Bundesheer 2025: Positive Entwicklung auf allen Ebenen

Wien (OTS) – „Richtung und Geschwindigkeit zur Erreichung des
Aufbauplanes 2032+
stimmen. Da sind wir auf einem guten Weg. Die Herausforderung in den
kommenden Jahren wird sein, die Abläufe zwischen Beschaffung und
Infrastruktur so zu koordinieren, dass die Einführung der Systeme in
die Truppe klaglos funktioniert. Die Bediensteten sind jedenfalls
hoch motiviert und die Nachwuchszahlen des Kaders und die Zahl der
Zivilbediensteten steigen kontinuierlich. Das ist ein sehr positives
Signal“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

Personal: Positiver Trend bei den Aufnahmen und Reduktion
freiwilliger Austritte
Im Bereich der Kaderanwärter konnte der positive Trend des Jahres
2024 fortgesetzt werden und so starteten mehr als 1200 junge Männer
und Frauen mit der Ausbildung zum Unteroffizier oder Offizier. Auch
im Bereich der zivilen Aufnahmen konnte das zur Verfügung stehende
Kontingent an Planstellen mit 700 Personen ausgeschöpft werden.
Erfreulich ist, dass im Bereich der Personalbindung die Zahl der
freiwilligen Austritte im Jahr 2025 im Vergleich zum Jahr 2024
rückläufig war.

Inlandseinsätze: Im Rahmen des sicherheitspolizeilichen
Einsatzes/Migration wurden im Beobachtungszeitraum Jänner bis
November 2025 durchschnittlich 505 Soldatinnen und Soldaten
eingesetzt, die in Summe 168.770 Personentage leisteten. Bei der
Bewachung kritischer Infrastruktur in Wien wurden durchschnittlich
100 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt – 33.402 Personentage. In der
Summe leistete das Bundesheer 202.172 Personentage und griff 2.114
hilfesuchende Fremde auf. Hervorzuheben ist die Verlängerung der
Bewachung kritischer Infrastruktur in Wien, mit aktuell bis zu 100
Soldatinnen und Soldaten, bis vorerst Ende März 2026. Darüber hinaus
wurden 3.076 Personentage im Assistenzeinsatz/Katastrophenhilfe
geleistet; schwergewichtsmäßig bei der Bekämpfung der Maul- und
Klauenseuche.

Auslandseinsätze: Aktuell befinden sich knapp 600 Soldatinnen und
Soldaten in 17 Missionen im Auslandseinsatz; davon 25 Frauen. Die
stärksten Kontingente befinden sich im Kosovo bei KFOR- 157, in
Bosnien und Herzegowina bei EUFOR- 194 sowie im Libanon bei UNIFIL-
164. Zusätzlich wurden ca. 500 Soldatinnen und Soldaten für den
Einsatz im Rahmen der EU- Battle-Group 2025, sowie seit Herbst 2025
ca. 200 Personen als Verstärkungskräfte für einen Einsatz am Balkan
bereitgehalten. Eine Besonderheit war die Entsendung eines
Kontingents des ABC-Abwehr-Zentrums in die Slowakei zur Bekämpfung
der Maul- und Klauenseuche mit durchschnittlich 85 Personen.

Luftstreitkräfte: Über 13.500 Flugstunden wurden durch die
Luftstreitkräfte geflogen. Die Luftraumsicherungsoperation für das
Weltwirtschaftsforum in Davos war der Höhepunkt der fliegerischen
Einsätze. Bei den Assistenzeinsätzen sind die Waldbrandbekämpfung im
Raum Eisenerz und Roßkopf mit 42 Flugstunden und die Evakuierung von
62 Personen im Raum Gschnitz/ Tirol aufgrund eines Muren Abganges,
erwähnenswert. Im Rahmen der Modernisierung der Hubschrauberflotte
ist zwischenzeitlich der elfte (von 36) AW169 „Lion“ in Österreich
gelandet. Die Umschulung der Einsatzpiloten der „Allouette“ III auf
die Luftfahrzeugtype AW169 ist mittlerweile abgeschlossen und mit der
Umschulung der O58 Militärpiloten wurde begonnen.

Beschaffungen: Die wesentlichen Beschaffungen 2025 waren die zwölf
Leonardo M-346 Kampfflugzeuge im Auftragsvolumen von 1.500 Millionen
Euro und 315 unbemannte militärische Luftfahrzeuge. Weitere
Großvorhaben waren die Einleitung der Erweiterung der Fahrzeugflotte
(80 IVECO Gruppentransportfahrzeuge um 35 Millionen Euro), der
Gefechtsanzug (44 Millionen Euro), das Aufklärungs- und
Zielzuweisungsradar (140 Millionen Euro) sowie einer
Drohnenabwehrbatterie (200 Millionen Euro).
Militärische Infrastruktur: Im Kalenderjahr 2025 sind etwa 426
Millionen Euro in Infrastrukturinvestitionen, Instandhaltungen,
Wartungen, Reinigungen, Energiebezüge und Mieten geflossen. Dabei
wurden rund 700 Projekte sowie zahlreiche Kleinbauvorhaben
realisiert. Etwa die Hälfte der Projekte stehen in einem direkten
Zusammenhang mit der „Mission Vorwärts“ und dem „Aufbauplan ÖBH2032+
“. Der zweite Teil betrifft beispielsweise dringende
Instandsetzungsmaßnahmen, Generalsanierungen, behördliche Auflagen
und technische Erfordernisse. Weitere Budgets wurden unter anderem
für den Bereich der Autarkie sowie für die Barrierefreiheit
verwendet. Mit der Einführung von modernen Soldatenfunkgeräten, der
Implementierung und dem weiteren Ausbau des Tactical Communication
Network und dem Battlefield Management System ist der
Technologiefortschritt auch in diesem Bereich im Bundesheer
angekommen.

Entminungsdienst: Bei 1058 Einsätzen barg und entschärfte der
Entminungsdienst etwa 28,5 Tonnen Kriegsmaterial.

Cyber Defence: Ressorteigene KI-Services wurden implementiert und
trainiert, so dass KI-gestütztes Arbeiten künftig auch im gesicherten
Netz des Verteidigungsressorts für alle Anwender möglich sein wird.
Mit dem Projekt LEO2VLEO wird die Kommunikation und Navigation in
höhere Sphären gebracht. Es wurde gemeinsam mit den Niederlanden ein
Projekt erarbeitet, das im Jahr 2026 mit eigenen Satelliten im Orbit
realisiert wird.
Die neu entwickelten Fähigkeiten werden in enger Zusammenarbeit in
den Bereichen Informationsoperationen und Cognitive Counter Warfare
im Rahmen internationaler Zusammenarbeit, speziell mit der National
Guard Vermont und dem DACH-Verbund, geprüft, evaluiert und
weiterentwickelt.