI 2050, die aktuelle
Entwicklung.

Zwtl.: Dämmstoffmarkt 2025 bei 4,446 Millionen m³ leicht im Plus (+
0,61 Prozent)

Nach dem Negativ-Rekord des Vorjahres zeigt die aktuelle
Markterhebung erstmals eine Stabilisierung: Der österreichische
Dämmstoffmarkt wuchs 2025 leicht von 4,419 auf 4,446 Millionen m³.
Damit konnte der Abwärtstrend vorerst gestoppt werden, auch wenn das
Marktvolumen weiterhin deutlich unter dem Absatz des Jahres 2021 (in
der Höhe von 6,337 Millionen m³) liegt.

Zwtl.: Schaumstoffe legen zu, Mineralwolle und alternative Dämmstoffe
weiter rückläufig

Innerhalb der einzelnen Dämmstoffarten zeigt sich 2025 ein
differenziertes Bild: Die Schaumstoffe (EPS, XPS und PUR) legten um
4,92 Prozent auf 2,496 Millionen m³ zu. Die Mineralwolle (Stein- und
Glaswolle) verzeichnete hingegen ein Minus von 3,78 Prozent auf 1,780
Millionen m³. Die vor allem im Einfamilienhausbau verwendeten
alternativen Dämmstoffe – etwa Zellulose, Schafwolle oder Hanf –
gingen um 10,53 Prozent auf 0,170 Millionen m³ zurück.

Zwtl.: Gebäudehülle bleibt strategischer Faktor

Für die GDI 2050 unterstreichen die aktuellen Zahlen einmal mehr
die strategische Bedeutung der Gebäudehülle. In einem Umfeld
volatiler Energiemärkte und geopolitischer Unsicherheiten bleibt die
Verbesserung der Energieeffizienz im Gebäudebereich ein wesentlicher
Hebel, um Abhängigkeiten zu reduzieren, Versorgungssicherheit zu
stärken und langfristig Stabilität zu schaffen.

Über GDI 2050

Die Gebäudehülle+Dämmstoff Industrie 2050 hat sich als
Organisation und Interessensvertretung der Dämmstoff- und
Fensterindustrie sowie weiterer Hersteller aus dem Bereich der
Gebäudehülle zum Ziel gesetzt, die Energieeffizienz im Gebäudebereich
signifikant zu verbessern und zukunftsfit zu machen.