Wien (OTS) – Der Mobilitätsclub und seine Partnerorganisationen haben
18 aktuelle
Fahrradhelme für Kinder getestet. Das Ergebnis: 16 Modelle wurden mit
„befriedigend“ bewertet, zwei erreichten ein „genügend“. ÖAMTC-
Experte Dominik Darnhofer: „Einerseits ist es natürlich erfreulich,
dass diesmal kein Helm durchgefallen. Andererseits zeigt unser Test,
dass es bei jedem Modell in mindestens einem Bereich noch Luft nach
oben gibt.“ So wurden bei einer Reihe von Produkten z. B. Mängel bei
der Sichtbarkeit im Dunkeln festgestellt – ein Problem, das sich ohne
großen Aufwand beheben ließe.
„Der beste Helm im Test ist gleichzeitig das günstigste Produkt.
Trotzdem verfügt das 15-Euro-Modell von Lidl/Crivit über
leistungsfähige Reflexionsstreifen und sogar ein integriertes aktives
Rücklicht“, betont der ÖAMTC-Techniker. „Man sieht also, dass
sicherheitsrelevante Merkmale keine Preisfrage sind – es ist daher
unverständlich, warum nicht alle Hersteller wenigstens auf gute
Reflexionseigenschaften der Radhelme Wert legen.“ Dass es beim
Testsieger dennoch nur für ein „befriedigend“ reichte, lässt sich
übrigens mit Schwächen in Handhabung und Tragekomfort erklären.
Zwtl.: Viel Mittelmaß, wenig Innovation – aber immerhin keine
Schadstoffe
Generell lässt der aktuelle ÖAMTC-Test auf wenig Innovationskraft
bei den Herstellern schließen: Weder bei der Stoßdämpfung noch bei
der Ausstattung war im Vergleich zu vergangenen Untersuchungen viel
Weiterentwicklung feststellbar. Immerhin gab es im Gegensatz zu
vergangenen Untersuchungen diesmal keine Beanstandungen wegen zu
hoher Schadstoffbelastung. Besonders auffällig: Der teuerste Helm im
Test – das Modell von POC für rund 100 Euro – hatte gemeinsam mit den
Helmen von Puky und Fischer die schlechtesten Ergebnisse bei den
Stoßdämpfungseigenschaften. „Ein hoher Kaufpreis garantiert also
keinen besseren Schutz vor Kopfverletzungen“, stellt Darnhofer klar.
Schlusslichter im Test sind – bewertet mit „genügend“ – Abus
YouDrop und Melon Urban-Active. „Besonders die Stoßdämpfung im
Schläfenbereich fällt bei ersterem schwach aus und zeigt deutlichen
Verbesserungsbedarf. Auch beim Gurtsystem gibt es Probleme, hier
können sich einzelne Verschlussteile lösen“, bemängelt der ÖAMTC-
Experte. „Beim Helm von Melon kommt ein weiteres Manko hinzu: Der
Gurt muss während des Fahrens regelmäßig nachgestellt werden.“
Schwächen in puncto Sichtbarkeit im Dunkeln beim Kinder-Radhelm von
Abus sowie im Tragekomfort bei jenem von Melon tragen ebenfalls dazu
bei, dass beide Modelle die letzten Plätze im Test belegen.
Abschließend hält Dominik Darnhofer fest: „Auch, wenn das
Gesamtergebnis auf viel Mittelmaß bei Radhelmen für Kinder schließen
lässt: Jedes dieser Modelle reduziert das Risiko von Kopfverletzungen
deutlich. Dafür muss der Helm aber freilich auch getragen werden –
wir empfehlen daher, die Kinder unbedingt beim Kauf
miteinzubeziehen.“ Nur dann, so der ÖAMTC-Experte, sei
sichergestellt, dass der Helm wirklich passt, optisch gefällt und
damit auch gern verwendet wird.
Detailergebnisse unter www.oeamtc.at/tests
Aviso an die Redaktionen: Fotos zu dieser Aussendung stehen in
Kürze unter www.oeamtc.at/presse zum Download zur Verfügung.





