FPÖ – Stumpf/Mahdalik: Bäume fällen, Parkplätze vernichten und das als Umweltschutz verkaufen

Wien (OTS) – „Was derzeit am Wiener Ring geplant wird, zeigt die
ganze Absurdität
der Wiener Verkehrspolitik: Da werden hunderte Parkplätze vernichtet,
gewachsene Verkehrsstrukturen zerschlagen und sogar alte Bäume müssen
weichen – und genau das verkauft man den Wienern dann auch noch
ernsthaft als Maßnahme für Umwelt- und Klimaschutz“, kritisiert der
Umweltsprecher der FPÖ Wien, Landtagsabgeordneter Michael Stumpf.

Der Umbau der Ringstraße sei ein weiteres Beispiel dafür, dass in
Wien nicht mehr mit Hausverstand, sondern ausschließlich nach
ideologischen Scheuklappen regiert werde. „Wenn für neue Radwege
Bäume gefällt werden müssen, dann ist das kein Umweltschutz, sondern
ein schlechter Witz. Die Wiener sollen offenbar glauben, dass
Naturzerstörung plötzlich ökologisch ist, solange sie nur dem
Zeitgeist dient“, so Stumpf.

Besonders aufschlussreich sei dabei, wer diesen Irrweg alles
mittrage. „Dass die NEOS als Regierungspartei diese Politik umsetzen,
überrascht leider niemanden mehr. Dass aber laut Berichterstattung
auch die ÖVP bei diesem Projekt mit an Bord ist, ist ein politischer
Offenbarungseid. Gerade jene Partei, die sonst gerne von
Hausverstand, Wirtschaft und Autofahrerfreundlichkeit spricht, reiht
sich hier widerspruchslos in den Kanon der autofahrerfeindlichen
Verkehrspolitik ein“, betont der Verkehrssprecher der FPÖ Wien, LAbg.
Toni Mahdalik.

Besonders skandalös sei, dass laut den vorliegenden Berichten
nicht einmal klar sei, wo die wegfallenden Stellplätze ersetzt werden
sollen. Betroffen seien nicht nur Anrainer, sondern auch Menschen mit
Behinderung, Taxis, Lieferverkehr und sogar Polizeistellplätze. „Die
Stadt zerstört zuerst funktionierende Infrastruktur und gibt dann zu,
dass sie keine echte Lösung hat. Das ist keine Planung, das ist
organisierte Planlosigkeit“, kritisiert Mahdalik.

Für die FPÖ ist klar: Die Leidtragenden dieser Politik sind
einmal mehr die ganz normalen Wiener. Familien, ältere Menschen,
Pendler, Gewerbetreibende und Anrainer würden durch
Parkplatzvernichtung, Stau, Umwege und zusätzliche Belastungen zur
Kasse gebeten. „Anrainerparken schafft keinen einzigen neuen
Stellplatz. Der Mangel wird nur anders verwaltet. Wer das als Lösung
verkauft, betreibt reine Täuschung der Bevölkerung“, so Mahdalik.

Dass die Grünen diesen massiven Eingriff laut Artikel sogar noch
für unzureichend halten, sei wenig überraschend. Viel bezeichnender
sei jedoch, dass mittlerweile selbst die ÖVP jeden Rest an
Glaubwürdigkeit aufgebe und bei dieser Politik mitmarschiere. „Am
Ring fällt endgültig die Maske: SPÖ und NEOS setzen um, die Grünen
fordern noch mehr, und die ÖVP klatscht Beifall. Wer Parkplätze
vernichtet, Bäume fällt und Verkehrschaos mitträgt, ist keine Partei
der Autofahrer – auch dann nicht, wenn ÖVP draufsteht“, erklärt
Mahdalik.

Stumpf fordert daher einen sofortigen Stopp weiterer
ideologischer Rückbauprojekte und eine Verkehrspolitik, die alle
Verkehrsteilnehmer berücksichtigt. „Wien braucht keine Baumfällungen
unter grünem Tarnanstrich und keine Politik, die Naturzerstörung als
Fortschritt verkauft, sondern vernünftige Lösungen mit Augenmaß. Wer
für Radwegprojekte alte Bäume opfert und das als Umweltschutz
verkauft, handelt nicht nachhaltig, sondern schlicht
verantwortungslos“, betont Stumpf. (Schluss)