St. Pölten (OTS) – Die Diskussion rund um eine mögliche Abschaffung
des
Pendlerpauschales sorgt aktuell für große Verunsicherung bei
zahlreichen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern – insbesondere im
ländlichen Raum. Für viele Menschen ist der tägliche Weg zur Arbeit
ohne finanzielle Unterstützung kaum leistbar.
Gerade in Regionen mit eingeschränkter öffentlicher
Verkehrsanbindung sind Beschäftigte auf das Auto angewiesen. Das
Pendlerpauschale stellt daher eine unverzichtbare Entlastung dar und
sorgt für mehr Fairness im Steuersystem. Ihre Abschaffung würde vor
allem jene treffen, die ohnehin bereits durch steigende
Lebenshaltungskosten belastet sind.
„Wer täglich weite Strecken zur Arbeit zurücklegt, darf nicht
zusätzlich bestraft werden. Das Pendlerpauschale ist kein Privileg,
sondern ein notwendiger Ausgleich für strukturelle Nachteile im
ländlichen Raum“, betont Josef Hager, Vizepräsident der
Pendlerinitative Österreich.
Katja Seitner, Landesgeschäftsführerin des NÖAAB (
Niederösterreichischer Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund)
ergänzt: „Eine Streichung dieser Unterstützung hätte weitreichende
Folgen: So würden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer noch stärker
finanziell belastet und es käme zu einer Verschärfung der
Ungleichheit zwischen Stadt und Land, was zusätzlichen Druck auf
Fachkräfte in peripheren Regionen auslösen würde und damit die
Standorte schwächen würde.“
„Das Pendlerpauschale gerade jetzt infrage zu stellen, bedeutet
eine Ohrfeige für alle, die jeden Tag aufstehen und zur Arbeit
pendeln. Statt über eine Abschaffung zu diskutieren, braucht es
vielmehr Maßnahmen die Pendlerinnen und Pendler entlasten, wie die
temporäre Aussetzung der CO₂-Steuer“, so Hager und Seitner
abschließend.




