Infrastruktur-Abgabe statt Netzentgelte: Kleinwasserkraft Österreich begrüßt neues Strommarktgesetz

Wien (OTS) – Nach langem Warten und zähem Ringen ist endlich eine
Einigung zum
Strommarktgesetz erfolgt – dank dem Einsatz Vieler und mit
Unterstützung der Grünen wurde der wesentliche Kritikpunkt der
Branche am Gesetz behoben.

„Die Regierung hat auf die Vernunft gehört und die Netzentgelte
für Einspeiser im Strommarktgesetz nicht umgesetzt.“, zeigt sich Paul
Ablinger, Geschäftsführer von Kleinwasserkraft Österreich, erfreut.
Statt der Netzentgelte ist nun eine Infrastruktur-Abgabe in fixer
Höhe von 0,05 Cent je Kilowattstunde enthalten. Dies stellt die lange
geforderte Planbarkeit sicher.

Trotz dessen sind die zusätzlichen Belastungen der Erzeugung
kritisch zu sehen, insbesondere weil nur heimische Erzeugung und
nicht auch Import betroffen ist.

Neben der Sicherstellung der langfristigen Planbarkeit ist das
neue Gesetz auch ansonsten im Wesentlichen als positiv zu sehen,
beispielsweise auch im Bereich der Verbesserung für Direktleitungen
zwischen Kraftwerken und Abnehmer:innen.

„Trotz nach wie vor bestehender, vereinzelter Kritikpunkte: Das
neue Gesetz wird der Kleinwasserkraft helfen, ihren wertvollen
Beitrag zur Energiesicherheit auch künftig zu leisten und auch
auszubauen!“, so Ablinger, der diesbezüglich auf eine konstruktive
Zusammenarbeit hofft, um die weiteren anstehenden Projekte –
insbesondere das EABG und die Umsetzung der RED III – nun rasch
vorantreiben zu können. Mit dem ElWG – einem grundsätzlich guten
Gesetz – kann das neue Betriebssystem für die Energiewende endlich
hochgefahren werden.