Wien (OTS) – Die anhaltend hohen Treibstoffpreise stellen
Rettungsorganisationen
zunehmend vor große finanzielle Herausforderungen. Der Samariterbund
fordert daher eine rasche politische Lösung und spricht sich für eine
Befreiung von der Mineralölsteuer für Rettungsorganisationen aus.
„Die hohen Preise für Diesel und Benzin belasten den
Samariterbund bei Rettungs- und Krankentransporten enorm“, erklärt
Wolfgang Dihanits, stellvertretender Bundessekretär des
Samariterbundes. „Als Rettungsorganisation erwarten wir uns hier
Unterstützung von der Bundesregierung. Die Kosten steigen seit Jahren
kontinuierlich – ohne entsprechenden Ausgleich. Eine Befreiung von
der Mineralölsteuer wäre ein wichtiger Schritt, um die
Versorgungssicherheit im Rettungsdienst langfristig abzusichern.“
Rettungsorganisationen erfüllen eine zentrale Aufgabe im
Gesundheitswesen: Sie transportieren kranke und verletzte Menschen,
leisten akute Hilfe im Notfall und führen medizinisch verordnete
Krankentransporte durch. „Das ist ein hochsensibler Bereich der
Daseinsvorsorge. Wenn die Betriebskosten massiv steigen, betrifft das
unmittelbar die Leistungsfähigkeit des Systems“, so Dihanits.
Zwtl.: Enorme finanzielle Belastung
Derzeit liegt die Mineralölsteuer bei rund 39,7 Cent pro Liter
Diesel und 48,2 Cent pro Liter Benzin. Seit Oktober 2022 kommt
zusätzlich eine CO₂-Bepreisung hinzu, die die Treibstoffkosten weiter
erhöht. Im Jänner 2026 machten Mineralölsteuer, CO₂-Bepreisung und
Mehrwertsteuer bei Benzin rund 58 Prozent des Gesamtpreises aus, bei
Diesel rund 53 Prozent.
„Der Samariterbund legt mit seinen Einsatzfahrzeugen jährlich
rund 19 Millionen Kilometer zurück. Allein in Wien verzeichnen wir
durchschnittlich rund 760 Fahrten pro Tag“, sagt Dihanits. „Das
zeigt, wie groß der Anteil der Treibstoffkosten an unseren Ausgaben
ist.“
Bislang gibt es für die Rettungsorganisationen keinen Ausgleich
für die steigenden Treibstoffpreise. „Eine Befreiung von der
Mineralölsteuer würde hier unmittelbar Entlastung schaffen und
sicherstellen, dass die Mittel weiterhin dort eingesetzt werden
können, wo sie gebraucht werden – bei der Versorgung der Patientinnen
und Patienten“, so Dihanits abschließend.




