Brüssel/Wien (OTS) – Greenpeace fordert das endgültige Aus der
Debatte um das sogenannte
Veggie-Burger-Verbot. Über dieses wird heute von EU-Kommission,
Europäischem Parlament und den EU-Mitgliedstaaten verhandelt. Der
Vorschlag würde für pflanzliche Lebensmittel gängige Bezeichnungen
wie etwa Veggie-Burger oder Seitan-Schnitzel verbieten.
Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschafts-Experte bei Greenpeace:
“Wer Wörter wie ‚Burger‘ oder ‚Steak‘ für pflanzliche Lebensmittel
verbieten will, schafft keine Klarheit – sondern handelt nur im
Interesse der Fleischindustrie. Das ist schamlose Klientel-Politik.
Die EU-Institutionen und ihre Mitgliedstaaten müssen dieses absurde
Vorhaben heute fallen lassen.”
Der Markt für pflanzliche Lebensmittel wächst seit Jahren stark. Laut
Daten der AMA stieg die Menge der verkauften pflanzlichen
Alternativen in Österreich von 2024 bis 2025 um rund 20 Prozent. Mit
dem Begriffs-Verbot will die Fleischindustrie diesen wachsenden
Zukunftsmarkt einbremsen. Damit handelt die Industrie gegen
gesellschaftliche Interessen: Schließlich bedeuten mehr pflanzliche
Produkte weniger Umweltbelastung, mehr Tierwohl, gesündere Ernährung
und größere Auswahl für Konsument:innen.
In Österreich sehen auch große Teile der Wirtschaft das “Veggie-
Burger-Verbot” kritisch. So haben sich hierzulande unter anderem die
vier größten Supermarktketten Billa, Lidl, Hofer und SPAR sowie der
Österreichische Handelsverband klar gegen das Vorhaben ausgesprochen.




