Brüssel (OTS) – Am heutigen 12. Dezember jährt sich die
Verabschiedung des Pariser
Klimaabkommens zum zehnten Mal. In Paris wurde damals festgelegt, die
Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen und den Klimawandel einzudämmen.
Doch die UN warnt inzwischen, dass diese Grenze bereits im kommenden
Jahrzehnt überschritten wird. Laut dem UN Emissions Gap Report 2025
steuert die Welt am Ende des Jahrhunderts auf 2,3 bis 2,5 °C zu.
Lena Schilling, Europaabgeordnete der Grünen, sagt dazu: „Zehn
Jahre nach Paris fühlt es sich an, als würden wir endlos am Handy
scrollen, obwohl wir wissen, dass wir eigentlich schon lange
aufstehen und uns bewegen müssten. Doch fossile Interessen fesseln
uns weiter an den Bildschirm. Die globale Weltgemeinschaft tut bei
weitem nicht genug. Autokraten und fossile Konzerne haben immer noch
zu viel Macht, Geopolitik übertrumpft Wissenschaft, und die
Klimakrise schlägt Alarm, während Regierungen weiter auf ‚Schlummern‘
drücken. Es gab einmal einen Moment, in dem Klimapolitik wirklich
Aufbruch versprach. Heute kämpfen Progressive vor allem darum, dass
die wenigen Fortschritte nicht wieder zurückgedreht werden. Die
Klimakonferenzen seit Paris haben uns kleine Schritte nach vorn
gebracht, aber diese Schritte sind zu langsam und zu gering für eine
Welt, die längst brennt. Wenn die Regierungen dieser Welt weiterhin
den Hintern nicht von der Couch bekommen, verlieren wir das Rennen um
unsere Zukunft. Dieser Tag sollte uns daran erinnern: Wir brauchen
mehr Paris und weniger Abu Dhabi.“
Auch in Europa zeigt sich dieser Widerspruch deutlich: Diese
Woche hat sich die EU zwar auf das 2040-Klimaziel geeinigt, aber
gleichzeitig wird über neue Kahlschläge bei Klima- und Umweltschutz
und über die Aufweichung des Verbrenner-Aus diskutiert.
Lena Schilling warnt: „Die EU braucht dringend einen Kurswechsel.
Wenn wir Klima- und Umweltschutz weiter verwässern und aufweichen,
werden wir die Klimaneutralität nicht erreichen.“




