Salzburg (OTS) – Internationale Expertinnen und Experten aus 25
europäischen Ländern
sowie Kanada, Brasilien und Israel diskutierten in Salzburg über
wissenschaftliche Entwicklungen der Osteopathie und die Bedeutung
gesetzlicher Regulierung für Patientensicherheit und
Qualitätssicherung im Gesundheitssystem.
Die OEGO – Österreichische Gesellschaft für Osteopathie war 2026
Gastgeberin der internationalen Spring Conference von Osteopathy
Europe. Am 6. und 7. März 2026 trafen sich in Salzburg führende
nationale, europäische und internationale Vertreterinnen und
Vertreter der Osteopathie, um aktuelle wissenschaftliche
Entwicklungen, die Rolle der Osteopathie in der modernen
Gesundheitsversorgung sowie die Bedeutung gesetzlicher Regulierung
für Patientensicherheit und Qualitätssicherung zu diskutieren.
Die Konferenz unterstrich die zunehmende Bedeutung der
Osteopathie als Bestandteil einer integrativen, evidenzbasierten
Gesundheitsversorgung. Allein in Österreich führen rund 2.000
Osteopathinnen und Osteopathen, die die vorgeschriebene fünfjährige
Ausbildung absolviert haben, wöchentlich etwa 30.000 osteopathische
Behandlungen durch, immer in Akkordanz mit der behandelnden Ärztin
oder dem behandelnden Arzt der Patientin oder des Patienten. Dennoch
fehlt in Österreich bislang ein klarer gesetzlicher Rahmen für
Ausbildung, Berufsbezeichnung und Qualitätssicherung.
Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) unterstreicht in seiner
Eröffnungsansprache:
„Salzburg ist nicht nur eine internationale Kulturstadt, sondern auch
ein Ort des wissenschaftlichen Austauschs. Als Bürgermeister bin ich
stolz, dass mit der Spring Conference von Osteopathy Europe
Vertreterinnen und Vertreter aus mehr als 25 Nationen in Salzburg
zusammenkommen. Osteopathie leistet einen wichtigen Beitrag in der
Patientenversorgung – umso wichtiger ist es, im Sinne von
Patientensicherheit und Qualitätssicherung eine klare gesetzliche
Grundlage zu schaffen.“
In 13 europäischen Ländern ist Osteopathie bereits als
eigenständiger Gesundheitsberuf gesetzlich reguliert und fest im
Gesundheitssystem verankert. Internationale Erfahrungen zeigen, dass
eine gesetzliche Regelung wesentlich zur Patientensicherheit, zur
Qualitätssicherung und zur klaren Integration in die
Gesundheitsversorgung beiträgt.
Zu den internationalen Gästen der Konferenz zählten neben der
Präsidentin von Osteopathy Europe, Hanna Tómasdóttir, auch der
Vizepräsident, Lluis Horta, sowie der designierte Präsident von
Osteopathy Europe, Tomas Collin. Hanna Tómasdóttir zeigte sich stolz,
in Salzburg von den österreichischen Kolleginnen und Kollegen der
OEGO empfangen worden zu sein, und dankte dem Bürgermeister von
Salzburg für die Eröffnung der Konferenz. In Ihrem Statement
unterstrich sie die Wichtigkeit, Osteopathinnen und Osteopathen aus
ganz Europa in einer Konferenz wie dieser zusammenzubringen: „Die
Zusammenführung von Osteopathinnen und Osteopathen aus ganz Europa
stärkt sowohl unseren Beruf als auch die Qualität der Versorgung, die
wir den Patientinnen und Patienten bieten können. Osteopathinnen und
Osteopathen sind Gesundheitsfachkräfte, die sich für die
muskuloskelettale Gesundheit und die Gesundung, im Speziellen bei
wichtigen Themen wie dem Schmerz, der Patientinnen und Patienten
einsetzen. Erfahrungen aus Ländern wie Dänemark, Norwegen und dem
Vereinigten Königreich zeigen deutlich, wie gesetzliche Vorschriften
die Patientensicherheit, professionelle Standards und die Integration
in Gesundheitssysteme festigen“, so Tómasdóttir.
Die OEGO sieht in der internationalen Konferenz einen wichtigen
Impuls für den gesundheitspolitischen Dialog in Österreich. Ziel ist
es, die Osteopathie durch eine klare gesetzliche Anerkennung,
verbindliche Ausbildungsstandards und einen geschützten Berufstitel
aus der rechtlichen Grauzone zu führen und damit langfristig
Patientensicherheit, Qualitätssicherung und Transparenz in der
Versorgung zu sichern.
„Wenn Patientinnen und Patienten in Österreich in Übereinstimmung
mit ihrer behandelnden Ärztin oder ihrem behandelnden Arzt – etwa bei
Schmerzen oder, im Besonderen auch Frauen – eine osteopathische
Behandlung in Anspruch nehmen, muss gewährleistet sein, dass sie eine
adäquate Leistung für ihr investiertes Geld erhalten. Dazu braucht
die Osteopathie in Österreich einen klaren gesetzlichen Rahmen für
Ausbildung, Berufsbezeichnung und Qualitätssicherung“, verdeutlicht
Margit Halbfurter-Mandler, Präsidentin der OEGO – Österreichische
Gesellschaft für Osteopathie.




